Wie stelle ich weißen Hautkrebs fest?

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Hautkrebsverdachtsfälle werden meist mittels Dermatoskopie (Auflichtmikroskop) untersucht. Verdächtige Veränderungen werden durch Gewebeproben (Biopsie) genauer analysiert. Mikroskopische Untersuchungen klären die eventuelle Entartung.
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Weißen Hautkrebs erkennen: Ein komplexes Thema

Weißer Hautkrebs, medizinisch als Basalzellkarzinom (BCC) und Plattenepithelkarzinom (SCC) bezeichnet, ist die häufigste Form von Hautkrebs. Im Gegensatz zu den aggressiveren Melanomen, entwickelt sich weißer Hautkrebs meist langsam und metastasiert (bildet Tochtergeschwüre) seltener. Trotzdem ist eine frühzeitige Erkennung und Behandlung unerlässlich, um schwerwiegende Folgen zu vermeiden. Die Selbstuntersuchung bietet zwar einen ersten Anhaltspunkt, ersetzt aber keinesfalls die professionelle Untersuchung durch einen Arzt oder eine Ärztin.

Was sind die Warnzeichen?

Die Erscheinungsformen von weißem Hautkrebs sind vielfältig und können leicht mit harmlosen Hautveränderungen verwechselt werden. Daher ist Vorsicht geboten. Achten Sie auf folgende Merkmale:

  • Basalzellkarzinom (BCC): Oft präsentiert sich ein BCC als perlmuttfarbener, wachsartiger Knötchen, der langsam wächst und gelegentlich blutet oder eine kleine, oberflächliche Geschwulst bildet. Er kann auch als flache, schuppende Läsion auftreten, die schlecht abheilt. Häufig findet man ihn im Gesicht, auf der Kopfhaut, den Ohren und dem Hals.

  • Plattenepithelkarzinom (SCC): Ein SCC kann sich als gerötete, schuppende, verdickte oder verkrustete Hautfläche zeigen. Es kann auch als knötchenartige, schnell wachsende Läsion auftreten, die blutet oder sich entzündet. Häufig findet man ihn an sonnenexponierten Hautstellen wie dem Gesicht, den Ohren, dem Hals, den Händen und Unterarmen.

Aber Vorsicht: Nicht jede Hautveränderung ist Krebs!

Viele harmlose Hautveränderungen können den Erscheinungen von weißem Hautkrebs ähneln. Ein Muttermal, das sich verändert, oder eine hartnäckige Wunde, die nicht heilt, sollten jedoch unbedingt von einem Arzt untersucht werden. Auch Pigmentflecken, die sich in Form, Farbe oder Größe verändern, erfordern eine ärztliche Abklärung.

Die Rolle des Arztes/der Ärztin:

Die Diagnose von weißem Hautkrebs erfolgt in der Regel durch eine Kombination aus:

  • Anamnese: Der Arzt erfragt Ihre Krankengeschichte, Ihre familiäre Vorbelastung und Ihre Lebensgewohnheiten (z.B. Sonnenexposition).
  • Klinische Untersuchung: Der Arzt untersucht Ihre Haut visuell auf verdächtige Veränderungen.
  • Dermatoskopie: Mit Hilfe eines Dermatoskops (Auflichtmikroskops) kann der Arzt die Hautveränderungen vergrößert und detailliert betrachten. Das ermöglicht die Unterscheidung zwischen harmlosen und bösartigen Veränderungen.
  • Biopsie: Bei Verdacht auf weißen Hautkrebs entnimmt der Arzt eine Gewebeprobe (Biopsie), die im Labor mikroskopisch untersucht wird. Die Biopsie ist die einzige sichere Methode, um Hautkrebs zu diagnostizieren.

Fazit:

Die frühzeitige Erkennung von weißem Hautkrebs ist entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung. Regelmäßige Selbstuntersuchungen und jährliche Hautkrebsvorsorgeuntersuchungen beim Hautarzt sind daher unerlässlich. Vertrauen Sie Ihrem Gefühl und lassen Sie jede verdächtige Hautveränderung ärztlich abklären. Je früher der Hautkrebs erkannt wird, desto größer sind die Chancen auf eine vollständige Heilung. Vermeiden Sie außerdem eine übermäßige Sonnenexposition und schützen Sie Ihre Haut mit geeigneten Maßnahmen.