Wie oft haben wir Vollmond im Monat?

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Die Frage, wie oft haben wir vollmond im monat, beantwortet der Mondzyklus von durchschnittlich 26,53 Tagen. Ein Kalendermonat von 30 oder 31 Tagen zeigt daher meistens einen Vollmond. Zweimal Vollmond tritt im Durchschnitt alle 2,4 Jahre auf, während der Februar alle 19 Jahre gar keinen Vollmond aufweist.
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Wie oft haben wir vollmond im monat? Einmal vs zweimal

Die Frage, wie oft haben wir vollmond im monat, fasziniert Himmelsbeobachter regelmäßig. Die Verschiebung der Mondphasen gegenüber unserem Kalender führt zu unregelmäßigen Abständen. Wer die genauen astronomischen Zyklen versteht, vermeidet Missverständnisse über seltene Himmelsphänomene und erkennt das mathematische Muster hinter den Mondzyklen.

Die mathematische Realität: Wie oft ist wirklich Vollmond?

Die Häufigkeit von Vollmonden in einem einzelnen Kalendermonat lässt sich nicht mit einer einzigen, starren Zahl beantworten, da das Phänomen von der ungleichen Länge unserer Monate und dem tatsächlichen Mondzyklus abhängt. In der Regel haben wir genau einen Vollmond pro Monat. Es gibt jedoch regelmäßige Ausnahmen, bei denen entweder zwei vollmonde in einem monat fallen oder ein Monat sogar komplett ohne Vollmond bleibt.

Das Geheimnis hinter dieser Verschiebung liegt im Unterschied zwischen unserem gregorianischen Kalender und dem sogenannten synodischen Monat. Während unsere Monate meist 30 oder 31 Tage dauern, benötigt der Mond für einen vollständigen Zyklus von Vollmond zu Vollmond im Durchschnitt exakt 29,53 Tage. [1] Da der Mondzyklus somit etwas kürzer ist als fast alle Kalendermonate, wandert der Vollmond im Laufe des Jahres langsam durch den Kalender. Nach zwölf Mondzyklen sind erst 354 Tage vergangen - es fehlen also elf Tage auf ein komplettes Sonnenjahr.[2] Diese elf Tage summieren sich über die Zeit und sorgen dafür, dass sich die Mondphasen kontinuierlich verschieben.

Das Phänomen von zwei Vollmonden: Was ist ein Blue Moon?

Ein zweiter Vollmond innerhalb eines einzigen Kalendermonats ist ein faszinierendes Ereignis, das durch die beschriebene Zeitverschiebung zwischen Mond- und Sonnenkalender entsteht. Wenn der erste Vollmond ganz am Anfang eines Monats mit 30 oder 31 Tagen eintritt - also am ersten oder zweiten Tag -, reicht die verbleibende Zeit im Monat aus, damit der Mond seine Phasen noch ein weiteres Mal komplett durchläuft. Die umgangssprachliche Bezeichnung für diesen zweiten Vollmond im selben Monat lautet Blue Moon (Blauer Mond), obwohl sich die Farbe des Himmelskörpers dabei natürlich nicht verändert.

In der Praxis tritt dieses Phänomen im Durchschnitt alle 2,4 Jahre auf. [3] Auf ein ganzes Jahrhundert hochgerechnet erleben wir diesen doppelten Vollmond etwa 41 Mal. [4] Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich vor einigen Jahren im Januar voller Faszination den Nachthimmel beobachtete, weil in diesem Monat zwei Vollmonde angekündigt waren.

Damals dachte ich als Astronomie-Laie, es handele sich um ein extrem seltenes, jahrhundertelanges Jahrhundertereignis. Erst als ich mich tiefer in die Berechnungen einlas, verstand ich, dass es sich um reine, kalkulierbare Kalendermathematik handelt. Wenn ein solcher doppelter Vollmond im Januar auftritt, hat das übrigens oft zur Folge, dass der darauffolgende kein vollmond im februar leer ausgeht.

Der Sonderfall Februar: Wenn der Vollmond komplett ausfällt

Der kürzeste Monat im Jahr nimmt beim Thema Mondphasen eine absolute Sonderrolle ein, da er als einziger Monat weniger Tage hat als ein synodischer Mondzyklus. Mit seinen standardmäßig 28 Tagen ist der Februar schlichtweg zu kurz, um die 29,53 Tage des Mondes immer verlässlich zu beherbergen. Das führt dazu, dass der Februar in regelmäßigen Abständen komplett ohne einen einzigen Vollmond verstreicht.

Dieses seltene Ereignis wird in der Astronomie manchmal als Black Moon (Schwarzer Mond) bezeichnet und tritt ungefähr alle 19 Jahre auf.[5] Selbst in einem Schaltjahr mit 29 Tagen ist es extrem knapp. Wenn der Vollmond im Januar am 30. oder 31. stattfindet, wandert der nächste Vollmond unweigerlich direkt in den März, wodurch der Februar komplett leer bleibt. Ein solches Jahr ist für Mondbeobachter besonders kurios, da der Februar zwar keinen Vollmond hat, dafür aber der Januar und der März jeweils zwei Vollmonde spendiert bekommen.

Die unterschiedlichen Vollmond-Szenarien im Überblick

Je nachdem, wie die Mondphasen auf die unterschiedlich langen Kalendermonate treffen, ergeben sich im Jahresverlauf drei grundlegende Konstellationen.

Der Standardmonat ⭐

Kommt in weit über 90 Prozent aller Kalendermonate im Laufe der Jahre vor.

Die Normalform unseres Kalendersystems, die für einen gleichmäßigen Rhythmus im Jahr sorgt.

Der Mondzyklus von 29,53 Tagen beginnt und endet so, dass genau ein Vollmond in die 28 bis 31 Tage des Monats fällt.

Der Blue Moon Monat

Tritt statistisch gesehen etwa alle 2,4 Jahre auf (ca. 41 Mal pro Jahrhundert).

Der Monat endet mit einem zweiten Vollmond, der oft mediale Aufmerksamkeit erfährt.

Der erste Vollmond ereignet sich am 1. oder 2. Tag eines langen Monats (30 oder 31 Tage).

Der vollmondfreie Monat

Findet sehr selten statt, ungefähr im Rhythmus von 19 Jahren.

Der Februar hat keinen Vollmond, während der Vormonat und der Folgemonat meist doppelte Vollmonde haben.

Kann ausschließlich im Februar auftreten, da dieser kürzer ist als der Mondzyklus.

Der Standardmonat mit genau einem Vollmond bleibt das dominierende Muster. Die Abweichungen wie der Blue Moon oder der vollmondfreie Februar sind keine astronomischen Störungen, sondern das logische Resultat unseres Versuchs, die Mondbewegung in ein starres, auf der Sonne basierendes Kalendersystem zu pressen.

Die Mondkalender-Verwirrung bei Familie Schneider

Thomas, ein leidenschaftlicher Hobbyfotograf aus Potsdam, wollte im Januar ein spektakuläres Vollmondfoto über dem Brandenburger Tor machen, bemerkte beim Blick in zwei verschiedene Apps jedoch widersprüchliche Angaben für den Monatsverlauf.

Er ging zunächst davon aus, dass eine der Apps fehlerhaft sei, da die eine App zwei Vollmonde für den Januar anzeigte, während die andere App für den darauffolgenden Februar überhaupt keinen Vollmond listete.

Nach einer Stunde frustrierter Online-Recherche und dem manuellen Nachrechnen der Tage verstand Thomas den Zusammenhang: Der synodische Monat passte schlicht nicht in den Februar.

Das Ergebnis war ein doppelter Erfolg: Er fotografierte beide Vollmonde im Januar erfolgreich und nutzte den vollmondfreien Februar für Langzeitbelichtungen der Milchstraße bei perfekter Dunkelheit.

Die wichtigsten Punkte

Der Normalfall ist ein Vollmond pro Monat

In den allermeisten Monaten sehen wir den Mond genau einmal in seiner vollen Pracht, da Monat und Mondzyklus zeitlich nah beieinanderliegen.

Der synodische Monat steuert die Verschiebung

Mit einer exakten Dauer von 29,53 Tagen ist der Mondzyklus kürzer als unsere Standardmonate, wodurch sich der Vollmond im Kalender verschiebt.

Blue Moons und leere Monate sind reine Kalendereffekte

Zwei Vollmonde in einem Monat oder ein vollmondfreier Februar entstehen nur durch das Raster unseres Sonnenkalenders und nicht durch Unregelmäßigkeiten im All.

Fragensammlung

Warum gibt es 2 Vollmonde im Monat?

Das passiert, weil der Mondzyklus mit 29,53 Tagen etwas kürzer ist als die meisten unserer Kalendermonate. Wenn der erste Vollmond ganz am Anfang des Monats steht, passt ein zweiter Zyklus noch vor dem Monatsende hinein.

Wie oft gibt es einen Blue Moon?

Ein zweiter Vollmond in einem Monat ereignet sich im Durchschnitt alle zwei bis drei Jahre. Es ist also kein extremes Jahrhundertereignis, sondern eine regelmäßige Besonderheit unseres Kalenders.

Möchten Sie tiefer in die zeitlichen Muster der Mondphasen eintauchen? Finden Sie heraus: In welchen Abständen ist immer Vollmond?

Kann ein Kalendermonat komplett ohne Vollmond sein?

Ja, das kann passieren, allerdings ausschließlich im Februar. Da der Februar nur 28 oder 29 Tage hat, kann der Mondzyklus ihn komplett überspringen, was etwa alle 19 Jahre vorkommt.

Zitierte Quellen

  • [1] En - Während unsere Monate meist 30 oder 31 Tage dauern, benötigt der Mond für einen vollständigen Zyklus von Vollmond zu Vollmond im Durchschnitt exakt 29,53 Tage.
  • [2] En - Nach zwölf Mondzyklen sind erst 354 Tage vergangen - es fehlen also elf Tage auf ein komplettes Sonnenjahr.
  • [3] Astronomy - In der Praxis tritt dieses Phänomen im Durchschnitt alle 2,4 Jahre auf.
  • [4] Astronomy - Auf ein ganzes Jahrhundert hochgerechnet erleben wir diesen doppelten Vollmond etwa 41 Mal.
  • [5] En - Dieses seltene Ereignis wird in der Astronomie manchmal als Black Moon (Schwarzer Mond) bezeichnet und tritt ungefähr alle 19 Jahre auf.