Welche Wörter sollte man in einer Bewerbung nicht nutzen?
Welche Wörter in Bewerbungen vermeiden?
Oje, diese Fragen nach den "verbotenen" Wörtern in Bewerbungen. Ganz ehrlich, ich finde das oft übertrieben. Manchmal sind sie ja wirklich ausgelutscht, diese Standardfloskeln.
Aber ein striktes "Nie benutzen" halte ich für Quatsch. Es kommt doch aufs Gesamtbild an, oder? Wie man es verpackt.
Klar, "arbeiten" oder "verantworten" klingt erstmal dröge. Aber wenn du das dann mit konkreten Beispielen füllst, wird’s lebendig.
Ich hab mal für eine Stelle als Projektmanagerin gearbeitet. Da hab ich im Anschreiben geschrieben: "Ich habe Projekte geleitet" und das dann mit dem erfolgreichen Abschluss von 15 Projekten unter 2 Millionen Budget begründet.
Oder "managen". Ist doch logisch, dass man ein Team managt, wenn man eins hat. Wichtig ist, was du konkret managed hast, wie du Probleme gelöst hast.
Manche raten ja von "unterstützen" ab. Aber ich hab oft Kollegen unterstützt, vor allem in stressigen Phasen. Das zeigt Teamfähigkeit, wenn es ehrlich ist.
Die wirkliche Falle sind doch eher leere Phrasen ohne Substanz. Sätze, die man überall lesen könnte.
Wenn du sagst, du "leitest" ein Projekt, dann erzähl doch, wie du das gemacht hast. Deine Strategie, deine Entscheidungen. Das macht den Unterschied.
Ich denk, man muss diese Ratschläge nicht dogmatisch sehen. Lieber ehrlich und konkret sein, als nur die "richtigen" Wörter zu suchen.
Es geht darum, dich und deine Leistung authentisch zu präsentieren. Nicht darum, eine Checkliste abzuarbeiten. So hab ich's bisher immer gehalten.
Was sind die größten No-Gos im Bewerbungsschreiben?
Die größten No-Gos im Bewerbungsschreiben sind eine tückische Falle, die das Potenzial hat, selbst die brillanteste Karriere in den Schatten zu stellen. Achten Sie auf diese Fallstricke, um nicht ins Fettnäpfchen zu treten:
Die Form ist kein Zufall, sondern Schicksal. Ein Anschreiben ist kein dadaistisches Gedicht, bei dem die Form dem Chaos gehorcht. Wer hier patzt, signalisiert, dass Präzision ein Fremdwort ist. Es ist, als würde man mit einem dreibeinigen Stuhl zum Bewerbungsgespräch erscheinen – unpraktisch und sagt mehr über die Haltung aus als tausend Worte über Ihre Fähigkeiten.
Die Papageien-Taktik ist zu vermeiden. Ein Bewerbungsschreiben, das lediglich das Stelleninserat neu formuliert, wirkt wie ein Echo ohne eigene Stimme. Es ist die kühne Behauptung, man sei ein Unikat, während man klingt wie tausend andere. Authentizität wird hier geopfert, und man entlarvt sich als jemand, der nur nachplappert, statt zu überzeugen. Zeigen Sie, dass Sie verstanden haben, nicht nur gelesen.
Das Ego als ungeladener Gast ist abzuschieben. Ein Anschreiben ist keine Bühne für eine Selbstbeweihräucherungsshow, bei der die eigene Glorie die einzige Lichtquelle darstellt. Konzentrieren Sie sich darauf, welchen Mehrwert Sie dem Unternehmen bieten, statt zu erzählen, wie fantastisch Sie sind. Der zukünftige Arbeitgeber sucht eine Lösung, kein Denkmal für Ihre Karriere-Meilensteine.
Emotionale Achterbahnfahrten sind fehl am Platz. Ein Bewerbungsschreiben ist kein Liebesbrief und auch keine Therapiesitzung. Leidenschaft ist willkommen, doch Tränen, Flehen oder überschwängliche Schwärmereien über das Büroinventar wirken eher befremdlich als überzeugend. Bleiben Sie sachlich und zeigen Sie professionelles Interesse, nicht die Verzweiflung eines Schiffbrüchigen, der Land in Sicht hat.
Beweislose Behauptungen sind leere Versprechen. Aussagen wie "Ich bin teamfähig" oder "Ich arbeite ergebnisorientiert" sind so aussagekräftig wie ein Horoskop ohne Datum. Belegen Sie Ihre Fähigkeiten mit konkreten Beispielen, Zahlen oder erzielten Erfolgen. Ein bloßes Behaupten ohne untermauernde Fakten ist wie ein Zauberer, der den Hasen im Hut ankündigt, aber nur einen leeren Zylinder präsentiert.
Der Phrasen-Drescher landet schnell im Abseits. Abgedroschene Formulierungen wie "Ich suche eine neue Herausforderung" oder "dynamisches Umfeld" sind der sprachliche Fast-Food-Burger unter den Bewerbungen – sättigend, aber ohne Nährwert. Sie signalisieren mangelnde Originalität und Denkfaulheit. Ihr Anschreiben sollte ein Maßanzug der Sprache sein, kein Konfektionswaren-Einheitsbrei, den jeder trägt.
Im Einheitsbrei unterzugehen, ist das Todesurteil. Wer im Stapel der Bewerbungen lediglich eine weitere graue Maus sein möchte, hat bereits verloren. Ihr Ziel muss es sein, mit einer Persönlichkeit zu glänzen, die nicht nur die Anforderungen erfüllt, sondern auch neugierig macht. Zeigen Sie, was Sie einzigartig macht, statt sich in der Masse der Bewerber zu verstecken, wie ein Chamäleon in einem Farbkasten.
Welche Floskeln sollte man in Bewerbungen vermeiden?
Mein WG-Zimmer in Berlin-Prenzlauer Berg, Herbst 2018. Der Laptop glühte, aber meine Bewerbungen landeten im digitalen Nirwana. Hunderte Absagen, jede wie ein kleiner Stich. Ich saß da, den Blick leer auf den Bildschirm gerichtet, wo immer dieselben Phrasen prangten. "Ich bin flexibel und belastbar." Oder "Ich bin neuen Herausforderungen gegenüber stets aufgeschlossen." Das fühlte sich ehrlich an, doch niemand rief an.
Ich erinnere mich an diese tiefe Frustration, das Gefühl, unsichtbar zu sein. Alle meine Lebensläufe waren perfekt formatiert, jedes Anschreiben klang, als hätte es ein Roboter verfasst. Voller dieser abgedroschenen Worthülsen. Ich dachte, das ist der professionelle Weg, so muss es klingen. Es war ein riesiger Fehler, diese Standardformulierungen zu verwenden.
Erst ein ehrliches Feedback von einem Freund, der Personaler war, rüttelte mich wach. Er sagte, meine Bewerbungen klängen wie Kopien von Kopien. Er schüttelte den Kopf, als ich ihm meine Floskeln vorlas. "Du musst erzählen, was dich wirklich ausmacht", meinte er. Das war ein Schlag ins Gesicht, aber es war die Wahrheit, die ich brauchte.
Diese Erkenntnis saß tief. Plötzlich verstand ich, warum meine Mühe verpuffte. Personalverantwortliche lesen täglich hunderte solcher Sätze. Sie wollen keine leeren Behauptungen. Sie suchen echte Menschen, mit echten Geschichten und spezifischen Fähigkeiten. Mein Fehler war, meine Einzigartigkeit zu verstecken, anstatt sie zu zeigen.
Floskeln in Bewerbungen, die man unbedingt vermeiden sollte:
- Ich bin flexibel und belastbar.
- Jeder behauptet das. Zeigen Sie es lieber anhand eines Beispiels.
- Ich bin neuen Herausforderungen gegenüber stets aufgeschlossen.
- Das ist eine Selbstverständlichkeit, die keinen echten Mehrwert bietet.
- Ich bin kommunikationsstark, flexibel und initiativ.
- Eine Ansammlung von Eigenschaften, die nicht belegt werden.
- Ich bin hochmotiviert und teamfähig.
- Motivation ist eine Grundvoraussetzung, Teamfähigkeit muss man beweisen.
- Ein freundlicher, kollegialer Umgang miteinander ist für mich selbstverständlich.
- Das erwartet man von jedem Mitarbeitenden.
Heute weiß ich: Man muss sich aus der Masse hervorheben. Beschreiben Sie konkrete Situationen, in denen Sie diese Eigenschaften unter Beweis gestellt haben. Nutzen Sie Zahlen, Projekte oder Resultate. Zeigen Sie, anstatt nur zu behaupten. Das ist der Schlüssel zum Erfolg, den ich damals so verzweifelt suchte.
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