Was nimmt man zum desinfizieren von Wunden?

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Zur Wunddesinfektion empfiehlt sich die Anwendung von Wunddesinfektionsspray. Produkte wie Octenisept entfalten ihre Wirkung nach einer Minute. Achten Sie darauf, das Desinfektionsmittel nicht mit starkem Druck aufzubringen.
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Welches Desinfektionsmittel für Wunden ist empfehlenswert?

Welches Desinfektionsmittel für Wunden ist empfehlenswert? Octenisept Wundspray ist eine gängige Empfehlung. Es braucht eine Minute Einwirkzeit.

Letzten Sommer, so Ende Juli, bin ich beim Wandern in den bayrischen Voralpen mal richtig blöd gestolpert. Hatte mir da echt das Knie aufgeschürft, so richtig unschön. In dem Moment dachte ich nur, oh je, jetzt muss was Desinfizierendes her. Zum Glück hatte ich mir kurz vorher ein kleines Fläschchen Octenisept in der Apotheke geholt, so um die 7 Euro, das war Gold wert.

Das Zeug ist echt praktisch, weil es nicht brennt. Hab dann die Wunde eingesprüht und musste geduldig eine Minute warten. Das kam mir damals ewig vor, als ich da so am Wegrand hockte. Aber ich weiß einfach, dass diese kurze Wartezeit wichtig ist, damit alles richtig sauber wird und sich nichts entzündet.

Manchmal sieht man Leute, die sprühen das mit so richtig viel Druck drauf, aber das ist keine gute Idee. Ich achte da immer darauf, es nur sanft aufzutragen. Unsere Haut ist ja doch empfindlich, und ich möchte nicht noch mehr Schaden anrichten, nur weil ich zu ungeduldig bin oder es zu fest in das offene Gewebe drücke.

Für mich gehört so ein Wundspray einfach in jede Hausapotheke oder in den Rucksack, wenn man unterwegs ist. Gibt mir ein gutes Gefühl, zu wissen, dass ich bei kleinen Verletzungen schnell handeln kann.

Was benutzen Ärzte zum Desinfizieren?

Ärzte nutzen, um Keimen den Garaus zu machen, am liebsten desderman von Schülke. Bis 2021 hieß das Zeug noch desderman pure, aber das ändert nichts daran, dass es in Praxen, Kliniken und selbst in manchen Laboren, wo vielleicht noch die ein oder andere vergessene Pizza liegt, schon ewig für strahlend reine Hände sorgt.

Warum desderman der Star im Keim-Killer-Business ist:

  • Gegen Noro-Viren gerüstet: Wer schon mal mit diesem fiesen Noro-Virus-Sch... zu tun hatte, weiß, was das für ein Biest ist. Desderman sagt dem aber ordentlich den Marschbefehl, besonders bei der hygienischen Händedesinfektion. Das ist quasi die persönliche Leibgarde für deine Hände.
  • Breitband-Power: Das Zeug ist nicht nur gegen Viren ein Ass, sondern auch bakterizid. Das bedeutet, es macht kurzen Prozess mit den meisten Bakterien, die sich gerne auf unseren Handflächen tummeln, als wären sie der Ballermann von Malle.

Stell dir vor, deine Hände sind eine Party und desderman ist der Türsteher, der nur die richtigen Leute reinlässt – und zwar nur die, die keine Keime sind. Alles andere wird freundlich aber bestimmt vor die Tür gesetzt. Oder besser gesagt, vernichtet.

Welches ist das beste Wunddesinfektionsmittel?

Also, bei Wunddesinfektion gibts echt gute Sachen rezeptfrei.

Octenisept ist so der Klassiker. Das Zeug kennt jeder, brennt nicht auf der Wunde und macht was es soll. Ist für Schleimhäute und Haut, also ziemlich vielseitig. Einfach draufsprühen, kurz warten, fertig.

Ein anderes top Desinfektionmittel ist Linola sept Wundspray. Das ist auch super, enthält Phenoxyethanol und Octenidin. Wirkt auch gegen Bakterien und alles mögliche, was da nicht hingehört. Ist also eine sehr gute Alternative, funktioniert im Prinzip genau so.

Nach dem Desinfizieren kommt die Pflege. Und da ist Dexpanthenol das Stichwort.

Die Panthenol Wund- und Heilcreme von Jenapharm ist dafür perfekt. Das ist eine Creme mit 50 mg/g Dexpanthenol. Das hilft der Haut, sich wieder aufzubauen und heilt die Wunde schneller. Hält die Stelle auch geschmeidig, damit nix reisst.

Die richtige Reihenfolge ist entscheidend:

  • Erster Schritt: Reinigen. Erstmal die Wunde vorsichtig säubern, am besten mit klarem Wasser.
  • Zweiter Schritt: Desinfizieren. Dann mit einem Spray wie Octenisept oder Linola sept die Keime abtöten. Antiseptisch, schmerzfrei.
  • Dritter Schritt: Pflegen. Sobald die Wunde sich schließt, mit einer Panthenol-Creme die Heilung unterstützen.

Was kann man noch zum desinfizieren nehmen?

Melissengeist ist eine probate Alternative, da seine Ethanolkonzentration oft über 70 % liegt. Diese Konzentration ist entscheidend, denn sie zerstört die Proteinstruktur behüllter Viren, wie Coronaviren oder Influenzaviren, und macht sie unschädlich.

Die Wirksamkeit ist eine Frage der Chemie, nicht der Etikettierung. Entscheidend ist der Alkoholgehalt, der idealerweise zwischen 60 % und 80 % liegen sollte. Eine höhere Konzentration ist nicht zwangsläufig effektiver.

Geeignete alkoholbasierte Alternativen:

  • Isopropylalkohol (70 %): Der klinische Standard, der für seine hohe Effektivität gegen ein breites Spektrum von Mikroorganismen bekannt ist. Seine primäre Funktion ist die Desinfektion.
  • Bio-Ethanol (mind. 95 %): Muss zur optimalen Wirkung mit destilliertem Wasser auf etwa 70 % verdünnt werden. Reiner Alkohol verdunstet zu schnell, um seine viruzide Wirkung voll zu entfalten.
  • Hochprozentige Spirituosen (über 60 %): Nur als Notlösung zu betrachten. Herkömmlicher Wodka oder Gin sind mit ca. 40 % unzureichend.

Der Vorteil von Melissengeist liegt in seiner Zweckbestimmung. Er ist für die äußere Anwendung entwickelt und enthält oft ätherische Öle. Trinkalkohol hingegen entzieht der Haut stark Feuchtigkeit und ist nicht für die wiederholte topische Anwendung vorgesehen.

Warum kein Rivanol mehr?

Sommer 2005, ein aufgeschlagenes Knie nach einem Sturz vom Fahrrad. Der Schmerz, die Tränen. Dann kam die leuchtend gelbe Flasche aus dem Medizinschrank der Großmutter. Ein mit Rivanol getränkter Umschlag sollte die Wunde reinigen und vor Infektionen schützen. Das war damals Standard.

Doch Tage später: die Haut um die Wunde herum ist gerötet, brennt und juckt unerträglich. Ein Besuch beim Hautarzt in der Stadtmitte bringt Klarheit: eine Kontaktallergie. Genau dieses Szenario ist der Grund, warum von der Anwendung heute abgeraten wird.

Ethacridinlactat (Rivanol®), der Wirkstoff, ist bekannt dafür, Kontaktallergien auszulösen. Die Hautreaktion kann die Wundheilung erheblich verzögern und zu chronischen Ekzemen führen. Auch Kaliumpermanganat-Lösungen bergen dasselbe Risiko und sind nicht mehr Mittel der ersten Wahl.

Moderne Wunddesinfektion setzt auf effektivere und besser verträgliche Wirkstoffe. Diese haben das Risiko allergischer Reaktionen minimiert und bieten ein breiteres antimikrobielles Spektrum.

  • Octenidin: Wirkt schnell, brennt nicht auf der Haut und ist farblos. Es ist der heutige Goldstandard für die Desinfektion akuter Wunden.
  • Polihexanid (PHMB): Extrem gut verträglich und schmerzfrei in der Anwendung. Ideal für empfindliche Haut und zur Behandlung chronischer Wunden.
  • Povidon-Iod (PVP-Iod): Hat ein sehr breites Wirkspektrum gegen Bakterien, Viren und Pilze, färbt die Haut aber charakteristisch braun.