Was ist die 5.7 Regel beim Haare schneiden?

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Beim Friseurbesuch entscheidet ein einfacher Wert, ob der Pony verschnitten oder die Mähne gestutzt wird: die 5,7-Zentimeter-Regel. Ist der Abstand zwischen Haaransatz und Schneidepunkt länger, kann man die Haare problemlos kürzen lassen.
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Die 5,7-cm-Regel: Mythos oder hilfreiche Richtlinie beim Haareschneiden?

Immer wieder hört man von der 5,7-Zentimeter-Regel, die angeblich darüber entscheiden soll, ob ein Haarschnitt gelingt oder in einer Katastrophe endet. Doch was steckt wirklich dahinter? Ist dieser Wert tatsächlich ein verlässliches Maß oder doch nur ein weit verbreiteter Mythos?

Die Regel besagt, dass man einen Haarschnitt nur dann gut verkraften kann, wenn der Abstand zwischen Ohrläppchen und Kinn mehr als 5,7 Zentimeter beträgt. Ist dieser Abstand kürzer, so die Theorie, stehen einem kurze Haare weniger gut. Lange Haare würden demnach ein schmales, langes Gesicht optisch strecken und harmonischer wirken lassen.

Tatsächlich basiert die 5,7-cm-Regel auf den Beobachtungen des britischen Star-Friseurs John Frieda. Er stellte fest, dass der Winkel des Unterkiefers einen Einfluss darauf hat, wie gut kurze Haare zu einem Gesicht passen. Ein flacherer Winkel, der mit einem längeren Abstand zwischen Ohrläppchen und Kinn einhergeht, soll demnach kurze Schnitte vorteilhafter erscheinen lassen.

Aber Vorsicht: Die 5,7-cm-Regel ist keine unumstößliche Gesetzmäßigkeit! Sie bietet lediglich eine grobe Orientierungshilfe und kann nicht die individuelle Gesichtsform, Haarstruktur und den persönlichen Stil ersetzen. Ein erfahrener Friseur wird nicht nur diesen Abstand messen, sondern die Gesamtheit der Gesichtszüge, den Haartyp und die gewünschten Styling-Möglichkeiten berücksichtigen.

Faktoren, die neben der 5,7-cm-Regel eine Rolle spielen:

  • Gesichtsform: Oval, rund, herzförmig, eckig – jede Gesichtsform hat ihre eigenen Vorzüge und Herausforderungen. Ein guter Haarschnitt betont die positiven Aspekte und gleicht eventuelle "Schwachstellen" aus.
  • Haarstruktur: Dickes, dünnes, glattes, lockiges oder welliges Haar reagiert unterschiedlich auf Schnitte und Styling. Auch hier ist die Expertise eines Friseurs gefragt.
  • Persönlicher Stil: Der Haarschnitt sollte zum individuellen Stil und zur Persönlichkeit passen. Ob klassisch-elegant, modern-frech oder natürlich-verspielt – der Schnitt muss zum Typ passen.

Fazit: Die 5,7-cm-Regel kann als erster Anhaltspunkt dienen, ob kurze Haare grundsätzlich vorteilhaft wirken könnten. Sie ersetzt jedoch keinesfalls die professionelle Beratung durch einen Friseur. Letztendlich ist die Entscheidung für einen Haarschnitt eine individuelle Angelegenheit und sollte in Absprache mit einem Experten getroffen werden, der alle relevanten Faktoren berücksichtigt. So wird aus dem Haarschnitt kein "Haar-Schnitt", sondern ein echter Erfolg.