Wann sollten Sie keine Haarfärbemittel verwenden?

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Optimal gefärbtes Haar beginnt mit vorbereiteter Kopfhaut. Vermeiden Sie frisch gewaschene Haare – mindestens 24 Stunden Abstand zum letzten Waschen gewährleisten eine bessere Farbannahme und schützen die Kopfhaut. Die natürliche Hautfettproduktion unterstützt den Prozess.
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Wann Sie die Finger von der Haarfärbepackung lassen sollten: Gesunde Kopfhaut, gesundes Ergebnis

Optimal gefärbtes Haar ist mehr als nur die richtige Nuance – es beginnt mit einer gesunden, vorbereiteten Kopfhaut. Ein strahlendes Ergebnis hängt maßgeblich von der Verfassung Ihrer Kopfhaut ab, und unbedachte Färbungen können zu Irritationen, allergischen Reaktionen und langfristigen Haarschäden führen. Deshalb sollten Sie unter bestimmten Umständen unbedingt von einer Haarfarbe absehen.

1. Frisch gewaschenes Haar ist ein No-Go: Der weit verbreitete Tipp, Haare vor dem Färben nicht zu waschen, ist kein Mythos. Mindestens 24 Stunden, besser 48 Stunden, sollten zwischen der letzten Haarwäsche und dem Färben liegen. Der natürliche Hautfettfilm (Sebum) schützt Ihre Kopfhaut vor den chemischen Inhaltsstoffen der Farbe und sorgt gleichzeitig für eine bessere Farbaufname. Frisch gewaschenes Haar ist gereinigt, aber auch empfindlicher und anfälliger für Irritationen.

2. Offene Wunden oder Irritationen: Vermeiden Sie das Färben unbedingt, wenn Ihre Kopfhaut gereizt, entzündet oder offene Wunden aufweist. Die chemischen Substanzen in der Haarfarbe können die Wunden zusätzlich reizen, den Heilungsprozess verzögern und zu starken Schmerzen führen. Warten Sie, bis die Haut vollständig abgeheilt ist.

3. Allergien und Unverträglichkeiten: Ein Allergietest ist kein Luxus, sondern ein Muss! Viele Haarfarben enthalten aggressive Chemikalien, die allergische Reaktionen auslösen können. Führen Sie unbedingt einen Allergietest gemäß den Anweisungen des Herstellers durch, bevor Sie die Farbe auf das gesamte Haar auftragen. Achten Sie auf Symptome wie Juckreiz, Rötungen, Schwellungen oder Brennen. Bei Auftreten von Reaktionen, verzichten Sie auf das Färben und konsultieren Sie einen Arzt. Vorbestehende Allergien, insbesondere gegen bestimmte Inhaltsstoffe (z.B. PPD – Para-Phenylendiamin), machen ein Färben besonders riskant.

4. Kopfhautkrankheiten: Bei Kopfhautkrankheiten wie Schuppen, Psoriasis oder Neurodermitis sollte das Färben unbedingt mit einem Hautarzt abgesprochen werden. Die Chemikalien können den Zustand verschlimmern und zu zusätzlichen Beschwerden führen. Eine Behandlung der Kopfhautkrankheit sollte vorrangig erfolgen.

5. Medikamenteneinnahme: Besprechen Sie Ihr Vorhaben, Ihre Haare zu färben, mit Ihrem Arzt, wenn Sie Medikamente einnehmen, die die Haut sensibilisieren könnten. Die Kombination aus Medikamenten und chemischen Inhaltsstoffen der Haarfarbe kann unerwartete Reaktionen hervorrufen.

6. Schwangerschaft und Stillzeit: Während Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie auf chemische Haarfärbemittel verzichten oder zumindest mit Ihrem Arzt Rücksprache halten. Die Inhaltsstoffe könnten über die Haut aufgenommen werden und potenziell Auswirkungen auf das Ungeborene oder den Säugling haben. Natürliche Alternativen wie Henna sind eine Option, sollten aber ebenfalls vorsichtig angewendet werden.

Eine gesunde Kopfhaut ist die Grundlage für schönes, gefärbtes Haar. Beachten Sie diese Punkte, um Irritationen und allergische Reaktionen zu vermeiden und ein optimales Ergebnis zu erzielen. Bei Unsicherheiten ist die Konsultation eines Arztes oder Friseurs immer empfehlenswert.