Wann sollte man mit dem Tätowieren aufhören?

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Bei bestimmten medizinischen Bedingungen wie Herzproblemen, Diabetes, Hauterkrankungen (z.B. Ekzemen, Schuppenflechte), Immunschwäche oder Blutgerinnungsstörungen ist ärztliche Rücksprache vor einem Tattoo unerlässlich. Auch bei Neigung zu Keloidbildung sollte man von Tattoos absehen.

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Wann sollte man die Tattoo-Nadel ruhen lassen?

Tätowierungen sind eine beliebte Form der Selbstdarstellung. Doch es gibt Zeiten und Umstände, in denen man vom Stechen eines Tattoos Abstand nehmen sollte – sei es vorübergehend oder dauerhaft. Der folgende Artikel beleuchtet verschiedene Situationen, in denen Vorsicht geboten ist und ein Tattoo-Termin verschoben oder ganz abgesagt werden sollte.

Wie bereits erwähnt, spielen gesundheitliche Aspekte eine entscheidende Rolle. Neben den bereits genannten Erkrankungen wie Herzproblemen, Diabetes, Hauterkrankungen (Ekzeme, Psoriasis), Immunschwäche und Blutgerinnungsstörungen, gibt es weitere Faktoren, die ein Tattoo riskant machen können:

  • Akute Infektionen: Erkältungen, Grippe oder andere Infektionen schwächen das Immunsystem. Ein Tattoo setzt den Körper zusätzlichem Stress aus und kann die Heilung erschweren. Warten Sie, bis Sie vollständig genesen sind.
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Während der Schwangerschaft und Stillzeit verändert sich der Hormonhaushalt. Das Risiko von Komplikationen, wie Infektionen oder allergischen Reaktionen, ist erhöht. Zudem kann die gedehnte Haut das Tattoo-Motiv später verzerren. Aus diesen Gründen wird generell vom Tätowieren in dieser Zeit abgeraten.
  • Medikamenteneinnahme: Bestimmte Medikamente, wie z.B. blutverdünnende Mittel oder Kortison, können die Blutgerinnung beeinflussen und die Heilung beeinträchtigen. Besprechen Sie die Medikamenteneinnahme unbedingt mit Ihrem Tätowierer und Ihrem Arzt.
  • Sonnenbrand: Verzichten Sie auf ein Tattoo auf sonnenverbrannter Haut. Die Haut ist gereizt und empfindlich, was den Tätowiervorgang schmerzhafter macht und das Infektionsrisiko erhöht. Warten Sie, bis die Haut vollständig abgeheilt ist.
  • Alkohol- und Drogenkonsum: Alkohol und Drogen verdünnen das Blut und können zu verstärkter Blutung während des Tätowierens führen. Zudem beeinflussen sie das Schmerzempfinden und die Entscheidungsfähigkeit. Ein Tattoo sollte niemals unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen gestochen werden.

Neben den medizinischen Gründen gibt es auch situative Faktoren, die gegen ein Tattoo sprechen:

  • Wichtige Ereignisse: Stehen wichtige Termine oder Ereignisse bevor, bei denen ein frisch gestochenes Tattoo stören könnte (z.B. Hochzeit, Bewerbungsgespräch, Urlaub am Strand), sollte der Tattoo-Termin verschoben werden.
  • Spontane Entscheidungen: Ein Tattoo ist eine Entscheidung fürs Leben. Überstürzen Sie nichts! Nehmen Sie sich Zeit für die Motivwahl und die Auswahl eines seriösen Tattoo-Studios.
  • Preisdruck: Lassen Sie sich nicht von Billigangeboten locken. Ein gutes Tattoo hat seinen Preis. Die Gesundheit und die Qualität der Arbeit sollten im Vordergrund stehen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Ein Tattoo sollte gut überlegt und geplant sein. Achten Sie auf Ihre Gesundheit und wählen Sie ein seriöses Tattoo-Studio. Im Zweifelsfall konsultieren Sie Ihren Arzt oder Ihren Tätowierer. Nur so können Sie sicher sein, dass Ihr Tattoo-Erlebnis positiv und komplikationslos verläuft.