Wann sollte man keinen Blutdruckmessen?
Wann sollte man den Blutdruck NICHT messen? Die Bedeutung einer korrekten Messtechnik
Die regelmäßige Blutdruckmessung ist ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsvorsorge. Doch ein korrekt gemessener Wert setzt die Einhaltung bestimmter Voraussetzungen voraus. Eine fehlerhafte Messung kann zu falschen Diagnosen und somit zu einer inadäquaten Behandlung führen. Deshalb ist es ebenso wichtig zu wissen, wann man den Blutdruck nicht messen sollte, wie wann man es tun sollte.
Absolute Kontraindikationen für die Blutdruckmessung am Arm:
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Offene Wunden oder Verletzungen am Arm: Eine offene Wunde am Messarm kann zu einer Infektion führen oder die Genauigkeit der Messung beeinträchtigen. Das Manchettendruck kann die Wunde reizen und zu Blutungen führen. Die Messung sollte an einem anderen, unversehrten Arm durchgeführt werden, oder, falls dies nicht möglich ist, ganz unterbleiben und ein Arzt konsultiert werden.
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Frische Lymphknotenentfernung oder Lymphödem: Eine Lymphknotenentfernung im Arm beeinträchtigt den Lymphabfluss und kann zu Schwellungen (Lymphödem) führen. Die Blutdruckmessung am betroffenen Arm kann die Schwellung verstärken und zu Schmerzen oder Komplikationen führen. Auch hier ist eine Messung am anderen Arm oder der Verzicht auf die Messung empfehlenswert, bis der Arzt die Durchführung einer Messung erlaubt.
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Neurologische Ausfälle am Arm: Lähmungen, Taubheitsgefühle oder andere neurologische Defizite am Messarm können die Messergebnisse verfälschen und die Messung unangenehm oder sogar schmerzhaft machen. Eine Messung sollte in diesem Fall unbedingt unterbleiben und ärztlicher Rat eingeholt werden.
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Vorhandensein von Gefäßzugängen (z.B. Shunts, Fisteln): Eine Blutdruckmessung am Arm mit einem Gefäßzugang kann diesen beschädigen und zu ernsthaften Komplikationen führen. Die Messung ist hier absolut kontraindiziert. Alternativ kann der Blutdruck an einer anderen Körperstelle (z.B. am Bein) gemessen werden, jedoch nur nach Rücksprache mit dem Arzt.
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Akute Erkrankung des Armes: Bei akuten Entzündungen, Thrombosen oder anderen Erkrankungen des Armes sollte die Blutdruckmessung am betroffenen Arm vermieden werden, um weitere Beschwerden zu vermeiden. Ein Arzt sollte konsultiert werden, um die Ursache der Erkrankung abzuklären und die geeignete Vorgehensweise zu bestimmen.
Relative Kontraindikationen:
In einigen Fällen ist die Blutdruckmessung am Arm zwar möglich, jedoch sollten besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Dazu gehören beispielsweise:
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Sehr schlanke oder adipöse Patienten: Bei sehr schlanken Patienten kann die Manschette zu eng sitzen, bei adipösen Patienten zu locker. Eine sorgfältige Auswahl der Manschettengröße ist essentiell.
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Arme mit Narben: Alte, gut verheilte Narben stellen in der Regel kein Problem dar. Frische oder stark ausgeprägte Narben können jedoch die Messung beeinflussen.
Fazit:
Eine korrekte Blutdruckmessung ist entscheidend für eine zuverlässige Diagnose und Behandlung. Die Kenntnis der Kontraindikationen und die Berücksichtigung der relativen Einschränkungen tragen maßgeblich zur Genauigkeit der Messung bei und schützen den Patienten vor möglichen Komplikationen. Im Zweifel sollte immer ein Arzt konsultiert werden.
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