Wann beißt die Scholle am besten?

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Die beste Scholle-Fangzeit liegt im Mai bis Juli. Dann beissen die größten Exemplare an unseren Küsten am besten. Im Winterhalbjahr halten sich die Fische tiefer im Wasser auf.
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Die Scholle an der Angel: Wann der Biss am besten sitzt

Die Scholle, ein beliebter Speisefisch mit ihrem zarten, weißen Fleisch, erfreut sich bei Anglern großer Beliebtheit. Doch wann lässt sich dieser flache Meeresbewohner am besten überlisten? Die oft zitierte Aussage "Mai bis Juli ist die beste Zeit" ist zwar ein guter Anhaltspunkt, greift aber zu kurz. Die optimale Fangzeit hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die weit über den bloßen Kalendermonat hinausgehen.

Saisonale Einflüsse: Mehr als nur die Sommermonate

Während die Monate Mai bis Juli tatsächlich eine Hochphase des Schollenfangs darstellen, ist der Grund dafür nicht allein die Wassertemperatur. In dieser Zeit laichen die Schollen zwar größtenteils, doch konzentriert sich der Biss nicht nur auf die Laichzeit. Vielmehr spielt die Verfügbarkeit von Nahrung eine entscheidende Rolle. Im Frühling und Frühsommer findet ein deutlicher Anstieg des Nahrungsangebots statt, was die Schollen aktiver und beißfreudiger macht. Kleinere Schollen sind dann ebenfalls in größerer Zahl präsent und bieten den Anglern abwechslungsreiche Fänge.

Wassertemperatur und Strömung: Unsichtbare Einflussfaktoren

Die Wassertemperatur ist ein entscheidender Faktor. Während die Schollen im Winter in tiefere, wärmere Wasserschichten abtauchen, steigen sie im Frühjahr und Sommer in küstennahe, flachere Gewässer auf. Hier finden sie optimale Nahrungsbedingungen und die für die Fortpflanzung geeigneten Laichplätze. Starke Strömungen können den Biss jedoch negativ beeinflussen, da sie die Schollen an ihren bevorzugten Standorten verdrängen können. Ein ruhiges, klares Wasser ist daher ideal.

Tageszeit und Wetter: Die Rolle der subtilen Einflüsse

Auch die Tageszeit spielt eine Rolle. Während die Schollen oft in den frühen Morgen- und Abendstunden aktiv sind, kann sich dies je nach Wetterlage und Mondphase ändern. Sonnige, windstille Tage mit einsetzender Dämmerung bieten oft die besten Voraussetzungen. Starker Wind und Regen hingegen können den Biss deutlich reduzieren. Die Mondphasen, insbesondere der Vollmond, sollen ebenfalls einen Einfluss auf das Beißverhalten haben, wobei wissenschaftliche Belege hierfür noch umstritten sind.

Standortwahl: Das A und O des erfolgreichen Schollenfangs

Die Wahl des Angelplatzes ist von entscheidender Bedeutung. Sandige oder schlickige Böden in Küstennähe, insbesondere in der Nähe von Untiefen und Strömungsrändern, sind bevorzugte Aufenthaltsorte der Schollen. Die Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten und die Beobachtung des Verhaltens anderer Angler sind unerlässlich für den Erfolg.

Fazit: Kein Rezept, sondern Erfahrung

Letztendlich lässt sich die Frage nach der besten Scholle-Fangzeit nicht mit einem einfachen Zeitfenster beantworten. Die Kombination aus Jahreszeit, Wassertemperatur, Strömung, Tageszeit, Wetter und dem gewählten Angelplatz bestimmt den Erfolg. Erfahrung, Beobachtung und die Anpassung der Angeltechnik an die jeweiligen Bedingungen sind der Schlüssel zum erfolgreichen Schollenfang. Die Monate Mai bis Juli bieten zwar gute Chancen, doch auch außerhalb dieser Periode können erfahrene Angler mit etwas Glück und Geschick schöne Schollen an Land ziehen.