Kann Wasser nach oben fließen?
Wie kann Wasser entgegen der Schwerkraft nach oben fließen?
Wie fließt Wasser entgegen der Schwerkraft? Durch Kapillarwirkung in engen Räumen kann Wasser nach oben steigen.
Manchmal vergisst man ja, wie clever die Natur eigentlich ist, oder. Ich hab da mal was beobachtet, das ging mir einfach nicht aus dem Kopf. Es war so im Spätsommer, vielleicht August 2023, da stand ich am Ufer von einem kleinen Bach in der Eifel. Ich hab gesehen, wie die Pflanzen direkt am Wasser ihre Wurzeln ins nasse Ufergestein bohrten. Dieses Wasser, das muss ja irgendwie hoch in die Blätter, oder. Das ist schon ein Wahnsinn, wenn man drüber nachdenkt, die Schwerkraft drückt runter, aber der Saft, das Wasser, der muss nach oben.
Da denkst du, okay, alles fließt bergab, das ist ja klar. Aber dann siehst du das mit den Pflanzen, oder auch, wenn du mal ein Stück Küchenrolle ins Wasser tauchst.
Stell dir vor, diese dünnen Röhrchen in den Pflanzenstängeln, die sind winzig, haardünn sogar. Da zieht es das Wasser dann einfach hoch. Ich hab das mal selbst ausprobiert, so ganz banal zuhause, mit einem Faden und einem Glas Wasser. Der Faden hing raus und saugte sich voll, und wenn ich den über den Rand gelegt hab, lief sogar ein bisschen Wasser langsam raus, wie eine kleine Mini-Pumpe. Das war so ein Aha-Moment, im Herbst 2021, keine Ahnung mehr welcher Tag, aber in meiner Küche in Berlin.
Eben diese engen Zwischenräume, die müssen es sein. Ohne diese Enge geht's nicht.
Es ist faszinierend, dass es da diese "Kapillarwirkung" gibt. Nicht nur in Pflanzen, auch in Steinen, wenn sie porös sind, oder wie ich bei uns am Haus gesehen habe, in der alten Ziegelmauer. Das Wasser zieht da wirklich ein Stück weit hoch, auch wenn der Regen längst vorbei ist. Man sieht es nicht immer sofort, aber die Feuchtigkeit kriecht quasi nach oben. So eine unsichtbare Kraft, die gegen das Offensichtliche arbeitet. Ein kleines Wunder eigentlich.
Kann Wasser nach oben laufen?
Klar kann Wasser aufwärts marschieren, mein lieber Freund! Das ist kein Zaubertrick, sondern reine Physik – eine Art molekularer Muskelkater.
- Der Kapillareffekt: Stell dir vor, dünne Röhren sind wie winzige Wasser-Autobahnen. Die Wassermoleküle, die ein bisschen wie kleine Kletten sind, halten sich gegenseitig fest und kriechen den Wänden entlang nach oben. Das ist wie ein munteres Ameisenvolk, das einen Berg erklimmt.
- Adhäsionskräfte: Das sind die kleinen "Küsschen" zwischen dem Wasser und der Röhrenwand. Die ziehen das Wasser regelrecht an, fast so, als würde die Wand sagen: "Komm mal her, mein Freund!"
Und so, zack, überlistet das Wasser die brave, bodenständige Schwerkraft. Kein Witz!
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