Kann man auf einem 60hz Monitor 120 FPS haben?

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Ein 60Hz-Monitor kann Bildraten über 60 FPS empfangen, jedoch nicht darstellen. Obwohl das Spiel mit 120 FPS läuft, zeigt der Monitor weiterhin nur 60 Bilder pro Sekunde. Die zusätzlichen Frames gehen verloren und der Spieler sieht keine flüssigere Bewegung als die nativen 60Hz des Monitors erlauben.
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Kann man auf einem 60Hz Monitor 120 FPS haben? Ein Blick auf Realität und Wahrnehmung

Die Frage, ob man auf einem 60Hz Monitor tatsächlich 120 FPS (Frames per Second, Bilder pro Sekunde) nutzen kann, beschäftigt viele Gamer und PC-Enthusiasten. Die kurze Antwort lautet: Ja, das Spiel kann mit 120 FPS laufen, aber Nein, der Monitor wird diese nicht anzeigen.

Um das besser zu verstehen, muss man die Funktionsweise von Monitor und Grafikkarte genauer betrachten:

Was bedeutet Hz und FPS?

  • Hz (Hertz): Die Hertz-Zahl eines Monitors gibt an, wie oft pro Sekunde das Bild auf dem Bildschirm aktualisiert wird. Ein 60Hz Monitor aktualisiert das Bild also 60 Mal pro Sekunde.
  • FPS (Frames Per Second): Die FPS-Zahl gibt an, wie viele Einzelbilder die Grafikkarte pro Sekunde berechnet und an den Monitor sendet.

Das Problem: Die Grenze des Monitors

Auch wenn die Grafikkarte 120 Bilder pro Sekunde erzeugt, kann ein 60Hz Monitor nur maximal 60 dieser Bilder tatsächlich darstellen. Die restlichen 60 Bilder werden im Grunde genommen "übersprungen" oder "verworfen". Der Monitor ist schlichtweg nicht in der Lage, die zusätzlichen Informationen zu verarbeiten und anzuzeigen.

Was passiert, wenn die FPS höher ist als die Hz-Zahl?

Obwohl die zusätzlichen Frames nicht sichtbar sind, können sie dennoch eine indirekte Auswirkung haben:

  • Reduzierter Input Lag: Selbst wenn der Monitor nur 60 Bilder pro Sekunde anzeigt, kann eine höhere FPS-Zahl den Input Lag (die Verzögerung zwischen Eingabe und Reaktion auf dem Bildschirm) verringern. Das liegt daran, dass die Grafikkarte schneller neue Bilder berechnet und diese an den Monitor sendet. Der Monitor wählt dann das aktuellste, für ihn verfügbare Bild aus.
  • Tearing: Wenn die Grafikkarte schneller Bilder erzeugt als der Monitor darstellen kann, kann es zu "Tearing" kommen. Tearing äußert sich durch horizontale Risse im Bild, da der Monitor während einer Aktualisierung mehrere Frames gleichzeitig anzeigt.
  • Potenzielle Vorteile für FreeSync/G-Sync: Technologien wie FreeSync (AMD) und G-Sync (NVIDIA) versuchen, die Bildausgabe der Grafikkarte mit der Aktualisierungsrate des Monitors zu synchronisieren. In bestimmten Fällen, insbesondere bei FPS-Zahlen nahe der maximalen Hz-Zahl des Monitors, können diese Technologien von einer höheren FPS-Ausgabe profitieren und das Tearing minimieren, auch wenn der Monitor nur 60Hz hat.

Fazit: Sinnvoll oder nicht?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein 60Hz Monitor die Vorteile von 120 FPS nicht vollständig ausspielen kann. Man sieht letztendlich nur 60 Bilder pro Sekunde. Allerdings kann eine höhere FPS-Zahl den Input Lag reduzieren und somit indirekt das Spielerlebnis verbessern.

Ob es sich lohnt, auf einem 60Hz Monitor auf 120 FPS zu zielen, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Art des Spiels: Bei schnellen, kompetitiven Spielen wie Shootern kann der reduzierte Input Lag einen Vorteil bringen.
  • Leistung des PCs: Wenn der PC ohne Weiteres 120 FPS in den gewünschten Spielen erreicht, spricht wenig dagegen, dies auch zu tun.
  • Persönliche Präferenz: Manche Spieler bemerken den Unterschied im Input Lag deutlicher als andere.

Letztendlich ist die beste Lösung für ein flüssigeres Spielerlebnis ein Monitor mit einer höheren Bildwiederholfrequenz (z.B. 144Hz oder 240Hz), der die tatsächlich erzeugten FPS auch darstellen kann. Wer jedoch an seinem 60Hz Monitor festhalten möchte, kann von einer höheren FPS-Zahl zumindest indirekt profitieren.