Welche Uhrzeit wird man braun?
Die Jagd nach der Bräune: Wann knallt die Sonne am stärksten?
Der Sommer lockt, die Haut dürstet nach Sonne und der Wunsch nach einem goldenen Teint ist groß. Doch wann genau legt man sich am besten auf die Liege, um die maximale Bräunung zu erreichen? Die landläufige Meinung, mittags in der prallen Sonne zu brutzeln, sei der schnellste Weg zum Erfolg, ist ein gefährlicher Irrglaube. Es gibt keine feste Uhrzeit, zu der man braun wird, denn die Bräunung ist ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Zentral ist dabei die Intensität der UV-Strahlung, und diese ist nicht statisch.
Die UV-Strahlung, die für die Bräunung – und leider auch für Hautschäden – verantwortlich ist, erreicht ihren Höhepunkt, wenn die Sonne am höchsten steht. Das ist in der Regel zwischen 10 und 16 Uhr der Fall. In diesem Zeitraum trifft die Sonnenstrahlung nahezu senkrecht auf die Erde und muss einen kürzeren Weg durch die Atmosphäre zurücklegen. Dadurch wird weniger UV-Strahlung absorbiert oder gestreut, und die Intensität auf der Erdoberfläche ist am größten. Das bedeutet jedoch nicht, dass man sich in diesen Stunden ungeschützt der Sonne aussetzen sollte. Im Gegenteil: Gerade dann ist das Risiko für Sonnenbrand und langfristige Hautschäden am höchsten.
Neben der Tageszeit spielen weitere Faktoren eine entscheidende Rolle für die Intensität der UV-Strahlung und damit für die Bräunung. Der Hauttyp ist hierbei von besonderer Bedeutung. Hellhäutige Menschen produzieren weniger Melanin, das die Haut vor UV-Strahlung schützt, und sind daher deutlich anfälliger für Sonnenbrand. Sie benötigen einen höheren Lichtschutzfaktor und sollten die Mittagssonne meiden. Dunkelhäutige Menschen hingegen haben von Natur aus einen höheren Melaningehalt und sind besser geschützt.
Auch die Jahreszeit beeinflusst die UV-Strahlung. Im Sommer, wenn die Tage länger sind und die Sonne höher steht, ist die Strahlung intensiver als im Winter. Der Breitengrad spielt ebenfalls eine Rolle: Je näher man sich am Äquator befindet, desto intensiver ist die Sonneneinstrahlung. Und selbst die Bewölkung kann trügerisch sein. Auch wenn die Sonne nicht direkt scheint, kann ein erheblicher Teil der UV-Strahlung die Wolken durchdringen und die Haut schädigen.
Die vermeintliche beste Zeit zum Bräunen existiert also nicht. Vielmehr geht es darum, die Sonnenexposition verantwortungsvoll zu gestalten und die Haut vor den schädlichen Auswirkungen der UV-Strahlung zu schützen. Ein ausreichender Lichtschutzfaktor, angepasste Kleidung und das Meiden der intensiven Mittagssonne sind essentiell, um Sonnenbrand und langfristige Hautschäden wie vorzeitige Hautalterung und Hautkrebs zu vermeiden.
Den Wunsch nach einem gebräunten Teint sollte man daher nicht über die Gesundheit der Haut stellen. Eine gesunde Bräune entwickelt sich langsam und gleichmäßig über einen längeren Zeitraum mit moderater Sonnenexposition und konsequentem Sonnenschutz. Vergessen Sie nie: Ein Sonnenbrand ist ein Zeichen für eine Hautschädigung, die man unbedingt vermeiden sollte. Genießen Sie die Sonne verantwortungsvoll und schützen Sie Ihre Haut – denn gesunde Haut ist schöne Haut.
#Bräunung#Sonnenbrand#UhrzeitKommentar zur Antwort:
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