Kann man Duschgel als Waschmittel nehmen?

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In Notfällen können Duschgel oder Shampoo als Waschmittelersatz dienen, besonders bei Handwäsche. Bei Maschinenwäsche ist Vorsicht geboten: Maximal drei Esslöffel genügen, um übermäßiges Schäumen zu vermeiden. Diese Alternativen sind jedoch nicht ideal und sollten nur vorübergehend eingesetzt werden.
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Duschgel als Waschmittel? Ein Notfallplan mit Grenzen

Die Waschmaschine streikt, der Waschmittelvorrat ist erschöpft und die Wäsche türmt sich? In solchen Notlagen drängt sich die Frage auf: Kann man Duschgel oder Shampoo als Waschmittelersatz verwenden? Die kurze Antwort lautet: Ja, aber nur unter bestimmten Bedingungen und mit Einschränkungen.

Der Griff zum Duschgel oder Shampoo im Notfall ist verständlich. Beide Produkte enthalten Tenside, die Schmutz lösen und abtransportieren. Bei der Handwäsche kleinerer Kleidungsstücke, wie z.B. Unterwäsche oder Socken, kann eine geringe Menge Duschgel durchaus helfen, den Schmutz zu entfernen. Hierbei sollte man sparsam vorgehen und das Kleidungsstück gründlich ausspülen, um Rückstände zu vermeiden. Ein zu hoher Anteil an Duft- und Pflegezusätzen kann die Haut reizen oder Allergien auslösen, wenn die Wäsche nicht ausreichend gespült wird.

Anders sieht es bei der Verwendung in der Waschmaschine aus. Hier ist äußerste Vorsicht geboten. Die in Duschgel und Shampoo enthaltenen Tenside sind anders zusammengesetzt als die in Waschmitteln enthaltenen. Sie erzeugen im Vergleich zu Waschmitteln deutlich mehr Schaum, was die Waschmaschine überfordern und zu Schäden führen kann. Eine Verwendung in der Waschmaschine sollte daher nur als absolute Ausnahme betrachtet werden und auf maximal drei Esslöffel beschränkt bleiben. Selbst dann ist die Waschwirkung deutlich geringer als bei herkömmlichen Waschmitteln und die Reinigungswirkung bei stark verschmutzten Textilien fragwürdig. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich Rückstände im Gewebe festsetzen und die Waschmaschine beschädigen.

Fazit: Duschgel und Shampoo sind keine idealen Waschmittelersatzstoffe. Sie können im Notfall für die Handwäsche kleinerer Kleidungsstücke verwendet werden, sollten aber sparsam eingesetzt und gründlich ausgespült werden. Für die Maschinenwäsche sind sie nur in absoluten Ausnahmefällen und in minimalen Mengen geeignet. Eine langfristige Nutzung als Waschmittelersatz ist aufgrund der unterschiedlichen Zusammensetzung und der damit verbundenen Risiken nicht empfehlenswert. Im Zweifelsfall ist es besser, auf Alternativen wie spezielle Waschmittel für Handwäsche zurückzugreifen oder den nächsten Supermarkt aufzusuchen. Die Schädigung der Waschmaschine oder der Textilien durch unsachgemäße Verwendung kann teurer werden als der Kauf eines neuen Waschmittels.