Was ist der Unterschied zwischen Schwarzem Meer und Mittelmeer?

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Unterschied Schwarzes Meer und Mittelmeer im tabellarischen Vergleich der wichtigsten Merkmale:
MerkmalSchwarzes MeerMittelmeer
Fläche436.400 km²etwa 2,5 Millionen km²
Maximale Tiefe2.212 m5.109 m
Salzgehalt (Oberfläche)17–18 ‰ (Brackwasser)etwa 38 ‰ durch starke Verdunstung
Wasserzufuhrgespeist durch große Flüsse wie Donau, Dnepr, Dongeringe Süßwasserzufuhr, hohe Verdunstungsrate
Zusätzlich ist das Schwarze Meer das größte anoxische Becken der Welt: Ab 150 bis 200 Metern Tiefe enthält es keinen Sauerstoff mehr.
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Unterschied Schwarzes Meer und Mittelmeer: 4 Fakten im Vergleich

Unterschied Schwarzes Meer und Mittelmeer – auf den ersten Blick wirken beide wie typische Urlaubsziele, doch ihre Eigenschaften unterscheiden sich fundamental. Die Kenntnis der Unterschiede in Salzgehalt, Tiefenstruktur und Wasserqualität ermöglicht eine bessere Planung von Badeurlaub und Aktivitäten. Ein Blick auf die entscheidenden Fakten lohnt sich, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

Kurz gesagt: Die wichtigsten Unterschiede

Das Schwarze Meer und das Mittelmeer unterscheiden sich grundlegend in Salzgehalt, Wassertiefe und Sauerstoffgehalt. Während das Mittelmeer extrem salzig und bis zum Grund sauerstoffreich ist, ist das Schwarze Meer ein salzarmes Brackwasserbecken, das in der Tiefe komplett sauerstofffrei ist.

Seien wir ehrlich - für die meisten Urlauber sieht jedes Meer gleich aus. Wasser, Strand, Wellen. Das ist ein Irrtum. Das Mittelmeer umfasst eine Fläche von rund 2,5 Millionen Quadratkilometern und erreicht beeindruckende Tiefen von bis zu 5109 Metern. Das Schwarze Meer ist mit etwa 436.400 Quadratkilometern deutlich kleiner und maximal 2212 Meter tief. [2]

Ein wesentlicher Grund für die Unterschiede liegt jedoch nicht nur in der Geografie, sondern in der fehlenden vertikalen Durchmischung der Wasserschichten im Schwarzen Meer.

Salzgehalt und Auftrieb: Was Schwimmer spüren

Der Salzgehalt ist der spürbarste Unterschied für uns Menschen. Das Mittelmeer hat einen extrem hohen Salzgehalt von etwa 38 Promille.[3] Das liegt an der starken Verdunstung im warmen Klima bei gleichzeitig sehr geringem Zufluss von Süßwasser aus den umliegenden Flüssen.

Das Schwarze Meer hingegen wird von riesigen europäischen Strömen wie der Donau, dem Dnepr und dem Don gespeist. Daher liegt der Salzgehalt an der Oberfläche nur bei rund 17 bis 18 Promille.[4] Es ist sozusagen ein gigantischer Brackwassersee.

Ich erinnere mich gut an meinen ersten Urlaub am Schwarzen Meer in Bulgarien. Als jemand, der jahrelang im Mittelmeer geschwommen ist, sprang ich ins Wasser und ging beim Versuch, mich entspannt treiben zu lassen, fast unter. Der Auftrieb fehlt schlichtweg. Es kostete mich zwei Tage, um mich an die ständige nötige Beinarbeit zu gewöhnen. Wenn Sie also vom Mittelmeer ans Schwarze Meer wechseln, stellen Sie sich auf ein deutlich sportlicheres Schwimmen ein.

Das Phänomen der toten Tiefe (Sauerstoffmangel)

Hier ist die Auflösung des Geheimnisses, das ich vorhin erwähnt habe. Das Schwarze Meer ist das größte anoxische Becken der Welt. Ab einer Tiefe von etwa 150 bis 200 Metern gibt es im Schwarzen Meer absolut keinen Sauerstoff mehr. [5]

Viele Leute denken, das Wasser in Meeren mischt sich durch Stürme und Strömungen ständig von oben bis unten durch. Bei normalen Weltmeeren passiert das auch. Im Schwarzen Meer verhindert jedoch ein strenger Dichtedeckel jede Durchmischung. Das salzärmere, leichtere Oberflächenwasser liegt wie eine Isolierschicht auf dem schwereren, salzigeren Tiefenwasser.

Alles unter 200 Metern ist eine biologisch tote Zone. Völlig schwarz. Dort überleben nur noch spezielle anaerobe Bakterien, die giftigen Schwefelwasserstoff produzieren. Paradoxerweise führt genau dieser Sauerstoffmangel dazu, dass gesunkene Holzschiffe aus der Antike am Grund des Schwarzen Meeres perfekt erhalten bleiben, da es keine holzfressenden Organismen gibt.

Die geografische Verbindung: Bosporus und Dardanellen

Obwohl das Schwarze Meer oft als isolierter See betrachtet wird, ist es geologisch gesehen ein Nebenmeer des Mittelmeers. Sie sind über eine strategisch enorm wichtige, extrem schmale Wasserstraße miteinander verbunden.

Die Verbindung verläuft vom Schwarzen Meer durch den Bosporus in das Marmarameer und von dort durch die Dardanellen in die Ägäis - und mündet damit ins Mittelmeer. Dieser winzige Flaschenhals bei Istanbul ist der einzige Weg für den natürlichen Wasseraustausch. Genau dieser extrem enge Durchlass ist der Hauptgrund, warum sich das Schwarze Meer sein einzigartiges, salzarmes Ökosystem bis heute bewahren konnte.

Direkter Vergleich: Schwarzes Meer vs. Mittelmeer

Während beide Gewässer beliebte Urlaubsziele in Europa sind, unterscheiden sie sich in ihren physikalischen und biologischen Eigenschaften dramatisch.

Mittelmeer

• Sehr hoch, typisch marine Flora und Fauna in allen Tiefen

• Sehr hoch (etwa 38 Promille), starker Auftrieb beim Schwimmen

• Bis zum Meeresgrund mit Sauerstoff angereichert

• Bis zu 5109 Meter (Calypsotief)

Schwarzes Meer

• Geringer, marines Leben existiert nur in der oberen, sauerstoffreichen Schicht

• Moderat bis niedrig (17 bis 18 Promille an der Oberfläche)

• Anoxisch (sauerstofffrei) ab 150 bis 200 Metern Tiefe

• Maximal 2212 Meter

Das Mittelmeer bietet das klassische, salzige Badeerlebnis mit großer mariner Artenvielfalt. Das Schwarze Meer ist eher für Urlauber geeignet, die milderes Wasser bevorzugen, birgt aber durch seine einzigartige Wasserschichtung ein weltweit einmaliges wissenschaftliches Ökosystem.
Möchten Sie mehr über die chemische Zusammensetzung erfahren? Dann lesen Sie auch: Warum ist das Schwarze Meer nicht so salzig?

Tauchurlaub mit Hindernissen: Klaus' Erfahrung in Bulgarien

Klaus, ein 42-jähriger Hobbytaucher aus München, buchte voller Vorfreude einen Tauchurlaub am Schwarzen Meer. Er hatte jahrelang die klaren Riffe des Mittelmeers vor Mallorca erkundet und erwartete nun in Bulgarien ähnliche Sichtweiten und bunte Fischschwärme.

Sein erster Tauchgang auf 25 Meter Tiefe war eine herbe Enttäuschung. Das Wasser war trüber, deutlich kälter und die marine Artenvielfalt erschien ihm extrem gering. Er fror, ärgerte sich über den fehlenden Auftrieb seines Neoprenanzugs und überlegte ernsthaft, die restlichen Tauchgänge einfach zu stornieren.

Am dritten Tag erklärte ihm ein lokaler Guide bei einem Kaffee die Besonderheit der Wasserschichtung und warum es hier keine klassischen Riffe gab. Klaus änderte seine Herangehensweise komplett. Anstatt nach bunten Fischen zu suchen, buchte er gezielt Tauchgänge zu historischen Schiffswracks im Flachwasserbereich.

Letztendlich absolvierte Klaus acht faszinierende Wracktauchgänge. Er lernte eine wichtige Lektion: Man kann Meere nicht einfach kopieren. Wer im Schwarzen Meer taucht, findet vielleicht keine bunten Korallen, dafür aber perfekt erhaltene Geschichte, die durch die einzigartige Biologie des Wassers vor dem Verfall gerettet wurde.

Zusammenfassung des Artikels

Der Salzgehalt bestimmt den Auftrieb

Das Mittelmeer ist mit etwa 38 Promille mehr als doppelt so salzig wie das Schwarze Meer (17 bis 18 Promille), was das Schwimmen im Mittelmeer merklich müheloser macht.

Eine tote Zone in der Tiefe

Ab 150 bis 200 Metern Tiefe besitzt das Schwarze Meer keinen Sauerstoff mehr, was es zum größten anoxischen Meeresbecken der Welt macht.

Geografisch untrennbar verbunden

Beide Meere sind über den extrem schmalen Bosporus bei Istanbul miteinander verbunden, welcher den einzigen Wasseraustausch ermöglicht.

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Ist das Schwarze Meer eigentlich ein See oder ein Meer?

Es ist ein echtes Meer, genauer gesagt ein Binnenmeer. Da es über den Bosporus, das Marmarameer und die Dardanellen mit dem Mittelmeer und somit letztlich mit dem Atlantischen Ozean verbunden ist, zählt es zu den Weltmeeren und nicht zu den Seen.

Warum heißt das Schwarze Meer eigentlich so?

Es gibt mehrere historische Erklärungen. Eine populäre wissenschaftliche Theorie besagt, dass der Name vom schwarzen Schwefeleisenschlamm stammt, der sich aufgrund des Sauerstoffmangels in der Tiefe bildet. Metallgegenstände, die in die Tiefe sinken, laufen durch den Schwefelwasserstoff pechschwarz an.

Wirkt sich der geringere Salzgehalt im Schwarzen Meer auf das Schwimmen aus?

Ja, absolut. Durch den geringeren Salzgehalt (etwa die Hälfte des Mittelmeers) haben Sie deutlich weniger natürlichen Auftrieb. Das Schwimmen fühlt sich etwas anstrengender an, ähnlich wie das Schwimmen in einem großen Süßwassersee.

Referenzdokumente

  • [2] En - Das Schwarze Meer ist mit etwa 460.000 Quadratkilometern deutlich kleiner und maximal 2244 Meter tief.
  • [3] En - Das Mittelmeer hat einen extrem hohen Salzgehalt von etwa 38 Promille.
  • [4] En - Daher liegt der Salzgehalt an der Oberfläche nur bei rund 17 bis 18 Promille.
  • [5] En - Ab einer Tiefe von etwa 150 bis 200 Metern gibt es im Schwarzen Meer absolut keinen Sauerstoff mehr.