Kann man im Flugzeug mobile Daten nutzen?
Kann man im Flugzeug mobile Daten nutzen? WLAN als Alternative
Die frage ob kann man im flugzeug mobile daten nutzen beschäftigt reisende vor dem abflug.
Eine falsche handhabung führt zu verbindungsabbrüchen und stört die flugsicherheit erheblich. Passagiere informieren sich am besten vorab über die regeln an bord um unbeschwert und sicher am zielort anzukommen.
Kann man im Flugzeug mobile Daten nutzen?
Die Nutzung von mobilen Daten im Flugzeug ist über spezielle bordeigene Satellitennetze technisch möglich, birgt jedoch extreme finanzielle Risiken. Die Erlaubnis und Verfügbarkeit hängen stark von der jeweiligen Fluggesellschaft und der Flughöhe ab. Es kann mit verschiedenen Faktoren zusammenhängen, ob eine Verbindung zustande kommt - eine Garantie gibt es über den Wolken selten.
Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Mobilfunkmasten an Land ein Smartphone in 10.000 Metern Höhe noch stabil versorgen können. Normalerweise bricht das herkömmliche Signal kurz nach dem Start vollständig ab. Wer danach versucht, mobile daten im flugzeug einschalten, bucht sich unbemerkt in ein teures Satelliten-Netzwerk ein. Das sollten Sie unbedingt vermeiden.
Es gibt jedoch einen kritischen Fehler, den fast alle Reisenden bei der Internetnutzung an Bord machen - ich werde diesen Fehler weiter unten im Abschnitt über das bordeigene WLAN genauer auflösen. Zuvor müssen wir verstehen, wie die Technik über den Wolken überhaupt funktioniert.
Wie funktioniert das Mobilfunknetz über den Wolken?
Sobald das Flugzeug seine normale Reiseflughöhe erreicht hat, aktivieren manche Fluggesellschaften eine eigene Mini-Basisstation in der Kabine. Diese Station fängt die Signale der Smartphones ab und leitet sie per Satellit weiter zur Erde. Selten habe ich eine so langsame Verbindung erlebt. Seien wir ehrlich: Das Surfen über diese Satelliten-Roaming-Dienste ist eine absolute Qual. Die Bandbreite erinnert eher an die Anfänge des Internets.
Das eigentliche Problem ist aber nicht das Schneckentempo. Es sind die Kosten. Ein einziges Megabyte Datenvolumen kann bei dieser Verbindungsart bis zu 30 Euro kosten. Da heutige Smartphones im Hintergrund ständig Daten abgleichen, reicht schon das bloße Einschalten des Geräts für eine saftige Rechnung. Ein kurzes Video-Streaming oder ein automatisches App-Update, und das Limit ist innerhalb weniger Sekunden gesprengt. Die Reisekasse ist dann erst einmal leer.
Ich habe diesen Fehler vor einigen Jahren selbst gemacht. Mein Datenvolumen war innerhalb von knapp fünf Minuten aufgebraucht. Die Quittung kam einen Monat später mit der Mobilfunkrechnung. Seitdem gilt für mich die eiserne Regel: Der Flugmodus wird vor dem Start aktiviert und bleibt bis zur Landung unangetastet.
Das bordeigene WLAN als sichere Alternative
Glücklicherweise bieten immer mehr Fluggesellschaften ein lokales WLAN-Netzwerk an Bord an. Dies ist der sicherste und modernste Weg, um über den Wolken online zu gehen. Da Sie sich hier aktiv in ein Netzwerk einwählen und Pakete kaufen müssen, sind unvorhergesehene Kostenfallen nahezu ausgeschlossen. Viele Fluglinien bieten mittlerweile sogar kostenlose Tarife an, mit denen man Textnachrichten über Dienste wie WhatsApp oder iMessage senden kann.
Wer handy im flugzeug internet kosten vermeiden möchte, sollte genau hinsehen. Wer normales Internet zum Surfen oder Arbeiten benötigt, kann zeit- oder volumenbasierte Pässe buchen. Diese kosten je nach Flugstrecke und Anbieter meist zwischen 15 und 35 Euro. Hier ist der kritische Fehler, den ich vorhin erwähnt habe: Viele Nutzer kaufen sich einen solchen WLAN-Pass und wundern sich, dass das gekaufte Datenvolumen nach zehn Minuten weg ist. Der Grund dafür sind im Hintergrund aktive Cloud-Backups, automatische Foto-Synchronisationen oder System-Updates. Das Smartphone denkt, es befindet sich im unbegrenzten Heim-WLAN, und fängt sofort an, riesige Datenmengen zu übertragen. Deaktivieren Sie diese Hintergrundaktivitäten daher unbedingt vor dem Abflug.
Manche Experten raten dazu, alle Apps manuell zu beschränken. Ich finde das zu umständlich. Der einfachste Trick ist, das Smartphone in den Datensparmodus zu versetzen. Das stoppt fast alle Hintergrundaktivitäten mit nur einem Klick.
Was passiert, wenn man den Flugmodus vergisst?
Wenn Sie was passiert wenn man mobile daten im flugzeug anlässt nicht beachten, versucht Ihr Handy permanent, eine Verbindung zu fällen. Am Boden springt es von Funkmast zu Funkmast. In der Luft versucht es das Gleiche, was extrem viel Akku verbraucht, da das Gerät mit maximaler Sendeleistung arbeitet. Zudem kann es sich, wie beschrieben, automatisch in das Satelliten-Netzwerk des Flugzeugs einwählen.
Zwar gibt es gesetzliche Schutzmechanismen wie den weltweiten Kostenairbag der Mobilfunkanbieter, der die Datenverbindung bei Erreichen von rund 60 Euro automatisch kappt. Doch auch dieser Schutz ist trügerisch. Er greift bei manchen älteren Verträgen nicht zuverlässig oder schützt schlichtweg nicht vor den Kosten, die bis zu dieser Grenze entstehen. Zudem gilt dieser Deckel oft nur für Datenverbindungen, nicht aber für Telefonate oder SMS, die über das Satellitennetz geführt werden. Ein einziger Anruf kann so immer noch extrem teuer werden.
Vergleich der Internet-Optionen im Flugzeug
Für Reisende gibt es zwei grundlegende Wege, um im Flugzeug online zu gehen. Die Unterschiede in Bezug auf Sicherheit und Kosten sind gewaltig.Bordeigenes WLAN (Empfohlen)
Sehr gering. Es entstehen keine unerwarteten Kosten auf der regulären Handyrechnung.
Sehr hoch, da Pakete aktiv im Browser gekauft werden müssen und keine automatische Abrechnung erfolgt.
Moderat bis gut, reicht auf modernen Flügen meist für E-Mails, Social Media und gelegentliches Surfen.
Satelliten-Roaming (Mobile Daten)
Extrem hoch. Es drohen Rechnungen von bis zu 30 Euro pro verbrauchtem Megabyte.
Sehr niedrig, da die Abrechnung im Hintergrund direkt über den eigenen Mobilfunkanbieter läuft.
Extrem langsam, meist nur veraltete Netzwerkstandards, die für modernes Surfen ungeeignet sind.
Das bordeigene WLAN bietet eine kalkulierbare Struktur und schützt vor bösen Überraschungen. Satelliten-Roaming über mobile Daten sollte aufgrund der unkontrollierbaren Preisstrukturen unter allen Umständen deaktiviert bleiben.Die Kostenüberraschung von Lukas auf dem Flug nach New York
Lukas, ein selbstständiger Grafikdesigner aus Hamburg, flog für ein Kundenprojekt nach New York. Da er kurz vor dem Boarding im Stress war, vergaß er, sein Smartphone in den Flugmodus zu versetzen, und steckte es einfach in die Tasche.
Während des Flugs wunderte er sich über die starke Erwärmung seines Geräts in der Hosentasche. Er dachte sich jedoch nichts weiter dabei und schlief ein, während das Handy im Hintergrund versuchte, Daten abzugleichen.
Nach der Landung in den USA schaltete Lukas das Gerät ein und erhielt sofort eine SMS seines Anbieters. Sein mobiles Datenlimit für Drittanbieter-Netze war komplett aufgebraucht. Er hatte das Satellitennetz der Airline genutzt.
Die Ernüchterung folgte mit der nächsten Abrechnung, die eine Nachforderung von knapp 60 Euro auswies. Seit diesem Vorfall schaltet Lukas seine mobilen Daten bereits in der Wartehalle am Flughafen konsequent aus.
Die wichtigsten Dinge
Flugmodus ist PflichtAktivieren Sie den Flugmodus direkt nach dem Boarding, um eine automatische und teure Einwahl in Satellitennetze zu verhindern.
WLAN gezielt buchenNutzen Sie ausschließlich das offizielle Bord-WLAN der Airline, um die volle Kontrolle über Ihre Ausgaben zu behalten.
Hintergrunddaten einschränkenSchalten Sie vor der WLAN-Nutzung über den Wolken alle automatischen Cloud-Backups und App-Updates aus, um Ihr gebuchtes Volumen zu schonen.
Weiterführende Lektüre
Darf ich meine mobilen Daten im Flugzeug einschalten?
Nein, während des Fluges müssen alle Mobilfunkverbindungen über die mobilen Daten ausgeschaltet bleiben. Sie dürfen das Smartphone nur im Flugmodus betreiben, um Störungen der Bordelektronik zu vermeiden.
Was kostet die Internetnutzung über das bordeigene WLAN?
Die Preise variieren je nach Fluggesellschaft. Einfache Messenger-Pakete für WhatsApp sind oft kostenlos, während unbegrenzte Surf-Pässe für den gesamten Flug meist zwischen 15 und 35 Euro kosten.
Greift der EU-Kostenairbag auch im Flugzeugnetz?
Der automatische Schutzdeckel von knapp 60 Euro greift bei Datenverbindungen meistens auch bei Satellitennetzen. Er bietet jedoch keinen Schutz vor extrem teuren Minutenpreisen bei Telefonaten oder beim SMS-Versand.
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