Kann man das Deutschlandticket in Frankreich nutzen?
Deutschlandticket: Frankreich-Trip zum Schnäppchenpreis? Ein Erfahrungsbericht.
Das Deutschlandticket für 49 Euro im Monat – ein verlockendes Angebot, um Deutschland zu erkunden. Doch was viele nicht wissen: Mit dem Ticket lässt sich auch ein Stück Frankreich bereisen, ohne einen Cent extra zu bezahlen. Klingt zu schön, um wahr zu sein? SWR-Reporterin Louise Schöneshöfer hat es getestet und berichtet von ihren Erfahrungen mit TER-Zügen und Fluo-Bussen im französischen Grenzgebiet.
Im Fokus steht die Region Grand Est, die direkt an Deutschland angrenzt. Hier akzeptieren einige TER-Regionalzüge das Deutschlandticket. So lässt sich beispielsweise von Saarbrücken bequem nach Metz oder Forbach fahren. Sogar bis nach Straßburg, der Hauptstadt des Elsass, kann man mit dem 49-Euro-Ticket reisen und die malerische Altstadt erkunden. Ein echter Geheimtipp für einen Kurztrip!
Doch nicht nur die Bahn, auch die Busse des Fluo-Netzes im Département Moselle erkennen das Deutschlandticket an. Dieses grenzüberschreitende Verkehrsnetz verbindet zahlreiche Orte im Saarland und in Lothringen. Praktisch für alle, die abseits der großen Städte das ländliche Frankreich entdecken möchten. Schöneshöfer testete beispielsweise die Verbindung von Saarlouis nach Thionville und war positiv überrascht von der unkomplizierten Nutzung des Tickets.
Aber Achtung: Die Akzeptanz des Deutschlandtickets in Frankreich ist regional begrenzt. Paris, Lyon oder Marseille lassen sich damit leider nicht erreichen. Auch die französischen Hochgeschwindigkeitszüge (TGV) sind vom Angebot ausgeschlossen. Es lohnt sich daher, die genauen Strecken und Verbindungen im Vorfeld zu prüfen. Informationen dazu finden sich auf den Webseiten der SNCF (französische Bahn) und der jeweiligen Verkehrsverbünde.
Schöneshöfers Fazit: Das Deutschlandticket bietet eine überraschend gute Möglichkeit, auch Teile Frankreichs günstig zu bereisen. Gerade für Tagesausflüge und Kurztrips in die Grenzregion ist das 49-Euro-Ticket eine echte Alternative. Wer jedoch größere Distanzen zurücklegen oder die Metropolen Frankreichs besuchen möchte, muss weiterhin auf herkömmliche Fahrkarten zurückgreifen. Trotzdem: Ein cleverer Trick, um das Reisebudget zu schonen und neue Ecken jenseits der Grenze zu entdecken.
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