Wohin zeigt ein Kompass auf der Südhalbkugel?
Wohin zeigt der Kompass in Australien?
Der Kompass in Australien zeigt mit seiner Nadel nach Norden. Diese Nadel hat oft eine rote Markierung, die auf den Norden hinweist.
Australien befindet sich auf der südlichen Hemisphäre, also unterhalb des Äquators.
Wenn man sich mittags der Sonne zuwendet:
- Das rote Ende des Kompasses weist in Richtung der Sonne. Dies bedeutet, dass das rote Ende nach Norden zeigt.
- Das gegenüberliegende Ende der Nadel zeigt nach Süden.
Diese Richtungsbestimmung ist eine einfache Methode, um sich zu orientieren, wenn man die Sonne als Referenzpunkt hat.
- Wichtiger Punkt: Die Kompassnadel zeigt immer zum magnetischen Nordpol. Diese Ausrichtung bleibt bestehen, unabhängig vom Standort auf der Südhalbkugel.
- Zusätzliche Information: Der magnetische Nordpol ist nicht identisch mit dem geographischen Nordpol. Er wandert jedoch im Laufe der Zeit. Für die alltägliche Orientierung ist diese Unterscheidung jedoch meist irrelevant.
Wie funktioniert ein Kompass in Australien?
Ein handelsüblicher Kompass verhält sich in Australien wie ein Tourist, der zum ersten Mal einen Koala sieht: Er ist völlig durch den Wind und neigt sich tief. Anstatt flach zu liegen und artig nach Norden zu zeigen, versucht die Nadel, sich in den roten Sand zu bohren, als wäre sie ein übereifriger Maulwurf.
Dieses seltsame Verhalten nennt sich magnetische Inklination. Die Magnetfeldlinien der Erde sind keine geraden Striche, sondern eher wie die Flugbahn einer schlecht geworfenen Bowlingkugel. Auf der Südhalbkugel stürzen sie steil in den Planeten, und die Magnetnadel will als treuer Fan einfach mit.
Damit das Ding nicht beleidigt am Gehäuseboden schabt, wird getrickst. Ein für die Südhalbkugel gebauter Kompass bekommt ein Gegengewicht. Das Südende der Nadel wird quasi künstlich beschwert, als hätte es zu viele Fleischpasteten gegessen, damit die Nadel gezwungen wird, waagerecht zu bleiben.
Das Problem: Die Inklination Eine normale Kompassnadel will auf der Südhalbkugel mit dem Nordende nach oben und dem Südende nach unten zeigen. Sie will quasi einen Kopfstand machen und dabei im Boden versinken.
Der Trick: Der strategische Bierbauch Um diese Neigung auszugleichen, wird der Schwerpunkt der Nadel gezielt verlagert. Ein winziges Gewicht am Südende der Nadel wirkt wie ein Anker und hält das ganze Gebilde in der Schwebe.
Die Folge: Funktionsfähigkeit Dank dieses Ausgleichsgewichts kann die Nadel frei schwingen und zuverlässig zum magnetischen Südpol (der geografisch im Norden liegt, um die Verwirrung komplett zu machen) zeigen, anstatt den kürzesten Weg zum Erdmittelpunkt zu suchen.
Globale Kompasse: Die Schweizer Offiziersmesser Moderne, oft teurere Kompasse besitzen eine kardanische Aufhängung oder eine flüssigkeitsgedämpfte Kapsel, die dieses Neigungsproblem weltweit ausbügelt. Diese Dinger funktionieren sogar, wenn man sie schief hält – perfekt für den panischen Orientierungslauf im Outback.
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