Wie viel Calcium sollte man bei Osteoporose zu sich nehmen?

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Um Osteoporose vorzubeugen, empfiehlt sich eine tägliche Calciumzufuhr von 1000mg. Bei bereits bestehender Osteoporose sollte diese Menge auf 1200-1500mg erhöht werden. Neben fettarmer Milch und Milchprodukten tragen auch calciumreiche Gemüsesorten wie Brokkoli, Fenchel, Grünkohl und Lauch zu einer adäquaten Versorgung in jedem Alter bei.
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Calcium und Osteoporose: Die richtige Dosis für starke Knochen

Osteoporose, die krankhafte Verminderung der Knochendichte, ist eine weit verbreitete Erkrankung, die vor allem ältere Menschen betrifft. Eine ausreichende Calciumzufuhr ist essentiell sowohl zur Prävention als auch zur Behandlung dieser Erkrankung. Doch wie viel Calcium benötigt man tatsächlich, um die Knochen gesund zu erhalten oder die bereits bestehende Osteoporose zu therapieren? Die Antwort ist nicht so einfach, wie eine pauschale Milligramm-Angabe suggeriert.

Die oft zitierte Empfehlung von 1000 mg Calcium täglich zur Vorbeugung von Osteoporose stellt einen Richtwert dar. Dieser Wert kann jedoch je nach individuellen Faktoren variieren, wie Alter, Geschlecht, körperliche Aktivität und allgemeinem Gesundheitszustand. Junge Erwachsene benötigen beispielsweise in der Wachstumsphase möglicherweise mehr Calcium als ältere Menschen. Auch Faktoren wie die Aufnahmefähigkeit des Körpers spielen eine Rolle.

Bei bestehender Osteoporose wird die empfohlene Tagesdosis üblicherweise auf 1200-1500 mg Calcium erhöht. Diese höhere Zufuhr soll den Knochenverlust kompensieren und den Knochenumbau positiv beeinflussen. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass eine reine Erhöhung der Calciumzufuhr nicht ausreicht, um Osteoporose effektiv zu behandeln. Sie ist ein wichtiger Baustein, aber kein alleiniges Mittel.

Die optimale Calciumdosis sollte immer im individuellen Gespräch mit dem Arzt oder der Ärztin besprochen werden. Dieser berücksichtigt die individuelle Situation, die Begleiterkrankungen und das Ansprechen auf die Therapie. Eine zu hohe Calciumzufuhr kann im Übrigen zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Nierensteinen führen. Die ärztliche Beratung ist daher unerlässlich, um sowohl eine ausreichende als auch eine sichere Versorgung zu gewährleisten.

Neben der Menge spielt auch die Bioverfügbarkeit des Calciums eine Rolle. Calcium aus Milchprodukten wird vom Körper besser aufgenommen als Calcium aus manchen pflanzlichen Quellen. Jedoch bieten auch viele pflanzliche Lebensmittel, wie beispielsweise Brokkoli, Grünkohl, Chinakohl, Sesam, Mandeln oder Sardinen (mit Gräten), wertvolles Calcium. Eine ausgewogene Ernährung, die reich an calciumreichen Lebensmitteln ist, trägt maßgeblich zu einer ausreichenden Versorgung bei. Zusätzliche Calciumpräparate sollten nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden, um Überdosierungen und mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu vermeiden.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Eine ausreichende Calciumzufuhr ist essentiell für gesunde Knochen. Die optimale Dosis hängt jedoch von individuellen Faktoren ab und sollte im Dialog mit dem Arzt oder der Ärztin bestimmt werden. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit calciumreichen Lebensmitteln ist der erste Schritt zur Vorbeugung und Behandlung von Osteoporose. Die alleinige Konzentration auf die Calciumzufuhr darf aber nicht die Bedeutung weiterer Faktoren wie regelmäßige Bewegung, Vitamin D-Versorgung und die Vermeidung von Risikofaktoren wie Rauchen und exzessivem Alkoholkonsum vernachlässigen.