Wem gehört die Kette Penny?
Wem gehört die Kette Penny? Rewe Group als Besitzer
Wer hinter dem bekannten Discenter steht, beschäftigt viele Verbraucher beim täglichen Einkauf. Das Verständnis der genauen Eigentümerstrukturen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel hilft dabei, die Verflechtungen großer Konzerne zu durchschauen. Erfahren Sie alles über wem gehört die kette penny, um fundierte Konsumentscheidungen zu treffen.
Der aktuelle Eigentümer: Wer lenkt die Fäden bei Penny?
Die Discounter-Kette Penny gehört vollständig zur Kölner Rewe Group, einem der größten genossenschaftlichen Handels- und Touristikkonzerne in Europa. Seit dem Jahr 1989 ist Penny keine eigenständige Unternehmensgruppe mehr, sondern fest als Discount-Sparte in die Konzernstruktur des Mutterkonzerns eingegliedert.
Im deutschen Lebensmitteleinzelhandel herrscht oft Unklarheit darüber, welche Supermärkte und Discenter eigentlich zusammengehören. Viele Verbraucher kaufen wöchentlich bei Penny ein, ohne zu wissen, dass ihr Geld letztlich in dieselbe Konzernkasse fließt wie beim Vollsortimenter Rewe. Die Rewe Group steuerte im Geschäftsjahr 2025 auf einen Gesamtaußenumsatz von über 100 Milliarden Euro zu, was ihre enorme Marktmacht unterstreicht.
Penny steuerte in Deutschland im selben Jahr rund 9,9 Milliarden Euro zum Umsatzergebnis bei. Das zeigt deutlich - Penny ist kein kleiner Nischenanbieter, sondern eine tragende Säule im umkämpften deutschen Preiskampf. Ich erinnere mich noch gut an meine Anfangszeit in der Handelsbranche, als ich die verschachtelten Strukturen der großen Ketten durchleuchten musste.
Damals war ich überrascht zu sehen, wie stark sich das Geschäft hinter den Kulissen auf nur vier große Konzerne konzentriert.
Die Geschichte der Übernahme: Von Leibbrand zu Rewe
Die Keimzelle des Discounters liegt nicht in Köln, sondern in der 1961 von Willi Leibbrand gegründeten Leibbrand-Gruppe aus Bad Homburg. Diese brachte 1973 die erste Vertriebslinie unter dem Namen Penny auf den Markt, um auf die Abschaffung der gesetzlichen Preisbindung zu reagieren.
Bereits im Jahr 1974 - also nur ein Jahr nach der Eröffnung des ersten Penny-Marktes - sicherte sich die Rewe-Zentrale eine strategische Beteiligung von 50 Prozent an der gesamten Leibbrand-Gruppe. Zu diesem Imperium gehörten damals auch andere bekannte Traditionsmarken wie die Supermärkte miniMal und HL-Markt sowie die toom-Baumärkte. Über fünfzehn Jahre lang lief die Zusammenarbeit unter dem Namen Rewe-Handelsgesellschaft Leibbrand oHG erfolgreich weiter.
Im Jahr 1989 kam es schließlich zur vollständigen Übernahme durch gehört penny zu rewe. Durch diesen geschickten Schachzug katapultierte sich der Kölner Riese im darauffolgenden Jahr auf Platz eins im deutschen Lebensmittelhandels-Ranking. Er schuf ein gigantisches Filialnetz, das die Handelslandschaft bis heute prägt.
Es war ein riskanter Meilenstein. Viele Skeptiker glaubten damals, dass sich eine Genossenschaft mit so vielen unterschiedlichen Filialtypen verheben würde.
Struktur und heutige Rolle im Rewe-Konzern
Innerhalb der genossenschaftlich organisierten Rewe Group bildet die Penny Markt GmbH eine eigenständige Vertriebslinie für das Discount-Segment. Das bedeutet, dass Penny die Rolle des Preisbrechers übernimmt, während die klassischen Rewe-Märkte als Vollsortimenter positioniert sind.
Heute betreibt Penny aktuell rund 2.124 Standorte allein in Deutschland und expandiert darüber hinaus stark im europäischen Ausland. Während das deutsche Filialnetz mit einem leichten Umsatzplus von 0,7 Prozent im Jahr 2025 stabil gehalten wird, wächst die Marke in Ländern wie Tschechien, Österreich, Rumänien, Bulgarien und Italien deutlich dynamischer.
Diese Aufteilung sichert dem Mutterkonzern eine immense Widerstandsfähigkeit gegen Krisen. Wenn Kunden in wirtschaftlich schwierigen Zeiten seltener zu teureren Markenprodukten im Supermarkt greifen, wandern sie oft nicht zur Konkurrenz ab, sondern wechseln einfach zum penny markt mutterkonzern. Aber es läuft nicht immer alles nach Plan.
Das veraltete Filialnetz machte dem Management lange Zeit schwer zu schaffen. Erst eine radikale Modernisierungswelle, bei der rund 1.600 Standorte auf ein neues Markthallen- oder Kleinflächenkonzept umgestellt wurden, brachte den ersehnten Befreiungsschlag zurück in die Erfolgsspur.
Die Vertriebslinien der Rewe Group im Überblick
Der Mutterkonzern Rewe Group deckt den Markt über verschiedene Konzepte ab. Die beiden wichtigsten Marken im Lebensmitteleinzelhandel unterscheiden sich deutlich in ihrer Ausrichtung.Penny
- Günstige Eigenmarken, wöchentliche Aktionsware, Fokus auf Frische im Nachbarschaftsumfeld
- Etwa 2.124 Standorte
- Rund 9,9 Milliarden Euro
- Lebensmittel-Discounter
Rewe (Vollsortiment)
- Große Markenvielfalt, Bedientheken für Fleisch/Käse, starke Präsenz selbstständiger Kaufleute
- Rund 3.800 Märkte
- Teil des Handelsgeschäfts Deutschland mit insgesamt 42,5 Milliarden Euro
- Supermarkt / Vollsortimenter
Strukturwandel im Handel: Die Umflaggung der HL-Märkte
Die Rewe Group stand nach der vollständigen Integration der Leibbrand-Gruppe im Jahr 1989 vor einer gewaltigen logistischen Herausforderung. Hunderte übernommene Filialen liefen unter alten Namen wie HL-Markt oder miniMal weiter, was die Markenführung extrem kompliziert machte.
Erster Versuch: Der Konzern versuchte zunächst jahrelang, die verschiedenen Supermarktketten parallel nebeneinander laufen zu lassen und investierte viel Geld in getrennte Werbekampagnen. Das Ergebnis war jedoch ernüchternd - die Kunden waren verwirrt und die Verwaltungskosten explodierten.
Die Wende kam im Jahr 2006, als das Management den mutigen Entschluss zu einer radikalen Strukturreform fasste. Man erkannte, dass ein einheitliches Auftreten unter einem starken Markendach die einzige zukunftsfähige Lösung war.
In einer spektakulären Aktion wurden innerhalb kurzer Zeit rund 3.000 Supermärkte einheitlich auf die Marke Rewe umgeflaggt. Nur die Discount-Schiene Penny durfte ihren etablierten Namen behalten, da sie ein völlig anderes Kundensegment ansprach und bis heute erfolgreich als eigenständige Vertriebslinie genutzt wird.
Ausführlichere Details
Gehört Penny zu Rewe?
Ja, Penny ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Rewe Group. Die Kette wurde schrittweise ab 1974 übernommen und im Jahr 1989 vollständig in den Kölner Handelskonzern integriert.
Sind die Angebote bei Rewe und Penny dieselben?
Nein, obwohl beide Ketten denselben Mutterkonzern haben, agieren sie als eigenständige Marken. Sie haben völlig unterschiedliche Sortimente, Einkaufspreise und wöchentliche Aktionsangebote.
Wer ist der Besitzer von Penny?
Der Besitzer ist die genossenschaftlich organisierte Rewe Group mit Sitz in Köln. Da es sich um einen genossenschaftlichen Verbund handelt, gehört das Unternehmen einem Netzwerk aus selbstständigen Kaufleuten und Regionalgenossenschaften.
Kurzfassung
Hundertprozentige Zugehörigkeit seit 1989Penny gehört seit über drei Jahrzehnten vollständig zur Rewe Group und bildet dort das Fundament für das Discount-Geschäft im Lebensmitteleinzelhandel.
Ursprung in der Leibbrand-GruppeGegründet wurde Penny 1973 vom Unternehmer Willi Leibbrand, bevor Rewe sich bereits ein Jahr später zu 50 Prozent beteiligte.
Wichtiger Umsatzbringer im MilliardenbereichMit einem Jahresumsatz von rund 9,9 Milliarden Euro in Deutschland sichert Penny dem Mutterkonzern wichtige Marktanteile im hart umkämpften Niedrigpreis-Segment.
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