Was trinkt man bei Übersäuerung?

44 Aufrufe
Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist essentiell für den Säure-Basen-Haushalt. Stilles Wasser und Kräutertees unterstützen die körpereigene Regulation. Ein leicht basisches Milieu im Blut ist für optimale Körperfunktionen unerlässlich. Vermeiden Sie säurebildende Getränke.
Kommentar 0 Gefällt mir

Übersäuerung entgegenwirken: Die richtige Flüssigkeitszufuhr

Ein leicht basisches Milieu im Blut ist für die Gesundheit essentiell. Eine Übersäuerung, auch Azidose genannt, kann sich jedoch negativ auf den Körper auswirken und verschiedene Beschwerden verursachen. Während eine akute Azidose medizinische Hilfe erfordert, kann eine latente Übersäuerung durch gezielte Maßnahmen, insbesondere durch die richtige Flüssigkeitszufuhr, positiv beeinflusst werden. Doch welche Getränke eignen sich besonders, um den Säure-Basen-Haushalt auszugleichen?

Wasser – die Grundlage gesunden Trinkens: Stilles Wasser ist die wichtigste Grundlage für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Es spült Säuren aus dem Körper und trägt zur Regulierung des Säure-Basen-Haushaltes bei. Mindestens 1,5 bis 2 Liter täglich sind empfehlenswert, angepasst an individuelle Bedürfnisse und körperliche Aktivität. Wichtig ist, dass es sich um stilles Wasser handelt, da Kohlensäure den Magen zusätzlich belasten kann.

Kräutertees – sanfte Unterstützung: Viele Kräutertees wirken basisch und unterstützen die Regulation des Säure-Basen-Haushaltes. Besonders geeignet sind Tees aus:

  • Basilikum: Bekannt für seine entzündungshemmenden Eigenschaften und seinen positiven Einfluss auf den Stoffwechsel.
  • Fenchel: Fördert die Verdauung und kann krampflösende Wirkung haben, was indirekt die Säurebildung im Magen reduzieren kann.
  • Kamille: Beruhigt den Magen-Darm-Trakt und wirkt entkrampfend.
  • Ingwer: Besitzt entzündungshemmende Eigenschaften und kann die Durchblutung fördern.
  • Hibiskus: Reich an Antioxidantien und hat einen leicht säuerlichen, aber dennoch basischen Effekt auf den Körper.

Achtung: Nicht alle Kräutertees sind basisch. Informieren Sie sich gegebenenfalls über die Wirkung des jeweiligen Tees. Ein zu hoher Konsum einzelner Kräuter kann auch unerwünschte Nebenwirkungen haben.

Getränke, die man meiden sollte: Säurereiche Getränke wie Limonaden, Cola, Fruchtsäfte (außer z.B. frisch gepresster Zitronensaft in Maßen), Alkohol und Kaffee belasten den Säure-Basen-Haushalt und sollten im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung reduziert oder ganz vermieden werden. Auch stark zuckerhaltige Getränke fördern die Säurebildung.

Zusätzliche Tipps: Neben der Flüssigkeitszufuhr spielen Ernährung und Lebensstil eine entscheidende Rolle bei der Regulierung des Säure-Basen-Haushaltes. Eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, Vollkornprodukten und mageren Proteinen unterstützt den Körper bei der Selbstregulation. Ausreichend Bewegung und Stressreduktion tragen ebenfalls zum Wohlbefinden bei.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient lediglich der allgemeinen Information und ersetzt nicht den Rat eines Arztes oder Ernährungsberaters. Bei Verdacht auf eine Übersäuerung oder bestehende gesundheitliche Probleme sollten Sie unbedingt einen Arzt konsultieren. Dieser kann die Ursache der Beschwerden feststellen und eine geeignete Therapie empfehlen.