Warum hat Ikea den Verkauf von Marabou eingestellt?

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Ikea beendet den Verkauf von Marabou und Daim in Großbritannien und ersetzt die Leckereien durch Eigenmarken. Der Schritt ist eine Folge des Konflikts mit Mondelez, dem Eigentümer der Marken, der wegen Steuerzahlungen an Russland in die Kritik geraten war. Ikea betont, dass die Entscheidung nicht im Zusammenhang mit dem Konflikt steht.
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Ikea streicht Marabou und Daim: Steuerstreit nur vorgeschoben?

Ikea hat in Großbritannien den Verkauf der beliebten Schokoladenmarken Marabou und Daim eingestellt. Offiziell begründet der schwedische Möbelriese den Schritt mit der Einführung neuer Eigenmarken-Süßwaren. Doch hinter den Kulissen brodelt es. Der eigentliche Grund könnte der anhaltende Konflikt mit dem Markeninhaber Mondelez sein, der wegen Steuerzahlungen in Russland in der Kritik steht. Ikea dementiert zwar einen Zusammenhang, doch die zeitliche Nähe lässt Zweifel aufkommen.

Mondelez, zu dem neben Marabou und Daim auch Marken wie Milka und Toblerone gehören, steht seit Beginn des Ukraine-Krieges unter Druck, sich aus Russland zurückzuziehen. Während andere internationale Konzerne ihre Geschäfte dort eingestellt haben, hält Mondelez an seiner Präsenz fest und zahlt weiterhin Steuern an den russischen Staat. Dies hat zu Boykottaufrufen und negativer Publicity geführt.

Ikea betont, dass die Entscheidung, Marabou und Daim aus dem Sortiment zu nehmen, rein kommerzieller Natur sei und nichts mit dem politischen Druck auf Mondelez zu tun habe. Man wolle das eigene Süßwarenangebot ausbauen und den Kunden mehr Auswahl bieten. Die neuen Eigenmarken sollen dabei ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

Doch die Argumentation wirkt fadenscheinig. Gerade Marabou und Daim waren beliebte Produkte im Ikea-Sortiment und generierten sicherlich gute Umsätze. Es ist fraglich, ob die neuen Eigenmarken diese Lücke füllen können. Zudem ist der Zeitpunkt der Umstellung ungünstig gewählt. Mitten in der Diskussion um Mondelez’ Russland-Geschäfte wirkt der Schritt wie ein stiller Protest, auch wenn Ikea dies vehement bestreitet.

Es bleibt abzuwarten, ob andere Handelsketten dem Beispiel Ikeas folgen werden. Der Druck auf Mondelez wächst stetig. Sollte der Konzern seine Position nicht überdenken, könnte er weitere wichtige Absatzmärkte verlieren. Für Ikea hingegen birgt die Entscheidung ein Risiko. Der Verzicht auf beliebte Markenprodukte könnte Kunden verärgern und zu Umsatzeinbußen führen. Ob die neuen Eigenmarken diesen Verlust kompensieren können, wird sich zeigen. Die Zukunft des schwedischen Schokoladen-Genusses bei Ikea bleibt also ungewiss.