Kann man hartes Wasser bedenkenlos trinken?
Hartes Wasser: Kann man's bedenkenlos trinken? Meine ganz persönliche Geschichte und was die Experten sagen
Also, Leute, ich geb’s zu: Ich hatte echt Panik! Wir haben hier ziemlich hartes Wasser, und ich bin durch Zufall auf einen Artikel gestoßen, der einen Zusammenhang zwischen hartem Wasser und Herzproblemen beschrieb. Kalkablagerungen in den Arterien – brrr, das hat mir echt den Schlaf geraubt! Ich hab’ also angefangen zu recherchieren, weil ich einfach wissen musste: Ist unser Leitungswasser überhaupt noch ungefährlich?
Meine anfängliche Recherche war, gelinde gesagt, beunruhigend. Man findet im Internet ja alles Mögliche. Studien wurden zitiert, die einen Zusammenhang zwischen hoher Wasserhärte und einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen andeuteten. Das Problem dabei: Viele dieser Studien waren eher klein angelegt, oder die Ergebnisse ließen sich nicht eindeutig auf die Wasserhärte allein zurückführen. Es gab einfach zu viele andere Faktoren, die eine Rolle spielen könnten – Ernährung, Bewegung, genetische Veranlagung – die man schwer herausrechnen kann.
Aber aufgegeben habe ich natürlich nicht! Ich bin tiefer in das Thema eingestiegen und habe mich mit wissenschaftlichen Publikationen auseinandergesetzt. Und da wurde es schon beruhigender. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) zum Beispiel, die veröffentlicht regelmäßig Stellungnahmen zu Ernährung und Gesundheit, spricht sich – zumindest was den Konsum von Leitungswasser anbelangt – entwarnend aus. Auf ihrer Webseite findet man klare Aussagen, die besagen, dass die im Trinkwasser enthaltenen Mengen an Mineralstoffen, wie Calcium und Magnesium, im Normalfall weit unterhalb der gesundheitsschädlichen Grenzwerte liegen.
Natürlich enthält hartes Wasser einen höheren Kalkanteil. Und ja, Kalzium kann sich in den Arterien ablagern. Aber diese Ablagerungen sind ein komplexes Problem, das nicht einfach auf das Trinkwasser zurückzuführen ist. Es sind vielmehr Cholesterin, andere Lipide und Entzündungen, die die Arteriosklerose (die Verhärtung der Arterien) antreiben. Der Kalk im Wasser spielt dabei – nach aktuellem Stand der Wissenschaft – eine vergleichsweise untergeordnete Rolle. Die Menge an Kalzium, die man über das Trinkwasser aufnimmt, ist einfach zu gering, um einen signifikanten Einfluss auf die Gefäßgesundheit zu haben.
Ich habe sogar eine Studie der Universität Heidelberg aus dem Jahr 2018 gefunden (ich gebe zu, ich habe die genaue Quelle nicht mehr zur Hand, aber die Kernbotschaft war eindeutig!), die sich mit dem Zusammenhang zwischen Wasserhärte und Herz-Kreislauf-Erkrankungen befasste. Der Tenor dieser Studie, wenn ich mich recht erinnere, war, dass es keinen klaren ursächlichen Zusammenhang gibt. Natürlich muss man diese Ergebnisse nicht als absolutes Dogma ansehen, aber es beruhigt doch ungemein!
Mein Fazit nach dieser intensiven Recherche: Ich trinke weiterhin bedenkenlos unser hartes Wasser. Klar, ein Wasserfilter kann sinnvoll sein, um Kalkablagerungen in Wasserkochern und Kaffeemaschinen zu vermeiden. Aber aus gesundheitlichen Gründen sehe ich aktuell keinen Grund, auf unser Leitungswasser zu verzichten. Die positiven Aspekte – die Versorgung mit wichtigen Mineralstoffen – überwiegen für mich die (eher theoretischen) Risiken.
Natürlich bin ich kein Mediziner und dieser Artikel ersetzt keinen Arztbesuch. Sollten Sie persönliche Bedenken hinsichtlich Ihres Trinkwassers haben, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin. Aber meine kleine Recherche hat mir zumindest die Panik genommen und hoffentlich kann ich mit meinem Erfahrungsbericht auch anderen Betroffenen etwas mehr Ruhe verschaffen.
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