Ist Zucker elektrisch leitfähig?

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Zuckerwasser und reines Wasser demonstrieren eindrücklich ihre fehlende elektrische Leitfähigkeit: Der Motor bleibt still. Haushaltszucker zerfällt im Wasser nicht in Ionen und stellt somit keine beweglichen Ladungsträger bereit, die für einen Stromfluss erforderlich wären. Das Fehlen dieser Ionen verhindert die elektrische Leitung.
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Zucker: Süßer Isolator – Keine Chance für Strom

Zucker mag uns Energie liefern, doch elektrischen Strom leitet er nicht. Dieser scheinbare Widerspruch lässt sich chemisch erklären. Während unser Körper Zuckermoleküle aufspaltet und die darin gespeicherte Energie nutzt, bleibt die Struktur des Zuckers in einer wässrigen Lösung, wie beispielsweise Zuckerwasser, weitgehend erhalten. Im Gegensatz zu Salzen, die in Wasser in positiv und negativ geladene Ionen zerfallen, dissoziiert Haushaltszucker (Saccharose) nicht. Er löst sich zwar auf, behält aber seine molekulare Struktur bei.

Das bedeutet: Es entstehen keine frei beweglichen Ladungsträger. Elektrischer Strom benötigt aber genau diese geladenen Teilchen – Elektronen oder Ionen –, um fließen zu können. Sie fungieren als Transportmittel für die elektrische Ladung. Da Zuckerwasser keine solchen Ladungsträger zur Verfügung stellt, bleibt es ein Isolator. Ein einfacher Versuch mit einer Batterie, einem Motor und zwei Elektroden verdeutlicht dies: Taucht man die Elektroden in reines Wasser oder Zuckerwasser, bleibt der Motor stumm. Es fließt kein Strom.

Dieser Effekt ist unabhängig von der Zuckerkonzentration. Ob ein wenig Zucker oder eine gesättigte Lösung: Die elektrische Leitfähigkeit bleibt gleich null. Erst durch die Zugabe von Substanzen, die in Ionen dissoziieren, wie beispielsweise Salz, entsteht eine leitfähige Lösung. Dann springt der Motor an und beweist: Elektrischer Strom fließt. Zucker hingegen bleibt ein süßer, aber nicht leitender Stoff. Er liefert uns zwar Energie zum Leben, aber nicht für unsere Elektrogeräte.