Was passiert, wenn man Kohlensäure erhitzt?

39 Aufrufe
Erhitzt man kohlensäurehaltige Flüssigkeiten, entweicht das Kohlenstoffdioxid als Gas. Die Reaktion mit Kalkwasser bestätigt dessen Anwesenheit durch Trübung. Eine Isolierung reiner Kohlensäure mittels gängiger Labormethoden ist jedoch nicht möglich. Das Gas lässt sich hingegen leicht nachweisen.
Kommentar 0 Gefällt mir

Was passiert, wenn man Kohlensäure erhitzt?

Kohlensäure ist eine schwache Säure, die sich in Wasser löst und dabei Kohlenstoffdioxid (CO₂) freisetzt. Wenn eine kohlensäurehaltige Flüssigkeit erhitzt wird, steigt die Temperatur und der Druck im Behälter. Dies führt dazu, dass das Kohlenstoffdioxid aus der Lösung entweicht und als Gas freigesetzt wird.

Dieser Vorgang kann durch eine Reaktion mit Kalkwasser nachgewiesen werden. Kalkwasser ist eine klare Lösung aus Calciumhydroxid (Ca(OH)₂). Wenn Kohlenstoffdioxid in Kalkwasser eingeleitet wird, reagiert es mit dem Calciumhydroxid und bildet unlösliches Calciumcarbonat (CaCO₃). Dies führt zu einer Trübung des Kalkwassers.

Die Reaktion kann durch folgende Gleichung dargestellt werden:

CO₂(g) + Ca(OH)₂(aq) → CaCO₃(s) + H₂O(l)

Die Trübung des Kalkwassers bestätigt die Anwesenheit von Kohlenstoffdioxid. Allerdings ist es nicht möglich, mit gängigen Labormethoden reine Kohlensäure zu isolieren. Dies liegt daran, dass das Gas sehr flüchtig ist und sich leicht in Wasser löst.

Allerdings lässt sich das Gas leicht nachweisen. So können beispielsweise kohlensäurehaltige Getränke in ein Glas gegeben und dann erhitzt werden. Wenn das Gas entweicht, können kleine Blasen beobachtet werden, die an die Oberfläche aufsteigen. Auch kann eine Kerze über ein Glas mit kohlensäurehaltigem Wasser gehalten werden. Wenn das Gas entweicht, wird die Flamme ausgeblasen, da Kohlenstoffdioxid schwerer als Luft ist und den Sauerstoff verdrängt.