Wie viele Minuten pro Tag wird der Tag länger?

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Die tägliche Verlängerung der lichten Tageszeit ändert sich im Laufe des Jahres je nach Jahreszeit. Nach der Wintersonnenwende wächst die helle Tageszeit kontinuierlich an. Im Frühling beträgt der Zuwachs täglich mehrere Minuten. Dieser Prozess beschleunigt sich in den Wochen um die Tagundnachtgleiche im März.
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Wie wächst die Tageslänge im Jahresverlauf?

Die tägliche Zunahme der hellen Stunden verändert sich kontinuierlich im Jahresverlauf und hängt von der jeweiligen Jahreszeit ab. Ein genaues Verständnis dieser astronomischen Veränderungen hilft dabei, die jahreszeitlichen Rhythmen der Natur besser nachzuvollziehen und den wie viele minuten pro tag wird der tag länger richtig einzuordnen.

Wie viele Minuten pro Tag wird der Tag länger?

Nach der Wintersonnenwende im Dezember verlängern sich die Tage zunächst nur minimal, um weniger als eine halbe Minute täglich. Ein spürbarer Zuwachs an Tageslicht setzt erst Mitte Februar ein, wenn die Helligkeit um etwa drei bis vier Minuten pro Tag zunimmt. Dieser unregelmäßige Verlauf hängt stark vom aktuellen Monat und der Jahreszeit ab.

Der tägliche Zuwachs an Sonnenlicht ist eine Frage der Perspektive und des Timings. Viele Menschen erwarten direkt nach dem astronomischen Winteranfang am einundzwanzigsten Dezember einen schnellen Wandel. Doch das Universum lässt sich Zeit. Ich stand selbst schon oft Anfang Januar deprimiert am Fenster und dachte, es bleibe ewig finster. In den ersten Januarwochen verändert sich die Tageslänge nämlich kaum merklich. Erst im Spätwinter nimmt das Phänomen drastisch an Fahrt auf. Das zeigt deutlich, dass die Lichtkurve keiner geraden Linie folgt.

Der ungleichmäßige Verlauf im Winter und Frühling

Die lichte Tageslänge wächst nach der Wintersonnenwende wellenförmig an und erreicht zur Frühlings-Tagundnachtgleiche ihre maximale Beschleunigung. Während im gesamten Januar nur rund fünfzig Minuten Tageslicht hinzugewonnen werden, wächst der lichte Tag im Februar bereits um wieviel länger hell jeden tag an.

Warum ist das so? Das Ganze lässt sich mathematisch wie eine Sinuskurve beschreiben. Um die Sonnenwenden herum - also Ende Juni und Ende Dezember - befinden wir uns im Wellental oder auf dem Wellenberg. Hier flacht die Kurve ab, sodass die tägliche Veränderung zeitweise extrem gering ausfällt. Zur Tagundnachtgleiche im März hingegen schießt die Kurve steil nach oben. In Mitteleuropa verzeichnen wir im März einen Zuwachs von durchschnittlich knapp zwei Stunden Tageslicht. Es ist die Phase, in der wir den Winter endgültig abschütteln.

Manchmal schaue ich abends auf die Uhr und bin überrascht, dass es um siebzehn Uhr noch hell ist. Das nächste Teil dieses Puzzles überrascht die meisten Menschen noch mehr: Der früheste Sonnenuntergang findet gar nicht am kürzesten Tag statt.

Das Phänomen des spätesten Sonnenaufgangs

Obwohl der einundzwanzigste Dezember der kürzeste Tag des Jahres ist, verschieben sich Sonnenaufgang und Sonnenuntergang nicht symmetrisch. Der früheste Sonnenuntergang ereignet sich bereits etwa zehn Tage vor der Wintersonnenwende, während der späteste Sonnenaufgang erst rund zehn Tage danach eintritt.

Diese Asymmetrie sorgt bei vielen für Verwirrung. Anfang Januar werden die Tage zwar insgesamt schon wieder länger, aber die Morgensonne lässt trotzdem von Tag zu Tag länger auf sich warten. Wer morgens früh zur Arbeit muss, erlebt die dunkelste Zeit des Jahres also erst Anfang Januar. Ich habe mich früher oft gefragt, ob meine innere Uhr spinnt - erst die Astronomie gab mir die beruhigende Antwort. Schuld daran ist die sogenannte Zeitgleichung, die auf der elliptischen Erdbahn und der ungleichmäßigen Geschwindigkeit der Erde auf ihrem Weg um die Sonne basiert.

Täglicher und monatlicher Lichtgewinn im Vergleich

Der Zuwachs an Tageslicht verändert sich von Monat zu Monat dramatisch. Die folgende Übersicht zeigt, wie sich die Helligkeit nach der Wintersonnenwende entwickelt.

Januar

• Insgesamt etwa fünfzig Minuten zusätzliche Helligkeit im gesamten Monat

• Gefühlt sehr schleppend, morgens bleibt es sogar zunächst noch länger dunkel

• Beginnt bei wenigen Sekunden und steigt bis Monatsende auf etwa eine bis eineinhalb Minuten pro Tag

Februar (Spürbarer Wendepunkt)

• Deutlicher Sprung von rund einer Stunde und fünfzig Minuten im Monatsverlauf

• Der Zuwachs wird im Alltag vor allem in den Abendstunden deutlich sichtbar

• Steigt rasch an auf rund drei bis vier Minuten zusätzliche Helligkeit pro Tag

März

• Spitzenwert mit ungefähr zwei Stunden und acht Minuten zusätzlichem Tageslicht

• Rasante Veränderung, die Tage werden gefühlt im Eiltempo heller

• Erreicht das Maximum mit gut vier Minuten Lichtgewinn von Tag zu Tag

Wer sich nach Sonne sehnt, muss im Januar Geduld beweisen. Der wahre Turbo in Sachen Tageslicht wird erst im Februar und März gezündet, wenn die Neigung der Erdachse zur Sonne hin optimal ausgenutzt wird.

Thomas und der Kampf gegen den Winterblues

Thomas, ein Softwareentwickler aus Hamburg, leidet in den Wintermonaten regelmäßig unter Antriebslosigkeit. Um dem trüben Wetter zu entkommen, plante er Anfang Januar eine feste Joggingrunde nach der Arbeit ein.

Sein erster Versuch scheiterte frustriert: Obwohl die Wintersonnenwende zwei Wochen zurücklag, stand er um siebzehn Uhr wieder in absoluter Dunkelheit im Stadtpark. Er verletzte sich fast an einer Baumwurzel und wollte das Vorhaben abbrechen.

Anstatt aufzugeben, beschäftigte er sich mit den exakten astronomischen Daten seiner Region. Er erkannte, dass der Januar ein Geduldsspiel ist und verlegte seine Erwartungen auf den Spätwinter.

Mitte Februar bemerkte Thomas beim Laufen endlich die Dämmerung. Bis Ende März verlängerte sich sein helles Zeitfenster spürbar, was seine Motivation und Energie im Alltag deutlich steigerte.

Wenn du genau wissen möchtest, wann sich die Helligkeit bemerkbar macht, lies hier nach: Wann merkt man, dass die Tage wieder länger werden?

Schnelle Zusammenfassung

Wann werden die Tage spürbar länger?

Spürbar heller wird es für die meisten Menschen ab Mitte Februar. Zu diesem Zeitpunkt wächst die Tageslänge um etwa drei bis vier Minuten täglich, was sich innerhalb einer Woche zu einer gut sichtbaren halben Stunde summiert.

Warum werden die Tage im Januar morgens nicht schneller hell?

Das liegt am verspäteten Sonnenaufgang, der sich durch die Erdbahngeschwindigkeit bis Anfang Januar hinzieht. Während es abends bereits minimal länger hell bleibt, verschiebt sich der hellere Morgen erst im Laufe des Januars nach vorne.

Bleibt der Zuwachs an Tageslicht bis zum Sommer immer gleich?

Nein, das Tempo variiert stark. Nach dem Höchstwert im März flacht die Zuwachskurve im April und Mai langsam ab, bis der Zuwachs kurz vor der Sommersonnenwende im Juni fast wieder zum Stillstand kommt.

Nächste Schritte

Januar erfordert Geduld

Direkt nach der Wintersonnenwende wächst das Tageslicht nur um wenige Sekunden bis zu einer Minute am Tag an.

März ist der Spitzenreiter

Rund um die Tagundnachtgleiche im März verzeichnen wir den maximalen Sprung mit über vier Minuten täglichem Lichtgewinn.

Asymmetrie beachten

Morgens bleibt es im Januar trotz steigender Tageslänge anfangs länger dunkel, da sich der Sonnenaufgang verzögert.