Wie überprüft man die Lungenfunktion?

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Die Frage, wie überprüft man die lungenfunktion, lässt sich durch die Messung der Atemluft erklären. Ein lungenfunktionstest misst den luftstrom im messrohr zur erkennung von atemwegsverengungen. Ein wichtiges anzeichen für blockierte bronchien ist eine einsekundenkapazität von unter 70 prozent des sollwerts im verhältnis zur vitalkapazität. Diese medizinischen kriterien stammen aus klinischen leitfäden für chronisch obstruktive lungenerkrankungen.
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Wie überprüft man die Lungenfunktion? Wichtige Werte

Die frage, wie überprüft man die lungenfunktion, beschäftigt viele betroffene von atemwegsbeschwerden. Das rechtzeitige erkennen von verengungen schützt vor unbemerktem fortschreiten chronischer krankheiten. Ein präziser blick auf die atmung hilft, die eigene gesundheit besser zu verstehen und risiken im alltag effektiv zu minimieren. Erfahren sie mehr details über die messung.

Wie überprüft man die Lungenfunktion durch die klassische Spirometrie?

Mit einer Spirometrie messen Ärzte das Lungenvolumen direkt in der Praxis. Ein Gerät - das Spirometer - erfasst dabei, wie viel Luft der Mensch ein- und ausatmen kann sowie die Geschwindigkeit des Luftstroms. Unter Medizinern ist das Verfahren als der kleiner lungenfunktionstest spirometrie bekannt, abgekürzt Lufu.

Die Bestimmung der Lungenwerte hängt stark von der Mitarbeit des Patienten ab. Es gibt verschiedene Ursachen für Atembeschwerden, weshalb eine präzise Durchführung entscheidend ist. Fehler beim kräftigen Ausatmen können die Ergebnisse verfälschen - ein Umstand, den ich bei meinen ersten Messungen schmerzhaft lernen musste. Nach Schätzungen basierend auf medizinischen Erfahrungswerten weichen fehlerhaft durchgeführte Erstmessungen ohne gründliche Einweisung in vielen Fällen von den tatsächlichen Werten ab [1].

Der Ablauf in der Arztpraxis

Der Patient sitzt aufrecht und bekommt eine Nasenklammer aufgesetzt. Dies stellt sicher, dass die Atemluft ausschließlich durch den Mund strömt. Anschließend atmet man über ein Einweg-Mundstück in ein Rohr, das mit dem Spirometer verbunden ist. Der lungenfunktionstest ablauf erfordert nach einer normalen Atemphasen plötzliche maximale Anstrengung beim Ausatmen.

Welche Werte werden beim Lungenfunktionstest gemessen?

Die Spirometrie liefert zwei kritische Kernmesswerte für die Diagnose von Atemwegserkrankungen. Zum einen wird die Vitalkapazität ermittelt, also das maximale Luftvolumen, das nach tiefem Einatmen wieder ausgeatmet werden kann. Zum anderen misst das Gerät die Einsekundenkapazität, auch als FEV1 bekannt.

Diese Werte sind entscheidend, um Verengungen der Atemwege rechtzeitig zu erkennen. Bei chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen ist der Ausstrom in der ersten Sekunde oft drastisch reduziert. In etablierten klinischen Leitfäden gilt eine Einsekundenkapazität von unter 70 Prozent des Sollwerts im Verhältnis zur Vitalkapazität als wichtiges Anzeichen für verengte Atemwege.[2] Wenn die Bronchien blockiert sind, schafft es die Luft schlichtweg nicht schnell genug durch das Messrohr.

Wie funktioniert die Peak-Flow-Eigenmessung für Zuhause?

Für die regelmäßige Überwachung im Alltag nutzen Patienten ein handliches mechanisches Gerät namens Peak-Flow-Meter. Diese Eigenmessung ersetzt zwar nicht den Arztbesuch, liefert aber wichtige Verlaufswerte bei chronischen Leiden wie lungenfunktionstest asthma copd. Das kleine Gerät misst die maximale Strömungsgeschwindigkeit der Atemluft beim abrupten Ausatmen.

Um verlässliche Daten zu erhalten, muss die Atemtechnik absolut sauber sein. Ein typischer Fehler ist das unvollständige Einatmen vor dem Stoß oder ein lockerer Lippenschluss um das Mundstück. Man atmet so tief wie möglich ein, hält kurz die Luft an und stößt sie dann so schnell und kräftig wie möglich in das Gerät. Dieser Vorgang wird dreimal wiederholt, wobei nur der höchste der drei Werte im Asthma-Tagebuch notiert wird.

Unterschied zwischen kleinem und großem Lungenfunktionstest

Wenn die Spirometrie keine eindeutigen Ergebnisse liefert oder der Atemwegswiderstand genauer bestimmt werden muss, verordnet der Arzt eine Bodyplethysmographie. Dieser große Lungenfunktionstest findet in einer geschlossenen Glaskabine statt, die an eine Telefonzelle erinnert. Das Verfahren ist deutlich empfindlicher und erfordert weniger Muskelkraft vom Patienten.

Durch die Druckveränderungen in der Kabine kann der lungenfunktion messen arzt das gesamte Luftvolumen in der Lunge bestimmen - einschließlich der Luft, die nach maximalem Ausatmen immer in der Lunge verbleibt. Während eine Spirometrie primär die dynamischen Flusswerte erfasst, liefert die Bodyplethysmographie absolute Strukturdaten des Lungengewebes. Die Untersuchung in der Kabine ist für Asthmatiker oft weniger anstrengend, da kein forciertes Dauerausatmen nötig ist.

Verhaltensregeln unmittelbar vor dem Lungenfunktionstest

Um verfälschte Messergebnisse und unnötige Wiederholungen des Termins zu vermeiden, müssen Patienten vor der Untersuchung bestimmte Regeln einhalten.

Rauchverbot vor dem Test

- Sehr hoch - akuter Rauchkonsum macht die Spirometrie für die Asthmadiagnostik unbrauchbar

- Nikotin verengt akut die Bronchien und führt zu künstlich schlechteren Flusswerten

- Mindestens 4 bis 6 Stunden vor der Messung strikt auf Tabakkonsum verzichten

Kaffeekonsum und schwere Mahlzeiten

- Mittel - beeinflusst die Vitalkapazität durch mangelnden Platz zur Lungenentfaltung

- Ein voller Magen drückt auf das Zwerchfell; Koffein kann die Bronchien leicht erweitern

- 2 Stunden vor dem Test nur leichte Kost und keine koffeinhaltigen Getränke

Sport und körperliche Anstrengung

- Mittel - eine Ruhephase von 15 Minuten in der Praxis vor dem Test ist ratsam

- Erschöpfte Atemmuskeln mindern die Kraft beim forcierten Ausatemstoß

- Etwa 2 Stunden vor dem Termin extreme körperliche Belastungen vermeiden

Die Einhaltung dieser Fristen sichert die Vergleichbarkeit der Testergebnisse mit den medizinischen Sollwerten. Besonders das Rauchverbot und die Absprache bezüglich der Nutzung von Asthma-Sprays am Untersuchungstag sind für eine korrekte Diagnose unerlässlich.

Sabines Hürden bei der Peak-Flow-Eigenmessung

Sabine, eine 42-jährige Büroangestellte aus Köln, sollte wegen ihres neu diagnostizierten Asthmas zweimal täglich ihre Lungenfunktion zu Hause messen. Anfangs schwankten ihre Werte extrem - oft ohne erkennbaren Grund, was bei ihr große Verunsicherung auslöste.

Ihr erster Ansatz war, das Peak-Flow-Meter hektisch direkt nach dem Aufstehen im Bett zu nutzen, während sie noch müde war. Die Lippen umschlossen das Rohr nicht fest genug, wodurch unbemerkt Luft an der Seite entwich.

Nach einem frustrierenden Kontrolltermin beim Lungenarzt fiel der Fehler auf. Sabine lernte, sich vor der Messung aufrecht hinzusetzen, tief in den Bauch einzuatmen und das Mundstück bombenfest mit den Lippen zu versiegeln.

Durch die korrigierte Atemtechnik stabilisierten sich ihre Werte im Asthma-Tagebuch innerhalb von zwei Wochen. Sie verzeichnete eine scheinbare Verbesserung ihrer Messwerte um fast 25 Prozent, die rein auf der korrekten Handhabung des Geräts basierte.

Falls Sie unter anhaltenden Atembeschwerden leiden, fragen Sie sich vielleicht: Kann sich Lungenvolumen wieder aufbauen?

Andere Perspektiven

Darf ich mein Asthma-Spray vor dem Lungenfunktionstest benutzen?

Das hängt von der Fragestellung des Arztes ab. Für eine Erstdiagnose müssen atemwegserweiternde Medikamente oft mehrere Stunden vor dem Test abgesetzt werden. Fragen Sie unbedingt vor dem Termin in der Praxis nach den spezifischen Vorgaben für Ihr Medikament.

Was passiert, wenn ich beim Test nicht stark genug ausatmen kann?

Das medizinische Personal leitet Sie genau an und feuert Sie während des Ausstoßes an. Wenn die Kraft aufgrund von Erschöpfung nachlässt, wird der Test nach einer kurzen Pause wiederholt. Das Gerät misst die relative Leistung bezogen auf Ihre individuellen körperlichen Voraussetzungen.

Ist ein Lungenfunktionstest schmerzhaft oder gefährlich?

Nein, der Test ist absolut schmerzfrei. Das kraftvolle Ausatmen kann kurzzeitig anstrengend sein oder einen leichten Hustenreiz auslösen. Da es sich um ein rein mechanisches Atemverfahren handelt, bestehen für die Patienten keinerlei gesundheitliche Risiken.

Abschließender Tipp

Auf die richtige Atemtechnik kommt es an

Sowohl bei der Spirometrie beim Arzt als auch beim Peak-Flow-Meter zu Hause entscheidet das maximale Einatmen vor dem abrupten, kräftigen Ausatmen über die Aussagekraft des Tests.

Karenzzeiten für Medikamente und Rauchen einhalten

Verfälschungen durch Bronchien verengende oder erweiternde Einflüsse wie Tabakrauch oder Asthma-Sprays müssen vor dem Test streng vermieden werden.

Spirometrie misst Dynamik, nicht das Gesamtvolumen

Der kleine Lungenfunktionstest erfasst primär die Geschwindigkeit des Luftstroms. Für die Bestimmung des Restvolumens ist die Kabinenmessung beim Spezialisten nötig.

Die hier bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der Aufklärung und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Suchen Sie bei Atembeschwerden oder Unklarheiten bezüglich Ihrer Lungenwerte immer einen qualifizierten Arzt auf.

Referenzdokumente

  • [1] Doccheck - Nach Schätzungen basierend auf medizinischen Erfahrungswerten weichen fehlerhaft durchgeführte Erstmessungen ohne gründliche Einweisung in vielen Fällen von den tatsächlichen Werten ab.
  • [2] Pneumologie - In etablierten klinischen Leitfäden gilt eine Einsekundenkapazität von unter 70 Prozent des Sollwerts im Verhältnis zur Vitalkapazität als wichtiges Anzeichen für verengte Atemwege.