Wie sehen die Stadien eines Ekzems aus?

37 Aufrufe
Ekzeme durchlaufen drei Hauptphasen: akut, subakut und chronisch. Im akuten Stadium dominiert der erste Ausschlag und starker Juckreiz. In der subakuten Phase verschlimmern sich Brennen und Stechen, während der Juckreiz leicht abnehmen kann. Das chronische Stadium zeichnet sich durch langanhaltende Schübe aus, die typischerweise drei Monate oder länger andauern.
Kommentar 0 Gefällt mir

Die verschiedenen Gesichter des Ekzems: Ein Blick auf die Stadien

Ekzem, auch bekannt als atopische Dermatitis, ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft. Dabei verändert sich das Erscheinungsbild der betroffenen Hautstellen im Verlauf der Erkrankung. Man unterscheidet im Wesentlichen drei Stadien: das akute, das subakute und das chronische Ekzem. Jedes Stadium präsentiert sich mit charakteristischen Symptomen und erfordert gegebenenfalls eine angepasste Behandlungsstrategie.

Das akute Stadium: Plötzlicher Beginn und intensiver Juckreiz

Der Beginn eines akuten Ekzem-Schubs ist oft abrupt. Die Haut rötet sich, schwillt an und es bilden sich kleine, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen (Vesikel). Diese können aufplatzen und nässen. Der vorherrschende Symptom ist ein quälender Juckreiz, der zum Kratzen verleitet und so die Haut weiter schädigt. Betroffen sind häufig die Innenseiten der Ellenbogen und Kniekehlen, das Gesicht, der Hals und die Hände.

Das subakute Stadium: Übergangsphase mit Brennen und Stechen

Im subakuten Stadium klingen die akuten Entzündungszeichen langsam ab. Die Rötung und Schwellung nehmen zurück, die Bläschen trocknen aus und bilden Krusten. Der Juckreiz lässt in der Regel etwas nach, kann aber durch Brennen und Stechen ersetzt werden. Die Haut ist in diesem Stadium besonders empfindlich und anfällig für Infektionen.

Das chronische Stadium: Langanhaltende Beschwerden und Hautveränderungen

Hält der Ekzem-Schub länger als drei Monate an, spricht man vom chronischen Stadium. Die Haut ist in diesem Stadium oft trocken, verdickt und schuppig. Man spricht von Lichenifikation. Die Hautfarbe kann sich verändern, entweder dunkler (Hyperpigmentierung) oder heller (Hypopigmentierung) werden. Der Juckreiz kann weiterhin bestehen, ist aber meist weniger intensiv als im akuten Stadium. Durch das ständige Kratzen entstehen Risse und Wunden, die das Risiko für bakterielle Infektionen erhöhen. Im chronischen Stadium kann das Ekzem die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen.

Wichtig: Die Übergänge zwischen den Stadien sind fliessend und nicht immer klar abgrenzbar. Die beschriebenen Symptome können individuell unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Bei Verdacht auf ein Ekzem sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden, um die Diagnose zu sichern und eine geeignete Therapie einzuleiten. Selbstbehandlung kann den Verlauf der Erkrankung verschlechtern.