Wie reagiert der Körper auf zu viel Histamin?

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Zu hoher Histaminspiegel im Blut kann zu starken Blutdruckschwankungen, Kreislaufproblemen und im Extremfall zu Anaphylaxie führen. Auch zentrale Nervensystem-Probleme wie Müdigkeit, Schwindel und Gedächtnisstörungen sind möglich.
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Wenn Histamin zum Übeltäter wird: So reagiert der Körper auf einen Überschuss

Histamin – ein kleines Molekül mit großer Wirkung. Im Normalfall spielt es eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Krankheitserregern und der Regulation verschiedener Körperfunktionen. Doch was passiert, wenn der Körper zu viel Histamin produziert oder nicht richtig abbauen kann?

Ein erhöhter Histaminspiegel, auch bekannt als Histaminintoleranz oder -unverträglichkeit, kann zu einer Vielzahl von Symptomen führen. Diese reichen von leichten Beschwerden wie Hautrötungen und Juckreiz bis hin zu ernsteren Reaktionen wie Atemnot und Kreislaufproblemen.

Wie äußert sich ein Histaminüberschuss?

Die Symptome einer Histaminintoleranz sind vielfältig und können sich je nach Person und Schweregrad unterscheiden. Zu den häufigsten Anzeichen zählen:

  • Haut: Juckreiz, Rötungen, Quaddeln, Ekzeme
  • Atemwege: Schnupfen, Niesen, Atemnot
  • Verdauungstrakt: Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen
  • Herz-Kreislauf-System: Herzrasen, niedriger Blutdruck, Schwindel
  • Zentrales Nervensystem: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten

In schweren Fällen kann ein Histaminüberschuss zu einer lebensbedrohlichen allergischen Reaktion, dem anaphylaktischen Schock, führen. Dieser äußert sich durch Atemnot, Kreislaufkollaps und Bewusstseinsverlust.

Ursachen und Auslöser

Eine Histaminintoleranz kann verschiedene Ursachen haben. Oft liegt eine Störung im Abbau von Histamin zugrunde, beispielsweise ein Mangel am Enzym Diaminoxidase (DAO). Auch bestimmte Lebensmittel, Medikamente und Stress können den Histaminspiegel im Körper erhöhen.

Diagnose und Therapie

Die Diagnose einer Histaminintoleranz erfolgt durch eine Kombination aus Anamnese, körperlicher Untersuchung und gegebenenfalls Provokationstests. Die Therapie besteht in erster Linie darin, histaminreiche Lebensmittel zu meiden und die DAO-Aktivität im Darm zu unterstützen.

Was tun bei Verdacht auf Histaminintoleranz?

Bei Verdacht auf eine Histaminintoleranz ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann die Diagnose stellen und eine individuelle Therapieempfehlung aussprechen.

Fazit:

Ein erhöhter Histaminspiegel kann zu einer Vielzahl von Symptomen führen. Die Diagnose und Therapie einer Histaminintoleranz erfordert ein individuelles Vorgehen und sollte immer in Absprache mit einem Arzt erfolgen.