Wie lange kann man sich maximal krank melden?

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Die Arbeitsunfähigkeit, deren Dauer individuell verschieden ist, wird zunächst vom Arbeitgeber bis zu sechs Wochen vergütet. Anschließend springt die Krankenkasse mit Krankengeld ein, dessen Bezugsdauer maximal 78 Wochen über einen Dreijahreszeitraum beträgt. Die tatsächliche Dauer ist abhängig vom Krankheitsverlauf.
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Wie lange kann man sich maximal krank melden?

Erkranken Arbeitnehmer, haben sie das Recht, sich krank zu melden und eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) von einem Arzt ausstellen zu lassen. Die Dauer der Krankmeldung ist jedoch begrenzt.

Dauer der Entgeltfortzahlung

Nach § 3 Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) zahlt der Arbeitgeber die Entgeltfortzahlung bis zu einer Dauer von sechs Wochen. Dies gilt auch für Sonntagsarbeit, Feiertagsarbeit und Nachtarbeit.

Dauer des Krankengeldes

Ist die Entgeltfortzahlung erschöpft, übernimmt die Krankenkasse die Zahlung von Krankengeld. Die maximale Bezugsdauer des Krankengeldes beträgt 78 Wochen innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren (§ 49 Abs. 1 SGB V).

Verlängerung der Krankengeldzahlung

In Ausnahmefällen kann die Krankenkasse die Bezugsdauer des Krankengeldes nach Prüfung des Einzelfalls um bis zu 26 Wochen verlängern (§ 49 Abs. 1a SGB V). Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn

  • die voraussichtliche Genesung noch länger dauern wird
  • eine Anschlussheilbehandlung oder Rehabilitation durchgeführt werden soll
  • die Arbeitsfähigkeit noch nicht wiederhergestellt ist und eine berufliche Rehabilitation eingeleitet wurde

Sonderregelungen

Für bestimmte Personengruppen gelten Sonderregelungen bezüglich der Dauer der Krankmeldung. Beispielsweise können

  • Arbeitnehmer mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50% Krankengeld für bis zu 156 Wochen innerhalb von drei Jahren erhalten (§ 49 Abs. 2 SGB V).
  • Pflegebedürftige Arbeitnehmer haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Pflegekrankengeld für bis zu 104 Wochen (§ 45 SGB XI).

Hinweis:

Die tatsächliche Dauer der Krankmeldung kann je nach Krankheitsverlauf und individuellem Gesundheitszustand variieren. Es ist wichtig, die ärztlichen Anweisungen zu befolgen und sich nicht zu früh oder zu spät krank zu melden.