Wie lange hält eine Herzrhythmusstörung an?

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Herzrhythmusstörungen zeigen unterschiedliche Dauer. Ein anfallsartiges Auftreten, wie beim paroxysmalen Vorhofflimmern, dauert meist weniger als zwei Tage. Besteht die Störung länger als eine Woche, spricht man von persistierendem Vorhofflimmern, welches medizinische Intervention erfordert, um den normalen Herzschlag wiederherzustellen.
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Wie lange hält eine Herzrhythmusstörung an?

Die Dauer einer Herzrhythmusstörung ist extrem variabel und hängt stark von der Art der Arrhythmie ab. Von wenigen Sekundenbruchteilen bis hin zu dauerhaft anhaltenden Rhythmusstörungen ist alles möglich. Es gibt keine pauschale Antwort auf die Frage, wie lange eine Herzrhythmusstörung anhält.

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen einzelnen Extraschlägen, kurzen, anfallsartigen Episoden und dauerhaften Rhythmusstörungen.

Extrasystolen: Diese zusätzlichen Herzschläge sind meist harmlos und dauern nur einen Bruchteil einer Sekunde. Sie werden oft gar nicht wahrgenommen oder äußern sich als "Herzstolpern" oder "Herzsprung".

Anfallsartige Herzrhythmusstörungen (paroxysmal): Hier setzen die Rhythmusstörungen plötzlich ein und enden meist von selbst, oft innerhalb von Sekunden bis Stunden, manchmal aber auch innerhalb von 48 bis 72 Stunden. Ein typisches Beispiel ist das paroxysmale Vorhofflimmern. Diese Episoden können wiederholt auftreten, zwischen den Anfällen besteht ein normaler Herzrhythmus.

Persistierende Herzrhythmusstörungen: Hält eine Herzrhythmusstörung, wie beispielsweise Vorhofflimmern, länger als sieben Tage an, spricht man von persistierendem Vorhofflimmern. In diesem Fall ist eine medizinische Intervention zur Wiederherstellung des normalen Herzrhythmus (Kardioversion) meist erforderlich.

Permanentes Vorhofflimmern: In manchen Fällen gelingt es nicht, den normalen Sinusrhythmus dauerhaft wiederherzustellen. Das Vorhofflimmern wird dann als permanent bezeichnet und erfordert eine dauerhafte Therapie zur Kontrolle der Herzfrequenz und zur Minimierung des Schlaganfallrisikos.

Weitere Einflussfaktoren auf die Dauer:

Neben der Art der Herzrhythmusstörung beeinflussen verschiedene Faktoren deren Dauer:

  • Grunderkrankung: Herzrhythmusstörungen können Folge einer Herzerkrankung (z.B. koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz) oder anderer Erkrankungen (z.B. Schilddrüsenüberfunktion) sein. Die Behandlung der Grunderkrankung kann die Rhythmusstörungen positiv beeinflussen.
  • Medikamente: Bestimmte Medikamente können Herzrhythmusstörungen auslösen oder deren Dauer beeinflussen.
  • Lebensstil: Stress, Koffein, Alkohol und Nikotin können Herzrhythmusstörungen begünstigen oder deren Dauer verlängern.

Wichtig: Bei neu auftretenden oder sich verändernden Herzrhythmusstörungen sollte immer ein Arzt konsultiert werden. Nur eine gründliche Untersuchung kann die Ursache der Rhythmusstörung klären und die geeignete Therapie einleiten. Die Selbstbehandlung von Herzrhythmusstörungen ist gefährlich und sollte unbedingt vermieden werden.