Welcher Fisch hat grünes Blut?

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Verschiedene Tierarten, darunter einige Thunfischarten, der Emu (dessen Eier grünlich sind), bestimmte Würmer, Frösche und Echsen, weisen grünes Blut auf. Dieses ungewöhnliche Phänomen entsteht durch hohe Biliverdin-Konzentrationen, ein grünes Abbauprodukt des Hämoglobins.
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Das grüne Blut des Prasinohaema: Einzigartig im Tierreich

Grünes Blut – klingt nach Science-Fiction, ist aber für einige wenige Tierarten Realität. Während wir Menschen rotes Blut durch das Hämoglobin in unseren roten Blutkörperchen haben, zirkuliert in den Adern bestimmter Echsen der Gattung Prasinohaema eine grünliche Flüssigkeit. Anders als bei einigen anderen Tieren mit grünlichem Blut, wie bestimmten Thunfischarten, dem Emu (dessen Eier übrigens grün sind) oder einigen Würmern und Fröschen, liegt die Ursache hier nicht nur an erhöhten Biliverdin-Konzentrationen.

Biliverdin, ein grünes Abbauprodukt des Hämoglobins, ist zwar auch im Blut der Prasinohaema-Echsen vorhanden und trägt zur ungewöhnlichen Farbe bei. Doch die Konzentration ist so extrem hoch, dass sie jegliche andere Farbe überdeckt, sogar das typische Rot des Hämoglobins. Tatsächlich übersteigt der Biliverdin-Spiegel bei diesen Echsen den für andere Wirbeltiere tödlichen Wert um das Vierzigfache. Wieso diese Tiere nicht an Gelbsucht erkranken, die durch hohe Biliverdin-Werte hervorgerufen wird, ist ein Rätsel, das Wissenschaftler noch immer erforschen.

Die faszinierende Frage ist: Welchen evolutionären Vorteil bietet dieses grüne Blut? Eine Theorie besagt, dass das Biliverdin als Antioxidans wirkt und die Echsen vor schädlichen freien Radikalen schützt. Eine andere Hypothese geht davon aus, dass die grüne Farbe eine Form der Tarnung darstellt, die den Echsen hilft, sich in ihrer Umgebung zu verstecken. Weitere Untersuchungen sind notwendig, um diese Fragen endgültig zu klären.

Die Entdeckung des grünen Blutes bei den Prasinohaema-Echsen bietet nicht nur einen faszinierenden Einblick in die Vielfalt der Natur, sondern könnte auch neue Erkenntnisse für die medizinische Forschung liefern. Die Untersuchung der Mechanismen, die es diesen Tieren ermöglichen, mit solch hohen Biliverdin-Konzentrationen zu überleben, könnte zu neuen Behandlungsmöglichkeiten für Krankheiten wie Gelbsucht führen. Das grüne Blut dieser außergewöhnlichen Echsen birgt somit ein großes Potential für zukünftige Entdeckungen.