Welche Medikamente gegen Würmer gibt es für Erwachsene?

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Bei Wurmbefall verschreibt der Arzt je nach Wurmart spezifische Medikamente. Mebendazol bekämpft ein breites Spektrum, während Albendazol oft bei Bandwürmern eingesetzt wird. Für Rundwürmer kommt Pyrantel in Frage, und Praziquantel wirkt gezielt gegen Saug- und Bandwürmer. Die Wahl des Wirkstoffs hängt also entscheidend von der Diagnose ab.
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Wurmbefall im Erwachsenenalter: Welche Medikamente helfen?

Ein Wurmbefall, auch Helminthiasis genannt, ist zwar unangenehm, aber in den meisten Fällen gut behandelbar. Die Wahl des richtigen Medikaments hängt jedoch entscheidend von der Art des Wurms ab, der die Infektion verursacht. Eine Selbstmedikation ist daher dringend abzuraten. Nur ein Arzt kann nach einer gründlichen Untersuchung die richtige Diagnose stellen und die passende Therapie einleiten.

Die folgenden Informationen dienen lediglich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keinesfalls einen Arztbesuch.

Welche Wurmarten gibt es und welche Medikamente werden eingesetzt?

Es gibt verschiedene Arten von Würmern, die den Menschen befallen können. Zu den häufigsten gehören:

  • Spulwürmer (Ascaris lumbricoides): Diese Rundwürmer befallen den Dünndarm. Ein häufig eingesetztes Medikament ist Pyrantel Pamoat. Es lähmt die Muskulatur der Würmer, so dass sie ausgeschieden werden können. Auch Mebendazol ist effektiv.

  • Madenwürmer (Enterobius vermicularis): Diese kleinen Würmer befallen den Dickdarm und den Afterbereich. Die Behandlung erfolgt meist mit Mebendazol oder Pyrantel Pamoat. Eine gründliche Hygiene ist hier besonders wichtig, um eine erneute Infektion zu vermeiden.

  • Hakenwürmer (Ancylostoma duodenale und Necator americanus): Diese Würmer heften sich an die Darmwand an und saugen Blut. Die Behandlung erfolgt meist mit Albendazol oder Pyrantel Pamoat.

  • Bandwürmer (z.B. Taenia saginata, Taenia solium, Diphyllobothrium latum): Diese parasitären Plattwürmer können mehrere Meter lang werden und im Dünndarm leben. Die Behandlung der Wahl ist Praziquantel. Dieses Medikament stört die Zellmembran der Würmer und führt zu ihrer Lähmung und Ausscheidung. Auch Albendazol kann eingesetzt werden.

  • Peitschenwürmer (Trichuris trichiura): Diese Würmer nisten sich ebenfalls im Dickdarm ein. Auch hier kommt Mebendazol oder Albendazol zum Einsatz.

Mebendazol: Dieses Breitband-Antihelminthikum ist gegen verschiedene Wurmarten wirksam, darunter Spulwürmer, Madenwürmer und Peitschenwürmer. Es wirkt durch Hemmung der Glucoseaufnahme der Würmer.

Albendazol: Ein weiteres Breitband-Antihelminthikum, das besonders effektiv gegen Bandwürmer und Hakenwürmer ist. Es hemmt die Mikrotubuli-Bildung in den Wurmzellen.

Pyrantel Pamoat: Wirkt hauptsächlich gegen Rundwürmer wie Spulwürmer und Hakenwürmer, indem es deren neuromuskuläre Blockade verursacht.

Praziquantel: Dieses Medikament ist speziell gegen Saug- und Bandwürmer wirksam. Es erhöht die Permeabilität der Zellmembran der Würmer, was zu ihrer Inaktivierung führt.

Nebenwirkungen: Alle Antihelminthika können Nebenwirkungen verursachen, die von leichten Beschwerden wie Übelkeit und Bauchschmerzen bis hin zu schwereren Reaktionen reichen können. Die Einnahme sollte daher immer nach ärztlicher Anweisung erfolgen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient nur der Information und ersetzt nicht die Beratung durch einen Arzt. Bei Verdacht auf einen Wurmbefall ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen. Nur dieser kann die richtige Diagnose stellen und die geeignete Therapie einleiten. Eine eigenständige Behandlung mit Antihelminthika kann gefährlich sein und die Erkrankung verschlimmern.