Was tun bei schmerzhafter Angina?

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Bei Halsschmerzen empfiehlt sich Schonung mit Bettruhe. Ein warmer Schal um den Hals und ausreichend Flüssigkeit wirken lindernd. Das Lutschen zuckerfreier Lutschtabletten befeuchtet die Schleimhäute und kann den Schmerz kurzfristig reduzieren, indem sie den Speichelfluss anregen.
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Schmerzhafte Angina: Was tun, um schnell Linderung zu verschaffen?

Angina pectoris, die umgangssprachlich oft nur als "Angina" bezeichnet wird, ist eine Erkrankung der Herzkranzgefäße und äußert sich in einem starken, drückenden Schmerz hinter dem Brustbein. Dieser Artikel befasst sich jedoch mit der Schlundangina, also den Halsschmerzen, die im Volksmund ebenfalls als Angina bezeichnet werden. Verwechslungen sind gefährlich, daher ist es wichtig, den Unterschied zu kennen. Ein drückender Schmerz in der Brust erfordert IMMER den sofortigen Notruf (112).

Bei schmerzhafter Schlundangina, also Halsentzündungen, hilft eine Kombination aus Schonung und gezielten Maßnahmen, die Beschwerden zu lindern. Die Behandlung konzentriert sich auf die Linderung der Symptome und die Unterstützung des körpereigenen Abwehrsystems. Ein Besuch beim Arzt ist ratsam, insbesondere bei anhaltenden, starken Schmerzen, Fieber, Schluckbeschwerden oder weiteren Symptomen wie Lymphknotenschwellungen.

Sofortmaßnahmen bei schmerzhafter Angina (Schlundangina):

  • Ruhe und Schonung: Reduzieren Sie körperliche Anstrengung und sprechen Sie so wenig wie möglich. Zusätzliche Belastung verschlimmert die Entzündung. Ausreichend Schlaf fördert die Regeneration.

  • Wärme: Ein warmer, trockener Schal um den Hals kann die Schmerzen lindern und die Muskulatur entspannen. Ein warmes Bad oder eine warme Dusche kann ebenfalls wohltuend sein. Vermeiden Sie jedoch übermäßige Hitze, die die Schleimhaut zusätzlich reizen könnte.

  • Viel trinken: Genügend Flüssigkeit, wie Wasser, Tee (kamillentee, Salbeitee) oder verdünnte Säfte, hält die Schleimhäute feucht und unterstützt die Abwehrkräfte. Achten Sie auf lauwarme Getränke, da zu kalte oder zu heiße Flüssigkeiten die gereizten Schleimhäute zusätzlich belasten.

  • Lutschtabletten: Zuckerfreie Lutschtabletten (z.B. mit Honig oder Salbei) fördern den Speichelfluss, befeuchten die Schleimhaut und lindern den Schmerz kurzzeitig. Achten Sie darauf, dass die Tabletten wirklich zuckerfrei sind, um die Vermehrung von Bakterien nicht zu begünstigen.

  • Gurgeln: Das Gurgeln mit Salzwasser (1 Teelöffel Salz auf ein Glas lauwarmes Wasser) kann helfen, die Halsschleimhaut zu reinigen und die Entzündung zu reduzieren. Wiederholen Sie dies mehrmals täglich. Auch Kamillentee eignet sich zum Gurgeln.

  • Inhalation: Eine Inhalation mit Salzwasser oder ätherischen Ölen (z.B. Eukalyptus) kann die Schleimhäute befeuchten und den Schleim lösen. Achten Sie auf die richtige Anwendung und Dosierung.

Was Sie vermeiden sollten:

  • Rauchen und Alkohol: Diese Substanzen reizen die Schleimhäute zusätzlich und hemmen die Heilung.
  • Scharfe, saure oder sehr heiße Speisen und Getränke: Diese können die Entzündung verschlimmern.
  • Flüstern: Flüstern belastet die Stimme mehr als normales Sprechen.

Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten:

  • Bei anhaltenden, starken Schmerzen trotz der oben genannten Maßnahmen.
  • Bei hohem Fieber (über 38,5°C).
  • Bei Schluckbeschwerden oder Schwierigkeiten beim Atmen.
  • Bei geschwollenen Lymphknoten im Halsbereich.
  • Bei anhaltenden Halsschmerzen über mehr als eine Woche.
  • Bei Verdacht auf eine Streptokokkeninfektion (z.B. bei weißlichen Belägen auf den Mandeln).

Dieser Artikel dient lediglich der Information und ersetzt nicht den Besuch beim Arzt. Bei Unsicherheiten oder anhaltenden Beschwerden ist immer ein Arztbesuch notwendig, um die richtige Diagnose zu stellen und eine adäquate Behandlung einzuleiten.