Was tun bei Blutdruck 80/50?
Blutdruck 80/50: Was tun bei zu niedrigem Blutdruck?
Ein Blutdruck von 80/50 mmHg gilt als deutlich zu niedrig (Hypotonie) und kann verschiedene Beschwerden verursachen, von Schwindel und Benommenheit bis hin zu Ohnmacht. Die Ursachen für einen so niedrigen Blutdruck sind vielfältig und erfordern eine differenzierte Betrachtung. Ein einmaliger niedriger Messwert muss nicht zwingend besorgniserregend sein, wiederholte Messungen im unteren Bereich sollten jedoch ärztlich abgeklärt werden. Selbstmedikation ist nicht ratsam.
Mögliche Ursachen für einen Blutdruck von 80/50 mmHg:
- Dehydration: Flüssigkeitsmangel reduziert das Blutvolumen und führt zu einem Abfall des Blutdrucks. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr, vor allem Wasser, ist daher essentiell.
- Herzschwäche: Eine geschwächte Herzleistung kann zu unzureichendem Bluttransport führen.
- Blutverlust: Durch Verletzungen, starke Blutungen oder innere Blutungen kann der Blutdruck stark sinken.
- Nervensystemerkrankungen: Störungen des autonomen Nervensystems, wie z.B. die Neuropathie bei Diabetes, können den Blutdruck beeinflussen.
- Nebenniereninsuffizienz (Morbus Addison): Eine unzureichende Produktion von Hormonen in den Nebennieren kann zu Hypotonie führen.
- Medikamente: Viele Medikamente, insbesondere blutdrucksenkende Mittel, können als Nebenwirkung einen zu niedrigen Blutdruck verursachen. Auch bestimmte Antidepressiva und Beruhigungsmittel können beteiligt sein.
- Ernährungsdefizite: Mangel an wichtigen Nährstoffen wie Eisen oder Vitamin B12 kann den Blutdruck beeinträchtigen.
- Sepsis: Eine schwere Blutvergiftung kann einen Kreislaufschock und damit einen extrem niedrigen Blutdruck verursachen. Dies ist ein medizinischer Notfall.
- Anämie: Eisenmangelanämie führt zu einer Verringerung der roten Blutkörperchen und somit zu einem verringerten Sauerstofftransport im Blut, was den Blutdruck senken kann.
Was tun bei einem Blutdruck von 80/50 mmHg?
Bei einem einmaligen Messwert mit einem Blutdruck von 80/50 mmHg ist es wichtig, die Umstände zu berücksichtigen. Fühlten Sie sich schwindlig oder schwach? Tranken Sie ausreichend Flüssigkeit? Nehmen Sie Medikamente ein?
Sofortmaßnahmen:
- Ruhigstellung: Legen Sie sich hin, am besten mit hochgelagerten Beinen. Dies erleichtert dem Herzen die Blutversorgung des Gehirns.
- Flüssigkeitszufuhr: Trinken Sie langsam kleine Schlucke Wasser oder verdünnten Fruchtsaft. Vermeiden Sie stark zuckerhaltige Getränke.
- Salzaufnahme (mit Vorsicht): Eine kleine Menge Salz kann den Blutdruck kurzfristig anheben, aber dies sollte nur in Absprache mit einem Arzt geschehen. Eine dauerhafte Erhöhung der Salzzufuhr ist in der Regel nicht ratsam.
Wann ist ein Arztbesuch unbedingt notwendig?
Ein Arztbesuch ist unerlässlich, wenn:
- der niedrige Blutdruck mit Symptomen wie starkem Schwindel, Ohnmacht, Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen oder Atemnot einhergeht.
- der niedrige Blutdruck wiederholt auftritt.
- Sie unsicher sind, welche Ursachen der niedrige Blutdruck haben könnte.
- Sie bereits Vorerkrankungen haben.
Langfristige Maßnahmen:
Ein Arzt wird die Ursache des niedrigen Blutdrucks diagnostizieren und eine entsprechende Therapie einleiten. Neben medikamentösen Behandlungen können auch folgende Maßnahmen hilfreich sein:
- Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Täglich mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit trinken.
- Gesunde Ernährung: Viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und mageres Eiweiß.
- Regelmäßige Bewegung: Ausdauersport stärkt das Herz-Kreislauf-System.
- Stressreduktion: Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder progressive Muskelentspannung können helfen.
- Vermeidung von Alkohol und Nikotin: Diese Substanzen belasten das Kreislaufsystem.
Zusammenfassend: Ein Blutdruck von 80/50 mmHg sollte ernst genommen werden. Selbstbehandlung ist nicht empfehlenswert. Suchen Sie bei wiederkehrenden Beschwerden oder zusätzlichen Symptomen unbedingt einen Arzt auf, um die Ursache zu klären und eine geeignete Therapie einzuleiten. Dieser Artikel dient lediglich der Information und ersetzt keinen Arztbesuch.
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