Was sollte man bei Inkontinenz nicht trinken?
Was bei Inkontinenz vom Speiseplan gestrichen werden sollte: Getränke, die die Blase reizen
Inkontinenz, der ungewollte Verlust von Urin, kann den Alltag erheblich beeinträchtigen. Neben medizinischen Behandlungen und Beckenbodentraining spielt auch die Ernährung eine wichtige Rolle bei der Kontrolle der Beschwerden. Besonders die Wahl der Getränke kann einen großen Einfluss auf die Blasenaktivität haben. Was sollte man also meiden, um die Symptome nicht zu verschlimmern?
Im Fokus stehen dabei vor allem Getränke, die die Blase reizen und die Harndrangfrequenz erhöhen können. Allen voran sind dies koffeinhaltige Getränke. Koffein wirkt harntreibend und kann die Blasenmuskulatur stimulieren, was zu verstärktem Harndrang führt. Daher sollten Betroffene Kaffee, schwarzen und grünen Tee sowie koffeinhaltige Energydrinks und Softdrinks vom Speiseplan streichen oder zumindest stark reduzieren.
Auch Alkohol ist bei Inkontinenz problematisch. Er hemmt die Produktion des antidiuretischen Hormons (ADH), das dem Körper signalisiert, Wasser zurückzuhalten. Die Folge: Die Nieren produzieren mehr Urin, und der Harndrang verstärkt sich.
Zuckerhaltige Getränke, insbesondere kohlensäurehaltige Limonaden, sind ebenfalls ungünstig. Der hohe Zuckergehalt kann die Blase zusätzlich reizen und die Inkontinenzsymptome verstärken. Auch künstliche Süßstoffe in Light-Getränken stehen im Verdacht, die Blasenfunktion negativ zu beeinflussen.
Weniger bekannt, aber ebenfalls relevant: Einige Kräutertees können die Blasenaktivität anregen. Insbesondere Mate-Tee, der ebenfalls Koffein enthält, sowie Birkenblättertee und Brennnesseltee, die zwar allgemein als entwässernd gelten und bei Harnwegsinfekten hilfreich sein können, können bei bestehender Inkontinenz die Beschwerden durch die erhöhte Urinproduktion verschlimmern.
Was kann man stattdessen trinken?
Wasser ist und bleibt die beste Wahl für eine gesunde Blasenfunktion. Auch koffeinfreie Kräutertees, wie beispielsweise Rooibostee, Fencheltee oder Kamillentee, sind gut geeignet. Wer Abwechslung sucht, kann auch zu verdünnten Fruchtsäften ohne Zuckerzusatz greifen.
Wichtig: Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine medizinische Beratung. Bei Fragen zur Inkontinenz und den geeigneten Getränken sollten Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin wenden. Dieser kann Ihnen individuell abgestimmte Empfehlungen geben und gegebenenfalls weitere diagnostische Maßnahmen einleiten.
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