Was muss man beim Frauenarzt machen, um die Pille zu bekommen?

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Für die Verschreibung der Pille ist eine gründliche gynäkologische Untersuchung unerlässlich. Diese beinhaltet eine Brustuntersuchung und einen Vaginalabstrich, um deine Gesundheit umfassend zu beurteilen. Auch während der Pilleneinnahme sind regelmäßige, halbjährliche Kontrollen beim Frauenarzt wichtig, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und deine Gesundheit zu gewährleisten.
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Die Pille verschreiben lassen: Mehr als nur ein Rezept

Die Antibabypille ist ein weit verbreitetes und effektives Verhütungsmittel, doch ihre Einnahme sollte nicht leichtfertig erfolgen. Ein Besuch beim Frauenarzt ist unabdingbar, um die richtige Pille zu finden und mögliche Risiken auszuschließen. Es geht dabei um weit mehr als nur die Ausstellung eines Rezepts.

Der erste Besuch: Ein umfassendes Gespräch und die Untersuchung

Bevor es zur Verschreibung der Pille kommt, findet ein ausführliches Beratungsgespräch statt. Dabei geht es nicht nur um die Verhütung, sondern auch um deine allgemeine Gesundheit und Lebensumstände. Der Arzt wird dich zu folgenden Punkten befragen:

  • Medizinische Vorgeschichte: Bestehende Erkrankungen (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Thrombosen, Migräne mit Aura, Lebererkrankungen, Krebs), Allergien und aktuelle Medikamenteneinnahmen sind essentiell für die richtige Pillenwahl. Auch die Einnahme von pflanzlichen Präparaten sollte erwähnt werden.
  • Familienanamnese: Bestehen in deiner Familie Erkrankungen, die die Pille beeinflussen könnten?
  • Raucherstatus: Rauchen erhöht das Thromboserisiko deutlich, insbesondere in Kombination mit der Pille.
  • Sexuelle Vorgeschichte: Diese Information dient der umfassenden Beratung und Risikoabschätzung.
  • Wunsch nach Kinderwunsch: Die Pille ist reversibel, doch die Zeit bis zum Wiedereintritt der Fruchtbarkeit ist individuell unterschiedlich.
  • Persönliche Präferenzen: Es gibt verschiedene Pillentypen mit unterschiedlichen Hormonzusammensetzungen und Nebenwirkungen. Deine persönlichen Bedürfnisse und Vorlieben werden berücksichtigt.

Anschließend folgt eine gynäkologische Untersuchung. Diese beinhaltet in der Regel:

  • Anamnese: Eine erneute Abfrage der relevanten Daten, um eventuelle Widersprüche oder neue Informationen zu klären.
  • Abtastung der Brust: Zur Früherkennung von Knoten und Veränderungen.
  • Vaginaluntersuchung: Diese dient der Beurteilung des allgemeinen Gesundheitszustandes des Genitaltrakts. Ein Abstrich kann zur Untersuchung auf Infektionen (z.B. Chlamydien) genommen werden. Manchmal wird auch eine Untersuchung des Gebärmutterhalses (Kolposkopie) durchgeführt, besonders bei auffälligen Befunden oder Risikofaktoren.
  • Blutdruckmessung: Um mögliche Auswirkungen der Pille auf den Blutdruck zu kontrollieren.
  • Evtl. weitere Untersuchungen: Abhängig von der individuellen Situation können weitere Untersuchungen, wie beispielsweise Bluttests, notwendig sein.

Regelmäßige Kontrollen – ein wichtiger Bestandteil

Die Einnahme der Pille ist nicht mit einem einmaligen Besuch beim Frauenarzt getan. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen, in der Regel halbjährlich, sind wichtig. Diese dienen dazu:

  • Nebenwirkungen zu erkennen und zu behandeln: Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen oder Blutungsstörungen können auftreten und bedürfen ggf. einer Anpassung der Pille oder einer alternativen Behandlung.
  • Änderungen des Gesundheitszustandes zu überprüfen: Neue Erkrankungen oder Veränderungen der Lebensumstände können die Pilleneinnahme beeinflussen.
  • Langzeitrisiken zu minimieren: Regelmäßige Kontrollen tragen dazu bei, mögliche Langzeitrisiken der Pilleneinnahme frühzeitig zu erkennen und zu minimieren.

Fazit: Die Verschreibung der Pille ist ein verantwortungsvoller Prozess, der eine umfassende Beratung und medizinische Betreuung erfordert. Ein regelmäßiger Austausch mit dem Frauenarzt ist unerlässlich, um die Gesundheit der Patientin zu gewährleisten und eine sichere und effektive Verhütung sicherzustellen. Scheuen Sie sich nicht, all Ihre Fragen und Bedenken mit Ihrem Arzt zu besprechen.