Was kommt bei einer Untersuchung beim Androloge auf mich zu?

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Bei einer andrologischen Untersuchung erwarten Sie: Anamnese: Fragen zu Ihrer Krankengeschichte und Familie Körperliche Untersuchung: Hodenvolumen, Samenwege, Leistenbruch Ultraschall: Hoden, Nebenhoden Blutuntersuchung: Hormonbestimmung
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Der Besuch beim Andrologen: Was erwartet Sie?

Ein Besuch beim Andrologen kann für viele Männer eine Überwindung sein. Unsicherheit und Scham spielen oft eine Rolle. Dabei ist die andrologische Untersuchung in der Regel unkompliziert und wichtig für die Erhaltung der männlichen Gesundheit. Dieser Artikel klärt Sie darüber auf, was Sie bei einem Termin beim Andrologen erwartet und hilft Ihnen, Ängste abzubauen.

Der Ablauf einer andrologischen Untersuchung lässt sich grob in vier Abschnitte gliedern:

1. Das ausführliche Gespräch (Anamnese):

Zu Beginn jedes Termins steht ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt. Hierbei erkundigt sich der Androloge nach Ihren aktuellen Beschwerden, Ihrer Krankengeschichte und möglichen Vorerkrankungen in der Familie. Seien Sie offen und ehrlich in Ihren Antworten, auch wenn es Ihnen unangenehm ist. Je mehr Informationen der Arzt hat, desto besser kann er Ihnen helfen. Typische Fragen beziehen sich auf:

  • Erektionsstörungen und Libidoverlust
  • Schmerzen im Hoden- oder Beckenbereich
  • Probleme beim Wasserlassen
  • Kinderwunsch und Fruchtbarkeit
  • Vorherige Operationen oder Erkrankungen
  • Medikamenteneinnahme
  • Lebensstilfaktoren wie Rauchen, Alkohol und Stress

2. Die körperliche Untersuchung:

Im Anschluss an die Anamnese folgt die körperliche Untersuchung. Der Androloge tastet dabei vorsichtig Ihre Geschlechtsorgane ab, um Auffälligkeiten festzustellen. Im Fokus stehen:

  • Die Hoden: Hierbei wird das Hodenvolumen bestimmt und die Konsistenz der Hoden geprüft. Der Arzt achtet auf Verhärtungen, Knoten oder Schwellungen.
  • Die Nebenhoden: Auch die Nebenhoden werden abgetastet, um Entzündungen oder Zysten zu erkennen.
  • Die Samenwege: Der Arzt untersucht die Samenleiter auf Verdickungen oder Knoten.
  • Die Leistengegend: Hier wird kontrolliert, ob ein Leistenbruch vorliegt.

3. Die Ultraschalluntersuchung (Sonographie):

Um ein detaillierteres Bild von Hoden und Nebenhoden zu erhalten, wird in den meisten Fällen eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Diese ist schmerzfrei und dient der Diagnostik von beispielsweise:

  • Varikozelen (Krampfadern am Hoden)
  • Hodenzysten
  • Tumoren
  • Entzündungen

4. Die Blutuntersuchung:

Oftmals wird auch eine Blutentnahme durchgeführt, um den Hormonspiegel zu bestimmen. Hierbei werden insbesondere die Werte für Testosteron, LH und FSH analysiert, welche wichtige Informationen über die Funktion der Hoden und die Spermienproduktion liefern.

Keine Angst vor dem Besuch:

Ein Besuch beim Andrologen ist nichts, wovor man sich fürchten muss. Die Untersuchungen sind in der Regel schnell und schmerzlos. Frühzeitige Diagnose und Behandlung von andrologischen Erkrankungen sind entscheidend für die Erhaltung der männlichen Gesundheit und des Wohlbefindens. Zögern Sie daher nicht, einen Termin zu vereinbaren, wenn Sie Beschwerden haben. Ihr Arzt wird Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.