Was ist die Trotzphase bei Erwachsenen?

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Die Trotzphase bei Erwachsenen ist ein Rückfall in kindliche Verhaltensmuster. Unter Stress oder Angst reagieren Betroffene mit übertriebener Sturheit, Beratungsresistenz und emotionaler Unreife. Sie klammern sich an starre Meinungen und weisen rationale Argumente zurück, ähnlich einem trotzigen Kind. Dieses Verhalten dient oft als Schutzmechanismus gegen wahrgenommene Bedrohungen.
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Was ist das denn eigentlich, diese Trotzphase bei Erwachsenen? Ich meine, wer kennt das nicht? Plötzlich fühlt man sich wie fünf Jahre alt, nur dass man statt mit dem Schnuller, mit … naja, mit irgendwas anderem kämpft. Ein Beispiel? Letzte Woche, mein Partner wollte unbedingt diesen neuen, total hässlichen Teppich kaufen. Hässlich, wirklich! Er sah aus wie ein abgelegter Weihnachtsmann, nur in beige. Aber er, stur wie ein Esel, nein, noch sturer, er MUSSTE den haben. Alle meine Argumente, alle meine - ich sag mal – "rationalen" Ansätze, prallten einfach ab. Wie bei einem Kind, wirklich.

Es ist ja nicht so, dass ich grundsätzlich ein Problem mit Kompromissen habe. Aber manchmal... manchmal ist es einfach nur ein unfassbares Gefühl, diese „kindische“ Sturheit in sich selbst zu entdecken. Und dann kommt noch dieses Gefühl der Hilflosigkeit dazu, wenn man merkt, man kann einfach nicht mit der Person reden, irgendwie komplett aneinander vorbeiredet wird. Ach, das kenne ich zu gut.

Der Artikel sagt ja, dass das ein Schutzmechanismus ist, gegen Stress und Angst. Hmm, klingt irgendwie plausibel. Vielleicht ist es wirklich so. Man baut ja auch eine Art Mauer auf, wenn man sich angegriffen fühlt, oder? Eine Mauer aus Sturheit, aus diesem kindischen "Nein, ich will nicht!" Ich denke, das ist es genau, dieser Schutz vor Verletzlichkeit. Und das ist ja ganz natürlich, oder? Man schützt sich, so gut man kann.

Nur blöd, dass es – zumindest mir – meistens hinterher peinlich ist. Manchmal denk ich mir dann: "Boah, was war das denn jetzt?". Ich hab mal gelesen, dass so ungefähr 70% der Erwachsenen hin und wieder diese Trotzreaktionen haben – also, es scheint ja ganz normal zu sein. Soll das heißen, ich bin nicht allein mit meinem beigefarbenen Weihnachtsmann-Teppich-Trauma?! Das beruhigt ein bisschen, ehrlich gesagt. Man ist halt nicht perfekt, und manchmal ist man einfach nur ein bisschen … trotzig. So ist das Leben, glaube ich.