Warum wird man bei Entspannung krank?

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Entspannung nach Stressphasen kann paradoxerweise zu Krankheitssymptomen führen. Der Körper schaltet vom Adrenalin- und Cortisol-Hoch in den Erholungsmodus, doch die Umstellung belastet das Immunsystem, was sich in Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Abgeschlagenheit äußert.
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Warum macht Entspannung manchmal krank?

Entspannung nach stressigen Phasen ist für unseren Körper eigentlich eine positive Sache. Doch paradoxerweise kann die Entspannung auch zu Krankheitssymptomen führen. Wie kommt es zu diesem scheinbaren Widerspruch?

Der Übergang vom Stress- in den Erholungsmodus

Während einer Stressphase schüttet unser Körper Adrenalin und Cortisol aus, die uns auf Kampf oder Flucht vorbereiten. Diese Hormone erhöhen unsere Herzfrequenz, unseren Blutdruck und unseren Blutzuckerspiegel.

Wenn die Stressphase vorbei ist, schaltet unser Körper in den Erholungsmodus. Die Produktion von Adrenalin und Cortisol nimmt ab, und der Körper beginnt sich zu beruhigen.

Belastung des Immunsystems

Der Übergang vom Stress- in den Erholungsmodus ist jedoch eine Belastung für unser Immunsystem. Während der Stressphase unterdrückt Cortisol die Immunantwort. Wenn die Cortisolproduktion abnimmt, beginnt das Immunsystem wieder aktiver zu werden.

Diese erhöhte Immunaktivität kann jedoch zu Entzündungsreaktionen führen, die sich in Beschwerden wie Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit oder Muskelkater äußern können.

Weitere Faktoren

Neben der Belastung des Immunsystems können auch andere Faktoren eine Rolle bei der Entstehung von Krankheitssymptomen nach der Entspannung spielen. Dazu gehören:

  • Psychologische Faktoren: Stress kann zu psychischen Verspannungen führen, die sich nach der Entspannung lösen können. Diese Lösung kann zu körperlichen Beschwerden führen.
  • Ernährungsgewohnheiten: Während Stressphasen neigen wir oft zu ungesunden Ernährungsgewohnheiten. Wenn wir uns entspannen, können wir uns wieder bewusster ernähren, was zu einer verstärkten Aufnahme von Nährstoffen führen kann. Diese erhöhte Nährstoffaufnahme kann das Immunsystem anregen und zu Beschwerden führen.
  • Schlaf: Stress kann zu Schlafstörungen führen. Wenn wir uns entspannen, können wir wieder besser schlafen, was eine Belastung für den Körper darstellt und zu Krankheitssymptomen führen kann.

Was kann man tun?

Um der Entstehung von Krankheitssymptomen nach der Entspannung vorzubeugen, können Sie Folgendes tun:

  • Entspannen Sie sich schrittweise: Vermeiden Sie es, abrupt von einer Stressphase in einen vollständigen Entspannungszustand überzugehen. Gönnen Sie Ihrem Körper Zeit, sich an den Übergang anzupassen.
  • Achten Sie auf Ihre Ernährung: Ernähren Sie sich gesund und ausgewogen, auch in Stressphasen. Vermeiden Sie zuckerhaltige Lebensmittel und verarbeitete Lebensmittel.
  • Schlafen Sie ausreichend: Sorgen Sie für ausreichend Schlaf, auch in Stressphasen.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig: Bewegung ist ein guter Stressabbau. Regelmäßige körperliche Aktivität kann dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken und Beschwerden vorzubeugen.
  • Suchen Sie professionelle Hilfe: Wenn Sie anhaltend unter Krankheitssymptomen nach der Entspannung leiden, sollten Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Ein Arzt oder Therapeut kann Ihnen helfen, die Ursachen zu ermitteln und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.