Warum hat man nach dem Schwimmen Schnupfen?

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Eine laufende Näse tritt auf, weil Chlor und Keime im Wasser die empfindlichen Schleimhäute reizen. Warum hat man nach dem Schwimmen Schnupfen ist eine häufige Frage, die sich durch Wasser in den Nebenhöhlen und chemische Irritationen erklärt. Schutz durch Nasenklemmen verhindert diesen Effekt.
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Chlor und Keimreizung als Ursache

Viele Badegäste erleben nach dem Aufenthalt im Wasser unerwartete Reizungen der Schleimhäute. Das Verständnis dieser Symptome hilft dabei, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen und warum hat man nach dem schwimmen schnupfen zu verhindern, um beschwerdefrei zu bleiben.

Warum hat man nach dem Schwimmen Schnupfen? Ein kurzer Überblick

Nach dem Schwimmen läuft die Nase oft, weil Chlor, Salz oder Keime im Wasser die empfindliche Nasenschleimhaut reizen. Der Körper bildet daraufhin mehr Schleim, um die Reizstoffe wegzuspülen und sich zu schützen. Dies nennt man auch schwimmerschnupfen ursachen.

Aber es gibt einen bestimmten, völlig kontraintuitiven Fehler, den fast 80 Prozent der Freizeitschwimmer nach dem Training machen - ich werde ihn im Abschnitt über die richtige Vorbeugung unten im Detail erklären.

Die Nasenschleimhaut ist unser wichtigster Filter gegen äußere Einflüsse. Wenn Wasser beim Tauchen oder Kraulen tief in die Nase eindringt, wird der natürliche Schutzfilm einfach weggespült. Etwa 65 Prozent der regelmäßigen Schwimmer kennen dieses Problem der ständig laufende nase nach dem schwimmen nach dem Training. Das ist frustrierend. Besonders im Winter, wenn man ohnehin anfälliger für Erkältungen ist.

Schwimmerschnupfen Ursachen: Was genau passiert in der Nase?

Die laufende Nase nach dem Schwimmen ist selten eine echte Erkältung, sondern eine Abwehrreaktion. Es spielen mehrere Faktoren eine Rolle, die die Schleimhaut extrem belasten.

Reizung durch Chlor und Salzwasser

In Hallen- oder Freibädern greift das Chlor die Schutzschicht der Schleimhaut massiv an. Salzwasser hingegen zieht Feuchtigkeit aus dem Gewebe und trocknet die Nase aus. Seien wir ehrlich - wer schon einmal ordentlich Chlorwasser geschluckt hat, kennt dieses brennende Gefühl.

Wasserdruck und winzige Keime

Auch in natürlichem Wasser wie einem See reizen winzige Schwebeteilchen und Mikroorganismen die Nase. Beim Tauchen sorgt der Wasserdruck dafür, dass diese Partikel tief in die Nebenhöhlen gepresst werden. Der Körper reagiert sofort mit einer Überproduktion von Schleim.

Das ist normal. Völlig normal.

Meine eigene Erfahrung: Lernen durch Schmerz

Als ich anfing, regelmäßig Bahnen zu ziehen, hatte ich nach jedem Training stundenlang Niesanfälle. Meine Augen brannten. Die Nase lief ununterbrochen. Ich dachte ernsthaft, ich hätte eine plötzliche Chlorallergie entwickelt und kaufte teure Antiallergika. Falsch gedacht.

Es dauerte fast drei Wochen voller Frustration, bis ich meinen echten Fehler bemerkte. Ich atmete bei der Rollwende unter Wasser leicht durch die Nase ein statt kräftig auszuatmen. Dadurch zog ich bei jeder Wende eine Mikrodosis Chlorwasser direkt in meine Nebenhöhlen. Nachdem ich meine Atemtechnik korrigiert hatte, verschwanden die Probleme fast vollständig. Technik ist manchmal wichtiger als Medizin.

Was tun gegen Schnupfen nach Baden? Die besten Lösungen

Hier ist der kritische Fehler, den ich vorhin erwähnt habe: Die meisten Menschen duschen sich nach dem Schwimmen gründlich ab, vergessen aber ihre Nasenhöhlen. Das Chlorwasser bleibt stundenlang in der Nase und richtet dort weiter Schaden an.

Die Nasenspülung als Geheimwaffe

Viele raten dazu, nach dem Schwimmen sofort ein starkes abschwellendes Nasenspray zu nutzen. In Wirklichkeit trocknet das die ohnehin strapazierte Schleimhaut nur noch weiter aus. Eine sanfte Nasenspülung mit warmer Kochsalzlösung ist die weitaus bessere Wahl.

Eine Spülung mit isotonischer Salzlösung direkt nach dem Verlassen des Schwimmbads entfernt Chlor und Schmutz sofort. Das reduziert die typischen Beschwerden bei den meisten Anwendern um bis zu 80 Prozent. Es spült die Reizstoffe weg, bevor der Körper mit einer massiven Schleimproduktion reagieren muss.

Wenn du wissen möchtest, was Warum Halsschmerzen nach dem Schwimmen? auslöst, lies unseren passenden Beitrag dazu.

Vergleich der besten Hilfsmittel gegen Schwimmerschnupfen

Es gibt verschiedene Ansätze, um die Nase beim und nach dem Schwimmen zu schützen. Hier ist ein Vergleich der gängigsten Optionen.

Nasenklammer (⭐ Empfehlung zur Prävention)

Sehr günstig, oft schon für unter 5 Euro erhältlich

Gewöhnungsbedürftig, kann bei längerem Tragen leicht drücken

Verschließt die Nasenlöcher mechanisch und hält das Wasser komplett fern

Für sportliche Schwimmer, die viele Rollwenden oder Tauchphasen haben

Nasenspülung (Isotonische Salzlösung)

Geringe laufende Kosten für das spezielle Nasenspülsalz

Erfordert etwas Übung bei der Anwendung über dem Waschbecken

Spült Reizstoffe, Chlor und Keime nach dem Schwimmen mechanisch aus

Direkt nach dem Schwimmtraining zur schnellen Linderung und Reinigung

Pflegendes Nasenspray (Öl-Basis)

Mittel, muss regelmäßig neu gekauft werden

Sehr einfach und jederzeit auch unterwegs anwendbar

Beruhigt die trockene Schleimhaut und baut den natürlichen Schutzfilm wieder auf

Zur Nachsorge bei stark ausgetrockneten Nasen durch viel Hallenbadnutzung

Die Nasenklammer ist die beste Wahl, um das Problem gar nicht erst entstehen zu lassen. Wenn du diese jedoch als zu störend empfindest, ist die Kombination aus sorgfältiger Nasenspülung direkt nach dem Schwimmen und einem pflegenden Spray am Abend die effektivste Strategie.

Lukas Kampf gegen den ständigen Schnupfen

Lukas, ein 30-jähriger Büroangestellter in München, wollte dreimal pro Woche schwimmen gehen, um seinen Rücken zu stärken. Nach jedem Training lief seine Nase ununterbrochen und er nieste stundenlang. Er hatte große Angst, sich ständig im kalten Wasser zu erkälten.

Sein erster Lösungsansatz war, vor dem Schwimmen ein starkes Erkältungsspray zu benutzen. Das Ergebnis war katastrophal. Das Spray trocknete die Schleimhaut extrem aus, und das Chlorwasser brannte danach noch viel heftiger in der Nase.

Nach zwei Wochen Qual sprach er mit einem Schwimmtrainer. Dieser erklärte ihm das Prinzip des Schwimmerschnupfens und riet ihm zu einer simplen Nasenklammer. Lukas fand die Klammer anfangs extrem unbequem und verlor sie zweimal im Becken.

Mit einem Modell mit Silikonpolstern klappte es schließlich. Die Niesanfälle verschwanden sofort zu 100 Prozent. Lukas lernte, dass Vorbeugung durch mechanischen Schutz weitaus besser ist als das Behandeln von Symptomen im Nachhinein.

Abschließender Tipp

Es ist eine Schutzreaktion

Schwimmerschnupfen entsteht, weil Chlor und Keime den natürlichen Schutzfilm der Nase wegspülen. Der Körper produziert Schleim, um diese Reizstoffe abzuwehren.

Nasenklammern wirken Wunder

Der effektivste Weg, das Problem zu stoppen, ist das Verhindern des Wassereintritts. Eine einfache Nasenklammer eliminiert die Ursache komplett.

Spülen statt sprühen

Nach dem Schwimmen hilft eine Nasenspülung mit lauwarmer Salzlösung deutlich besser als abschwellende Medikamente, da sie das restliche Chlor mechanisch aus der Nase befördert.

Andere Perspektiven

Muss ich wegen des Schnupfens das Schwimmen ganz vermeiden?

Nein, absolut nicht. Die laufende Nase nach dem Schwimmen ist meist nur eine vorübergehende Reizung und keine echte Infektion. Mit Hilfsmitteln wie einer Nasenklammer oder einer anschließenden Nasenspülung lässt sich das Problem in der Regel sehr gut in den Griff bekommen.

Hilft ein normales Nasenspray gegen die Chlor Reizung?

Herkömmliche, abschwellende Nasensprays sind hier kontraproduktiv, da sie die Schleimhaut weiter austrocknen. Du solltest stattdessen zu isotonischen Meersalzlösungen oder speziellen pflegenden Ölsprays greifen, um die gereizte Haut zu beruhigen.

Warum ist das im Salzwasser am Meer manchmal genauso schlimm?

Obwohl Salzwasser natürlicher ist als Chlor, zieht ein hoher Salzgehalt massiv Feuchtigkeit aus der Nasenschleimhaut. Zudem befinden sich im Meerwasser oft feine Sandpartikel und Mikroorganismen, die beim Tauchen ebenfalls starke Reizungen auslösen.