Warum bekommt man ein Fibrom?

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Ein Fibrom, meist ein Reizfibrom, entsteht im Mund durch chronische mechanische Irritation. Schlecht sitzende Prothesen, Wangen- oder Zungenbisse können dazu führen, dass sich dieses gutartige Bindegewebsgewächs an Zunge, Lippe oder Zahnfleisch bildet.
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Das Fibrom im Mund: Ursachen und Entstehung eines gutartigen Gewebes

Fibrome im Mundraum, meist als Reizfibrome bezeichnet, sind gutartige Wucherungen des Bindegewebes. Im Gegensatz zu bösartigen Tumoren stellen sie in der Regel keine gesundheitliche Gefahr dar, können aber dennoch Beschwerden verursachen und aus ästhetischen Gründen unerwünscht sein. Die entscheidende Frage ist: Warum entstehen diese Gebilde überhaupt?

Die Hauptursache für die Bildung eines oralen Fibroms liegt in einer chronischen, mechanischen Reizung der Mundschleimhaut. Diese Irritation führt zu einer überschießenden Reaktion des Körpers, die sich in der Neubildung von Bindegewebe manifestiert. Die betroffenen Stellen reagieren auf den anhaltenden Druck oder die Reibung mit einer Verdickung und Vergrößerung des Gewebes, um sich gewissermaßen vor dem Reiz zu schützen.

Konkret können folgende Faktoren zu einem Reizfibrom beitragen:

  • Schlecht sitzende Prothesen: Dies ist wohl die häufigste Ursache. Druckpunkte durch schlecht angepasste Zahnprothesen, ob Total- oder Teilprothesen, führen zu dauerhafter Reizung der Schleimhaut an den Kontaktpunkten. Die daraus resultierende chronische Irritation begünstigt die Fibrombildung.
  • Wangenbiss: Wiederholtes, unbewusstes Beißen auf die Wangenschleimhaut, oft in Verbindung mit Stress oder Gewohnheiten, kann ebenfalls ein Fibrom hervorrufen.
  • Zungenbiss: Ähnlich wie der Wangenbiss führt auch der wiederholte Biss auf die Zunge zu einer chronischen Verletzung und der Entwicklung eines Fibroms.
  • Rauchen: Die ständige Reizung durch den Rauch kann die Mundschleimhaut empfindlicher machen und die Entstehung von Fibromen begünstigen.
  • Entzündungen: Chronische Entzündungen im Mundraum können ebenfalls zu einer erhöhten Fibrombildung beitragen.
  • Trauma: Ein einzelnes, starkes Trauma kann zwar selten ein Fibrom verursachen, aber eine bestehende Vorbelastung der Mundschleimhaut erhöht das Risiko.

Die Fibrome präsentieren sich in der Regel als kleine, weiche, blasse bis rötliche Wucherungen, die meist gestielt oder breitbasig am Zahnfleisch, der Zunge oder der Innenseite der Lippen sitzen. Ihre Größe variiert, sie können wenige Millimeter bis zu mehreren Zentimetern groß werden.

Wichtig ist zu betonen, dass die Diagnose eines Fibroms immer durch einen Zahnarzt oder Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen gestellt werden muss. Ähnlich aussehende Läsionen können auch andere Ursachen haben. Nur eine fachärztliche Untersuchung kann Sicherheit bieten und eine mögliche Behandlung, beispielsweise die chirurgische Entfernung, einleiten. Diese ist meist nur aus ästhetischen Gründen oder bei Beschwerden notwendig. Eine regelmäßige Mundhygiene und eine optimale Anpassung von Prothesen können der Entstehung von Fibromen vorbeugen.