Wann darf sich ein Wasser Heilwasser nennen?

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Heilwasser-Status wird nur gewährt, wenn ein Wasser durch natürliche Mineralien gesundheitsfördernde Eigenschaften aufweist. Vorbeugende, lindernde oder heilende Effekte sind zwingende Kriterien. Nur dann darf es sich Heilwasser nennen.
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Heilwasser: Die Voraussetzung für die besondere Bezeichnung

Wasser ist ein lebenswichtiger Bestandteil für unseren Körper. Doch nicht jedes Wasser ist gleich. Heilwasser zeichnet sich durch seine gesundheitlichen Eigenschaften aus und darf sich nur dann so nennen, wenn es bestimmte Kriterien erfüllt.

Natürliche Mineralien und gesundheitsfördernde Wirkung

Heilwasser muss von Natur aus bestimmte Mineralien enthalten, die ihm seine gesundheitsfördernden Eigenschaften verleihen. Diese Mineralien können beispielsweise Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium oder Sulfat sein. Die Konzentration dieser Mineralien muss eine bestimmte Schwelle überschreiten, um als Heilwasser gelten zu können.

Nachweisbare gesundheitsfördernde Wirkungen

Wichtig ist auch, dass die gesundheitsfördernden Wirkungen des Heilwassers wissenschaftlich nachgewiesen sind. Es muss in der Lage sein, vorbeugend, lindernd oder heilend auf bestimmte Beschwerden einzuwirken. Dazu können Studien oder klinische Untersuchungen durchgeführt werden.

Amtliche Anerkennung

Um sich Heilwasser nennen zu dürfen, muss es zudem eine amtliche Anerkennung erhalten. In Deutschland ist dafür das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zuständig. Das BfR prüft die wissenschaftlichen Nachweise und erteilt bei Erfüllung der Kriterien eine Zulassung als Heilwasser.

Kennzeichnung und Verwendung

Heilwasser muss entsprechend gekennzeichnet werden, um es von anderen Wässern zu unterscheiden. Auf der Verpackung müssen die gesundheitsfördernden Wirkungen angegeben sein. Heilwasser kann sowohl als Trinkwasser als auch zur äußerlichen Anwendung, beispielsweise als Badezusatz, verwendet werden.

Beispiele für Heilwasser

Bekannte Beispiele für Heilwasser in Deutschland sind:

  • Gerolsteiner: bekannt für seinen hohen Gehalt an Natrium, Kalium und Magnesium
  • Apollinaris: enthält viel Kohlensäure und Hydrogencarbonat
  • Bad Emser: reich an Natrium und Hydrogencarbonat, wirkt lindernd auf die Atemwege

Fazit

Heilwasser ist ein Wasser mit nachgewiesenen gesundheitsfördernden Eigenschaften, das durch seine natürlichen Mineralien gekennzeichnet ist. Um sich Heilwasser nennen zu dürfen, muss es bestimmte Kriterien erfüllen, darunter amtlich anerkannte gesundheitsfördernde Wirkungen. Die Bezeichnung Heilwasser unterliegt strengen rechtlichen Regelungen, um sicherzustellen, dass Verbraucher nur Wasser mit tatsächlich gesundheitsfördernden Eigenschaften erhalten.