Können Delphine aufhören zu atmen?

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Die Frage können delphine aufhören zu atmen beantwortet sich durch die gezielte Unterbrechung der Sauerstoffaufnahme für Zeitspannen von 3 bis 10 Minuten. Im Gegensatz zum Menschen nutzen diese Tiere pro Atemzug 80 bis 90 Prozent ihrer gesamten Lungenkapazität. Bei tiefen Tauchgängen erreichen dokumentierte Fälle sogar Zeitspannen von bis zu 20 Minuten ohne Luftzufuhr an der Oberfläche.
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können delphine aufhören zu atmen: Bis zu 20 Minuten Dauer

Die Atmung der Meeressäuger fasziniert durch ihre bewusste Steuerung über das Blasloch. Wer können delphine aufhören zu atmen erforscht, entdeckt erstaunliche Anpassungen des Blutes und der Muskulatur an das Leben unter Wasser. Das Verständnis dieser biologischen Besonderheiten schützt vor Fehlinterpretationen über das Schlafverhalten und die Ausdauer dieser Tiere in der Tiefe.

Können Delphine wirklich freiwillig aufhören zu atmen?

Ja, Delfine können tatsächlich bewusst entscheiden, mit dem Atmen aufzuhören. Es kann mit verschiedenen Faktoren zusammenhängen, warum atmen delfine bewusst, da sie im Gegensatz zum Menschen keine autonomen Atmer sind. Bei uns geschieht das Ein- und Ausatmen reflexartig, während ein Delfin jeden einzelnen Atemzug aktiv steuern muss. Diese bewusste Kontrolle ermöglicht es ihnen, lange Zeit unter Wasser zu bleiben, birgt aber auch eine Gefahr: Unter extremem Stress oder bei Verletzungen können sie die Atmung einfach einstellen.

Es ist eine Wahl. Atemzug für Atemzug. Ich erinnere mich an meine erste Beobachtung eines Großen Tümmlers in der freien Natur. Das Tier tauchte ab und die Stille an der Wasseroberfläche fühlte sich endlos an. Als Mensch neigt man dazu, panisch zu werden, wenn man zu lange die Luft anhält, doch halten delfine die luft an, ist diese Pause ein kontrollierter Zustand. Aber es gibt einen speziellen Mechanismus, der verhindert, dass sie im Schlaf einfach das Atmen vergessen - ein Rätsel, das ich weiter unten im Abschnitt über das Schlafverhalten auflöse.

Die Anatomie der bewussten Atmung

Delfine atmen nicht durch den Mund, sondern ausschließlich durch das Blasloch an der Oberseite ihres Kopfes. Dieses System ist von der Speiseröhre getrennt, was verhindert, dass beim Fressen Wasser in die Lungen gelangt. Während ein Mensch bei jedem Atemzug nur etwa 15 bis 20 Prozent seiner Lungenluft austauscht, sind Delfine weitaus effizienter: Sie tauschen pro Atemzug etwa 80 bis 90 Prozent der Luft in ihren Lungen aus.[1] Diese enorme Effizienz ist notwendig, um die Zeitspannen zwischen den Oberflächenbesuchen zu maximieren.

Delfine atmen typischerweise nur 2 bis 3 Mal pro Minute, wenn sie an der Oberfläche schwimmen.[2] In meinem Studium dachte ich anfangs, dass ihre Lungen riesig sein müssten, um diese Raten zu halten. Doch in Wirklichkeit ist es nicht die Größe der Lunge, sondern die Fähigkeit des Blutes und der Muskeln, Sauerstoff zu speichern. Delfine besitzen eine Myoglobinkonzentration in den Muskeln, die etwa 30-mal höher ist als bei Landsäugetieren. Das macht ihre Muskeln fast schwarz und erlaubt es ihnen, Sauerstoffreserven direkt dort zu speichern, wo sie gebraucht werden.

Wie lange hält ein Delfin die Luft an?

Die meisten Großen Tümmler bleiben für gewöhnlich 3 bis 10 Minuten unter Wasser, bevor sie zum Atmen auftauchen. Die Frage nach wie lange können delfine unter wasser bleiben, hängt oft von der Aktivität ab. Bei der Jagd ist die Atemfrequenz höher, während sie beim langsamen Reisen oder Ruhen deutlich sinkt. Ein ruhiger Delfin kann seinen Herzschlag während des Tauchens verlangsamen, um Energie zu sparen.

Schlafen ohne zu ertrinken: Ein faszinierender Trick

Hier ist die Auflösung des Rätsels, das ich eingangs erwähnt habe: Wie schläft ein Tier, das aktiv an das Atmen denken muss? Die Antwort liegt im sogenannten unihemisphärischen Schlaf. Dabei schlafen delfine mit einer gehirnhälfte zur gleichen Zeit, während die andere Hälfte wach bleibt und die Kontrolle über die Atmung sowie die Umgebung behält. Nach etwa zwei Stunden wechseln die Gehirnhälften ihre Rollen.

Während dieser Schlafphasen bleibt ein Auge des Delfins oft offen - immer dasjenige, das mit der wachen Gehirnhälfte verbunden ist. Das klingt kompliziert? Ist es auch. Ich habe einmal versucht, die Atemfrequenz eines schlafenden Delfins zu protokollieren. Es war frustrierend, weil der Rhythmus so unvorhersehbar war. Manchmal trieben sie fast bewegungslos an der Oberfläche, ein Verhalten, das als Logging bezeichnet wird, und atmeten in sehr langen Abständen. Die Evolution hat hier eine perfekte Balance zwischen Erholung und Überlebensinstinkt gefunden.

Das Stoppen der Atmung als Reaktion auf Stress

Da die Atmung eine bewusste Handlung ist, können delphine aufhören zu atmen unter traumatischen Bedingungen. In Gefangenschaft oder bei schwerer Krankheit wurde beobachtet, dass Delfine einfach nicht mehr auftauchen oder ihr Blasloch geschlossen halten, bis sie ersticken. Dieses Verhalten wird oft als eine Form des tierischen Suizids diskutiert, obwohl es wissenschaftlich schwierig ist, Absichten bei Tieren exakt so zu definieren wie beim Menschen.

Fakt ist jedoch, dass ein Delfin, der aufhört zu atmen, innerhalb kürzester Zeit stirbt, da sein Gehirn auf die ständige Sauerstoffzufuhr angewiesen ist. In Stresssituationen kann der Cortisolspiegel so stark ansteigen, dass die bewusste Steuerung der Atmung aussetzt oder das Tier die Kooperation mit seiner Umwelt einstellt. Wenn man ein gestrandetes Tier findet, ist die größte Gefahr oft nicht das Austrocknen, sondern der psychische Schock, der dazu führt, dass das Tier die Atmung einstellt. Man muss Ruhe bewahren. Jede Hektik verschlimmert die Situation.

Vergleich: Menschliche Atmung vs. Delfin-Atmung

Obwohl beide Säugetiere sind, unterscheidet sich die Art und Weise, wie wir Sauerstoff aufnehmen, grundlegend durch die Anpassung an das Leben im Wasser.

Mensch

Normalerweise 12 bis 15 Atemzüge pro Minute im Ruhezustand

Vollständiger Bewusstseinsverlust; Atmung läuft automatisch weiter

Geringe Effizienz: nur etwa 15-20 Prozent der Lungenkapazität pro Zug

Autonom und reflexartig durch das Atemzentrum im Hirnstamm

Delfin (Großer Tümmler)

Sehr niedrig: durchschnittlich nur 2 bis 3 Atemzüge pro Minute

Unihemisphärisch (halbseitig); eine Gehirnhälfte steuert die Atmung

Hohe Effizienz: etwa 80-90 Prozent der Lungenkapazität pro Zug

Bewusste Entscheidung des Gehirns für jeden Atemzug

Der Hauptunterschied liegt in der bewussten Kontrolle. Während wir im Schlaf oder bei Bewusstlosigkeit weiteratmen, würde ein Delfin ohne aktive Gehirnleistung einfach aufhören zu atmen. Seine enorme Sauerstoffeffizienz gleicht die langen Tauchphasen aus.

Lukas und der gestrandete Delfin an der Ostsee

Lukas, ein Meeresbiologe in Rostock, wurde zu einer Strandung an der Ostseeküste gerufen. Ein junger Großer Tümmler lag im seichten Wasser, sichtlich gestresst und von Touristen umringt. Das Tier atmete sehr flach und unregelmäßig, was Lukas sofort Sorgen bereitete.

Anfangs versuchten Helfer, das Tier mit lautem Zuspruch und Hektik zurück ins tiefe Wasser zu schieben. Der Delfin reagierte mit Panik und schloss sein Blasloch für fast zwei Minuten komplett - ein Zeichen dafür, dass er kurz davor war, die Atmung ganz einzustellen.

Lukas schickte die Schaulustigen weg und hielt das Tier ruhig im Wasser, ohne es zu bedrängen. Er verstand, dass der Delfin erst sein psychisches Gleichgewicht finden musste, um wieder regelmäßig und bewusst zu atmen, anstatt gegen den Stress zu kämpfen.

Nach 40 Minuten beruhigte sich der Atemrhythmus auf konstante 3 Züge pro Minute. Der Delfin konnte schließlich sicher in tiefere Gewässer geleitet werden, was Lukas lehrte, dass Ruhe bei bewussten Atmern wichtiger ist als jede physische Kraft.

Kurzfassung

Bewusste Kontrolle ist überlebenswichtig

Jeder Atemzug eines Delfins ist eine aktive Entscheidung, was verhindert, dass sie unter Wasser versehentlich einatmen.

Effizienz schlägt Volumen

Delfine tauschen 80-90 Prozent ihrer Lungenluft pro Atemzug aus, während Menschen nur etwa 15-20 Prozent erreichen.

Halbseitiger Schlaf als Schutz

Durch den unihemisphärischen Schlaf ruht immer nur eine Gehirnhälfte, während die andere die Atmung und Sicherheit garantiert.

Stress kann tödlich sein

In Extremsituationen können Delfine die Atmung einstellen, was besonders bei Strandungen oder in Gefangenschaft eine Gefahr darstellt.

Ausführlichere Details

Ertrinken Delfine, wenn sie bewusstlos werden?

Ja, da Delfine bewusst atmen, führt ein Verlust des Bewusstseins, etwa durch eine schwere Verletzung oder Betäubung, fast immer zum Atemstillstand. Ohne die aktive Kontrolle des Gehirns öffnet sich das Blasloch nicht, oder das Tier atmet Wasser ein, sobald es unter die Oberfläche sinkt.

Können Delfine durch den Mund atmen?

Nein, das ist anatomisch unmöglich. Die Luftröhre und die Speiseröhre sind bei Delfinen komplett voneinander getrennt, sodass sie nur durch das Blasloch atmen können. Dies ist ein wichtiger Schutzmechanismus, damit sie unter Wasser jagen und fressen können, ohne Wasser in die Lungen zu bekommen.

Für weitere Hintergründe zur Biologie der Meeressäuger lesen Sie auch: Können Delfine freiwillig aufhören zu atmen?

Warum atmen Delfine nicht reflexartig wie wir?

Die bewusste Atmung ist eine lebensnotwendige Anpassung an das Meer. Ein Reflex könnte dazu führen, dass ein Delfin unter Wasser einatmet, was tödlich wäre. Durch die bewusste Steuerung stellt das Tier sicher, dass es nur dann einatmet, wenn das Blasloch sicher über der Wasseroberfläche ist.

Quellenangabe

  • [1] Schoolnet - Während ein Mensch bei jedem Atemzug nur etwa 15 bis 20 Prozent seiner Lungenluft austauscht, sind Delfine weitaus effizienter: Sie tauschen pro Atemzug etwa 80 bis 90 Prozent der Luft in ihren Lungen aus.
  • [2] Pmc - Delfine atmen typischerweise nur 2 bis 3 Mal pro Minute, wenn sie an der Oberfläche schwimmen.