Kann ein Arzt eine Krankmeldung korrigieren?

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Ärzte korrigieren elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (eAU) selbst digital. Änderungen oder Stornierungen durch andere Akteure, wie beispielsweise Krankenkassen, sind ausgeschlossen. Die Authentizität der eAU bleibt somit gewahrt. Nur der ausstellende Arzt verfügt über die Korrekturmöglichkeit.
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Kann ein Arzt eine Krankmeldung korrigieren? Die eAU und ihre Korrekturmöglichkeiten

Die Ausstellung von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen hat sich mit der Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) deutlich verändert. Die Frage, ob und wie ein Arzt eine bereits ausgestellte Krankmeldung korrigieren kann, ist daher von großer Bedeutung für sowohl Ärzte als auch Patienten.

Die einfache Antwort lautet: Ja, ein Arzt kann eine eAU korrigieren, jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen und ausschließlich selbst. Im Gegensatz zu früheren Papier-basierten Verfahren, bei denen Korrekturen oft unübersichtlich und fehleranfällig waren, bietet das digitale System der eAU klare Vorteile.

Änderungen an einer eAU sind beispielsweise notwendig, wenn sich die Dauer der Arbeitsunfähigkeit ändert, die Diagnose präzisiert werden muss oder ein Schreibfehler korrigiert werden soll. Der Arzt verfügt über eine digitale Schnittstelle, über die er die eAU direkt und sicher ändern kann. Diese Korrekturmöglichkeit ist einzig dem ausstellenden Arzt vorbehalten. Krankenkassen oder andere Institutionen haben keinerlei Zugriff auf die eAU, um diese zu modifizieren oder zu stornieren. Dies garantiert die Authentizität und die Integrität der Daten.

Wichtig ist zu beachten, dass eine Korrektur nicht bedeutet, dass der Arzt beliebige Angaben verändern kann. Änderungen müssen medizinisch begründet sein und der tatsächlichen Situation entsprechen. Eine willkürliche Verlängerung oder Verkürzung der Arbeitsunfähigkeit ist nicht zulässig.

Welche Korrekturen sind möglich?

  • Änderung der Dauer der Arbeitsunfähigkeit: Der Arzt kann die Krankschreibung verlängern oder verkürzen, sofern dies medizinisch gerechtfertigt ist.
  • Korrektur von Fehlern: Tippfehler oder falsche Angaben in der Diagnose oder anderen Feldern können korrigiert werden.
  • Präzisierung der Diagnose: Eine unpräzise Diagnose kann durch eine genauere Formulierung ersetzt werden.

Was passiert bei einer Korrektur?

Die Korrektur wird im System dokumentiert und ist für alle Beteiligten – Arzt, Patient und Krankenkasse – transparent nachvollziehbar. Die ursprüngliche eAU wird nicht gelöscht, sondern durch die korrigierte Version ersetzt. Der Patient erhält in der Regel eine aktualisierte Information über die Änderungen.

Fazit:

Die eAU bietet im Vergleich zu früheren Verfahren eine deutlich verbesserte Möglichkeit zur Korrektur von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen. Der ausschließliche Zugriff des ausstellenden Arztes auf die Korrekturfunktion gewährleistet die Sicherheit und die Integrität der Daten. Eine Korrektur sollte jedoch immer medizinisch begründet sein und transparent erfolgen. Bei Unsicherheiten sollte der Patient immer das Gespräch mit seinem Arzt suchen.