Ist es gesund zu Fasten, wenn man krank ist?

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Gesundheitliche Einschränkungen erfordern besondere Vorsicht beim Fasten. Schwangere, Stillende, Kinder und ältere oder kranke Menschen sollten auf jegliche Fastenkuren verzichten. Der Körper benötigt in diesen Phasen ausreichend Nährstoffe zur Regeneration und zum Schutz. Eine ärztliche Beratung ist unbedingt empfehlenswert.
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Fasten bei Krankheit: Ein gefährliches Unterfangen?

Fasten erfreut sich zunehmender Beliebtheit, verspricht es doch Entgiftung, Gewichtsabnahme und eine Stärkung des Immunsystems. Doch die Frage, ob Fasten auch im Krankheitsfall gesund ist, muss differenziert betrachtet werden. Die pauschale Antwort lautet: Nein, in den meisten Fällen ist Fasten während einer Erkrankung nicht ratsam und kann sogar schädlich sein.

Der Körper benötigt während einer Erkrankung seine Ressourcen, um den Kampf gegen Krankheitserreger aufzunehmen und sich zu regenerieren. Das Immunsystem arbeitet auf Hochtouren, Zellen werden repariert und der Stoffwechsel ist oft bereits belastet. Fasten entzieht dem Körper in dieser ohnehin schon angespannten Situation wichtige Energiequellen und Nährstoffe. Dies kann den Heilungsprozess verzögern, die Abwehrkräfte schwächen und zu weiteren Komplikationen führen.

Welche Krankheiten machen Fasten besonders riskant?

Besonders kritisch ist Fasten bei folgenden Erkrankungen:

  • Infektionskrankheiten: Virale oder bakterielle Infektionen fordern den Körper bereits stark heraus. Fasten verschlimmert die Situation durch den Nährstoffmangel und kann die Schwächung des Immunsystems verstärken.
  • Chronische Erkrankungen: Bei Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Niereninsuffizienz oder anderen chronischen Leiden kann Fasten den Verlauf der Erkrankung negativ beeinflussen und zu gefährlichen Schwankungen der Blutzuckerwerte, des Blutdrucks oder anderer wichtiger Parameter führen. Die Einnahme notwendiger Medikamente kann durch Fasten ebenfalls beeinträchtigt werden.
  • Magendarm-Erkrankungen: Bei Gastritis, Magengeschwüren oder Reizdarmsyndrom kann Fasten die Beschwerden verschlimmern und zu starken Schmerzen führen.
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Der Körper benötigt während der Schwangerschaft und Stillzeit eine ausreichende Nährstoffzufuhr für die Entwicklung des Kindes. Fasten kann zu Mangelerscheinungen bei Mutter und Kind führen.
  • Essstörungen: Fasten kann bei Menschen mit Essstörungen zu einem Rückfall oder einer Verschlimmerung der Erkrankung beitragen.

Wann kann Fasten eventuell in Betracht gezogen werden?

In sehr seltenen Fällen und nur nach ausführlicher Absprache mit einem Arzt kann eine kurze, kontrollierte Fastenkur unter ärztlicher Aufsicht bei bestimmten Erkrankungen unterstützend wirken. Dies betrifft jedoch meist spezifische medizinische Anwendungen unter strengen Bedingungen und ist kein Selbstversuch. Beispielsweise kann in einigen Fällen eine Entlastung des Verdauungstrakts kurzfristig positive Effekte haben, aber dies muss individuell geprüft werden.

Fazit:

Fasten während einer Erkrankung ist in den meisten Fällen ungesund und kann den Heilungsprozess behindern oder sogar gefährden. Wer krank ist, sollte sich stattdessen auf eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung konzentrieren, um den Körper bei der Regeneration zu unterstützen. Bei Unsicherheiten oder bestehenden Erkrankungen ist eine ärztliche Beratung zwingend erforderlich, bevor man über Fasten nachdenkt. Selbstheilungskräfte werden durch eine gesunde Ernährung und ausreichende Ruhe viel effektiver unterstützt als durch Fasten.