Was bezeichnet man als Kommunikation?

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Unter dem Begriff was bezeichnet man als kommunikation versteht man den interaktiven Austausch von Informationen, Gedanken und Gefühlen zwischen Personen über verbale oder nonverbale Kanäle. Ein Sender übermittelt hierbei eine Nachricht an einen Empfänger, der diese aktiv entschlüsselt und entsprechend beantwortet. Diese wechselseitige Verständigung erfordert stets ein gemeinsames Zeichensystem und bildet das grundlegende Fundament für das gesamte menschliche Zusammenleben.
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was bezeichnet man als kommunikation? Die Definition

Die Frage was bezeichnet man als kommunikation betrifft einen wesentlichen Aspekt unseres täglichen Miteinanders im privaten und beruflichen Leben. Das tiefere Verständnis dieser Prozesse schützt vor schwerwiegenden Missverständnissen und stärkt die Qualität zwischenmenschlicher Beziehungen nachhaltig. Eine präzise Betrachtung der verschiedenen Signale und Interaktionen offenbart die verborgenen Mechanismen hinter einer erfolgreichen alltäglichen Verständigung.

Was bezeichnet man als Kommunikation? Eine klare Definition

Als Kommunikation bezeichnet man einen dynamischen Prozess, in dem ein Individuum oder eine Gruppe Informationen über Ideen, Gefühle und Absichten an eine andere Person oder Gruppe übermittelt. Das Wort leitet sich vom lateinischen Begriff communicare ab, was so viel wie teilen, mitteilen oder gemeinsam machen bedeutet. Es handelt sich hierbei nicht um eine bloße Einbahnstraße, sondern um eine interaktive Verständigung.

In meiner langjährigen Beschäftigung mit zwischenmenschlichen Dynamiken habe ich oft bemerkt, wie schnell Menschen aneinander vorbeireden, weil sie Kommunikation mit reiner Information verwechseln. Reine Information ist statisch - wie eine Anzeigetafel am Bahnhof. Erst wenn eine Botschaft aufgenommen, interpretiert und in irgendeiner Weise beantwortet wird, entsteht echte Kommunikation. Dieser Unterschied entscheidet im Alltag oft über Erfolg oder Misserfolg.

Die Rolle von Sender und Empfänger im klassischen Modell

Das grundlegendste Fundament fast jeder Interaktion basiert auf dem klassischen sender empfänger modell. Ein Sender kodiert seine Gedanken in eine Botschaft und schickt diese über einen Kanal - sei es durch das gesprochene Wort, eine E-Mail oder eine Geste. Der Empfänger muss diese Botschaft anschließend dekodieren. Klingt simpel? Ist es in der Realität aber selten.

Ich erinnere mich gut an ein Projekt, bei dem ein Kollege eine kurze Nachricht schrieb, die völlig sachlich gemeint war. Beim Empfänger kam sie jedoch als harsche Kritik an. Meine Hände zitterten damals beim Tippen der Klärungs-E-Mail, weil die Fronten extrem verhärtet waren. Erst nach mehreren Fehlschlägen wurde uns klar: Der Kanal bestimmt, wie viel Raum für Fehlinterpretationen bleibt. Wenn das Feedback fehlt oder falsch gedeutet wird, bricht das System zusammen.

Die drei Kanäle: Wie wir Botschaften tatsächlich übertragen

Menschliche Verständigung läuft parallel auf drei wesentlichen Kanälen ab: der verbalen, der paraverbalen und der nonverbalen Ebene. Die verbale Ebene umfasst den reinen Inhalt, also die gesprochenen oder geschriebenen Worte. Sie liefert die harten Fakten einer Nachricht. Dennoch macht das bloße Wort oft nur einen Bruchteil dessen aus, was am Ende beim Gegenüber ankommt.

Die paraverbale Ebene beschreibt das Wie des Sprechens - dazu gehören Tonfall, Lautstärke, Sprechtempo und Pausen. Die nonverbale Ebene hingegen umfasst die gesamte Körpersprache, wie Mimik, Gestik und den Blickkontakt. Schätzungen in wissenschaftlichen Arbeiten gehen davon aus, dass in hochemotionalen Situationen der Anteil nonverbaler Signale bei bis zu 80 Prozent der gesamten Bedeutung liegen kann. Worte allein sind also extrem unvollständig.

Ein weitverbreiteter Mythos: Die missverstandene Mehrabian-Regel

Wer sich mit Körpersprache beschäftigt, stolpert fast unweigerlich über die Behauptung, arten der kommunikation bestünden zu wesentlichen Teilen aus nonkognitiven Signalen. Diese starre Formel geht auf Untersuchungen aus dem Jahr 1967 zurück. In der Management-Literatur wird diese Statistik seit Jahrzehnten wie ein unumstößliches Gesetz wiederholt. Aber es gibt ein großes Problem.

Diese Zahlen sind absolut falsch interpretiert. Die ursprüngliche Untersuchung bezog sich ausschließlich auf Situationen, in denen die Worte und der emotionale Gesichtsausdruck komplett widersprüchlich waren - und das auch nur bei der Bewertung einzelner Wörter. Ein universeller Prozentsatz existiert schlichtweg nicht. Bei einer rein technischen Präsentation oder einer mathematischen Erklärung dominieren selbstverständlich die geschriebenen und gesprochenen Worte, nicht die Bewegung der Hände.

Man kann nicht nicht kommunizieren: Das Gesetz von Paul Watzlawick

Ein zentraler Meilenstein des modernen Verständnisses ist das berühmte Axiom des Kommunikationswissenschaftlers Paul Watzlawick: Man kann nicht nicht kommunizieren. Jedes Verhalten hat einen Mitteilungscharakter. Wer im Meeting sitzt, starr auf den Boden blickt und beharrlich schweigt, sendet dennoch eine unmissverständliche Nachricht an den Rest des Raumes. Er teilt mit, dass er sich distanzieren möchte.

Anfangs dachte ich, man könne sich durch reines Ignorieren aus unangenehmen Gesprächen heraushalten. Die Realität belehrte mich eines Besseren. Mein demonstratives Schweigen in einer hitzigen Diskussion wurde vom Team als pure Arroganz gewertet. Es dauerte Tage, dieses Missverständnis auszuräumen. Verhalten besitzt kein Gegenteil - und da man sich nicht nicht verhalten kann, ist man permanent auf Sendung, ob man will oder nicht.

Unterschied zwischen Information und Kommunikation

Um Missverständnisse im Alltag zu minimieren, ist es ratsam, die genauen Unterschiede zwischen reiner Information und dem interaktiven Prozess der Kommunikation zu kennen.

Reine Information

• Einseitige Übermittlung von Daten ohne direkte Reaktion

• Reine Wissensvermittlung oder Bereitstellung von Fakten

• Statisch - der Inhalt bleibt unverändert stehen

Echte Kommunikation

• Wechselseitiger Austausch zwischen mindestens zwei Parteien

• Gemeinsame Verständigung und Beziehungsgestaltung

• Dynamisch - verändert sich durch Feedback laufend

Reine Information bildet oft den Startpunkt, aber erst durch die Reaktion des Empfängers wird der Prozess lebendig. Wer im Beruf nur Informationen ablädt, verfehlt meist das Ziel einer echten Verständigung.

Hinter den Kulissen: Das Kommunikations-Dilemma in einem Hamburger IT-Team

Lukas, ein 34-jähriger Projektleiter in einem Hamburger Software-Unternehmen, stand vor einer harten Hürde. Seine rein schriftlichen Status-Updates per Messenger führten regelmäßig zu Missverständnissen und massiver Frustration im Team.

Sein erster Versuch war es, die Textnachrichten noch länger und detaillierter zu schreiben, um jede Lücke zu schließen. Das Resultat war verheerend: Die Entwickler lasen die ellenlangen Texte kaum noch, wichtige Deadlines wurden komplett übersehen.

Nach wochenlangem Frust kam der Durchbruch: Lukas begriff, dass Textnachrichten keine paraverbalen Signale wie Tonfall übertragen. Er strich die langen Texte radikal zusammen und führte stattdessen kurze, tägliche Steh-Meetings ein.

Die Missverständnisse sanken innerhalb von 4 Wochen spürbar, während die Zufriedenheit im Team deutlich stieg, da die direkte Interaktion den Raum für falsche Interpretationen minimierte.

Höhepunkte

Feedbackschleifen aktiv einbauen

Gute Verständigung erfordert immer eine Rückmeldung des Empfängers, um zu prüfen, ob die gesendete Botschaft auch exakt so gemeint und verstanden wurde.

Wenn Sie mehr erfahren möchten, lesen Sie hier: Was versteht man unter Kommunikation einfach erklärt?
Den passenden Kanal wählen

Je komplexer oder emotionaler ein Thema ist, desto reichhaltiger sollte der gewählte Kanal sein - das persönliche Gespräch schlägt hierbei die geschriebene E-Mail um Längen.

Die eigene Wirkung reflektieren

Da man sich nicht nicht verhalten kann, sollte man sich der eigenen unbewussten Signale wie Körperhaltung und Blickkontakt stets bewusst sein.

Referenzmaterial

Warum ist nonverbale Kommunikation so fehleranfällig?

Nonverbale Signale wie eine hochgezogene Augenbraue sind oft mehrdeutig und stark vom Kontext abhängig. Ohne ein klärendes Gespräch interpretieren wir die Körpersprache des Gegenübers unbewusst durch unsere eigenen Filter, was schnell zu massiven Fehlinterpretationen führt.

Stimmen die bekannten Prozentzahlen zur Körpersprache?

Nein, die oft zitierten Werte sind ein weitverbreiteter Mythos. Die Gewichtung der Kanäle hängt immer extrem von der jeweiligen Situation ab - in sachlichen Diskussionen spielen die gesprochenen Worte die entscheidende Rolle.

Kann man sich der Kommunikation komplett entziehen?

Das ist unmöglich, da auch Schweigen, wegschauen oder das Verlassen eines Raumes ein Verhalten darstellen. Da jedes Verhalten in Gegenwart anderer als Signal gewertet wird, senden wir ununterbrochen Botschaften aus.