Was versteht man unter einer hypotonen Lösung?

0 Sicht

Eine hypotonische Lösung hat eine niedrigere Konzentration an gelösten Stoffen als die umgebende Zelle. Wasser strömt daher durch Osmose in die Zelle, um das Konzentrationsgefälle auszugleichen. Dies kann zum Platzen der Zelle führen (Zytolyse), falls die Zelle keine schützende Zellwand besitzt. Im Gegensatz dazu ist eine hypertonische Lösung konzentrationsreicher und bewirkt Wasserverlust aus der Zelle.

Kommentar 0 mag

Okay, lass uns das mal in einen persönlicheren Text verwandeln. Ich versuche, das so zu machen, als würde ich dir das gerade am Küchentisch erzählen.

Was ist eigentlich diese hypotone Lösung? – Mal ganz einfach erklärt.

Also, hypotone Lösung, da hab’ ich auch erst mal blöd geguckt. Im Grunde ist das aber gar nicht so kompliziert, wie’s klingt. Stell dir einfach vor, du hast eine Zelle – irgendeine Zelle im Körper, meinetwegen eine rote Blutzelle. Und diese Zelle, die schwimmt ja in irgendeiner Flüssigkeit, richtig?

Wenn jetzt diese Flüssigkeit, die die Zelle umgibt, weniger “Zeug” gelöst hat, als in der Zelle selbst, dann ist das eine hypotone Lösung. Weniger “Zeug” heißt: weniger Salz, weniger Zucker, weniger…naja, einfach weniger gelöste Stoffe, verstehst du?

Und was passiert dann? Na klar, das Wasser versucht, die Konzentration auszugleichen! Das heißt, das Wasser von außen strömt in die Zelle rein, durch Osmose, weil da ja innen mehr “Zeug” ist. Wie bei einer Rosine, die du in Wasser legst und die sich vollsaugt.

Aber hier kommt das Problem: Wenn da jetzt zu viel Wasser in die Zelle reinströmt, dann kann die platzen! Stell dir vor, wie ein Luftballon, den du immer weiter aufpustest. Das nennt man dann Zytolyse, klingt dramatisch, oder? Ist es auch, wenn es im Körper passiert. Aber gut, dass die meisten Zellen Schutzmechanismen haben.

Ich erinnere mich, als mein Biolehrer das erklärt hat, hat er immer von “osmotischem Druck” geredet. Oh Gott, da hab ich fast abgeschaltet! Aber eigentlich ist es total logisch, oder?

Das Gegenteil von hypotonisch ist übrigens hypertonisch. Da ist die Flüssigkeit um die Zelle konzentrierter, also mehr “Zeug” gelöst als in der Zelle. Und dann passiert das Gegenteil: Das Wasser strömt aus der Zelle raus, und die schrumpelt zusammen. Hab’ ich mal gesehen, als ich Gurken eingelegt habe – wenn die Lake zu salzig ist, werden die Gurken schrumpelig!

Also, hypoton: Weniger Zeug außen, Wasser rein, Zelle kann platzen. Hyperton: Mehr Zeug außen, Wasser raus, Zelle schrumpelt. Alles klar jetzt? Frag’ ruhig, wenn was unklar ist! 😉