Kann ich Geld von einer Überweisung zurückholen?

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Unberechtigte Abbuchungen vom Konto? Kein Grund zur Panik! Lastschriften sind innerhalb von acht Wochen problemlos rückgängig zu machen. Fehlt die Genehmigung per SEPA-Mandat, verlängert sich diese Frist sogar auf 13 Monate. Bei Kreditkartenumsätzen haben Sie bis zu 120 Tage Zeit, die Belastung zu beanstanden und eine Rückerstattung zu fordern.
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Geld von einer Überweisung zurückholen: Rechte und Möglichkeiten

Eine Überweisung ist schnell getätigt, doch was passiert, wenn das Geld fälschlicherweise überwiesen wurde oder die Überweisung unberechtigt erfolgte? Die gute Nachricht: In vielen Fällen lässt sich das Geld zurückholen, allerdings hängt der Erfolg von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere dem Grund der Rückforderung und der Geschwindigkeit des Handelns.

Unberechtigte Abbuchungen per Lastschrift:

Der einfachste Fall liegt bei unberechtigten Lastschriften vor. Hier greift der gesetzliche Rückbelastungsschutz. Innerhalb von acht Wochen nach der Abbuchung können Sie Ihre Bank beauftragen, die Lastschrift zurückzubuchen. Die Bank wird dann den Betrag vom Konto des Zahlungsempfängers einziehen. Haben Sie kein SEPA-Lastschriftmandat erteilt, verlängert sich die Frist sogar auf 13 Monate. Wichtig ist hier, der Bank umgehend und schriftlich die Unberechtigung der Abbuchung mitzuteilen und gegebenenfalls Beweise beizufügen (z.B. Kopie eines nicht unterschriebenen Vertrags).

Falsch überweisene Beträge:

Bei einer versehentlichen Überweisung auf ein falsches Konto gestaltet sich die Rückholung des Geldes schwieriger, aber nicht unmöglich. Hier kommt es auf die Kooperation des Zahlungsempfängers an. Kontaktieren Sie zunächst umgehend Ihre Bank und schildern Sie den Vorfall. Die Bank wird dann versuchen, mit der Bank des Empfängers Kontakt aufzunehmen und eine Rücküberweisung zu veranlassen. Klappt dies nicht, kann ein gerichtliches Verfahren notwendig werden, was mit Kosten und Zeitaufwand verbunden ist. Die Erfolgsaussichten hängen stark von der Bereitschaft des Empfängers zur Rückzahlung ab.

Betrügerische Überweisungen:

Im Falle betrügerischer Überweisungen, beispielsweise durch Phishing oder andere Betrugsmaschen, ist schnelles Handeln unerlässlich. Melden Sie den Vorfall sofort Ihrer Bank und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Die Bank wird in der Regel versuchen, die Überweisung zu stoppen oder zurückzuholen. Die Mithilfe der Polizei ist entscheidend, um den Betrüger zu identifizieren und das Geld zurückzuerlangen. Eine schnelle Reaktion erhöht die Erfolgschancen deutlich.

Kreditkartenumsätze:

Bei unberechtigten Kreditkartenumsätzen haben Sie in der Regel 120 Tage Zeit, um die Belastung zu reklamieren. Auch hier gilt: sofortige Meldung an Ihre Bank und gegebenenfalls Anzeige bei der Polizei. Die Bank prüft den Fall und entscheidet über die Rückerstattung.

Fazit:

Die Rückholung von Geld nach einer Überweisung ist möglich, aber nicht immer einfach. Schnelles Handeln, eine genaue Dokumentation des Vorfalls und die Zusammenarbeit mit der eigenen Bank sind entscheidend für den Erfolg. Im Zweifelsfall sollten Sie sich frühzeitig juristisch beraten lassen. Die obigen Fristen sind Richtwerte und können je nach Bank und Einzelfall variieren. Eine detaillierte Beratung durch Ihre Bank ist daher immer empfehlenswert.