Welche Temperaturen halten Tomaten in der Nacht aus?

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Tomatenpflanzen sind kälteempfindlich. Fallen die Nachttemperaturen unter 10 Grad Celsius, drohen Schäden. Besonders kritisch sind Temperaturen um die 5 Grad, wie sie in Teilen der Schweiz erwartet werden. Dies kann das Wachstum beeinträchtigen und sogar zum Absterben der Pflanzen führen.

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Tomaten unter der Kälte: Wie tiefe Temperaturen ihren Wachstum gefährden

Tomaten sind wahre Sonnenanbeter und gedeihen am besten in warmen Gefilden. Doch was passiert, wenn die Nächte kühler werden? Gerade in Regionen wie der Schweiz, wo das Wetter unberechenbar sein kann, stellt sich die Frage: Welche Temperaturen halten Tomaten in der Nacht tatsächlich aus und wann wird es kritisch?

Tomaten sind Frostbeulen:

Anders als manche robusten Gemüsesorten sind Tomatenpflanzen echte Sensibelchen, wenn es um Kälte geht. Sie stammen ursprünglich aus warmen Klimazonen und haben sich daher nicht an tiefe Temperaturen angepasst. Das bedeutet, dass bereits Temperaturen, die für uns Menschen noch angenehm erscheinen, für Tomatenpflanzen Stress bedeuten können.

Die kritische Grenze: 10 Grad Celsius:

Die magische Grenze, ab der man sich Sorgen machen sollte, liegt bei etwa 10 Grad Celsius in der Nacht. Fallen die Temperaturen regelmäßig darunter, kann das Wachstum der Tomatenpflanzen beeinträchtigt werden. Sie wachsen langsamer, bilden weniger Blüten und die Reifung der Früchte verzögert sich.

Alarmstufe Rot: 5 Grad Celsius und darunter:

Besonders kritisch wird es, wenn die Temperaturen in der Nacht auf 5 Grad Celsius oder sogar darunter sinken. In diesem Bereich besteht die Gefahr, dass die Pflanzen ernsthaften Schaden nehmen. Die Blätter können sich verfärben, es können Frostschäden entstehen und im schlimmsten Fall stirbt die Pflanze ab.

Die Auswirkungen tiefer Temperaturen:

Die Kälte hat verschiedene Auswirkungen auf die Tomatenpflanzen:

  • Wachstumsstopp: Die Pflanze stellt ihr Wachstum ein und konzentriert sich auf das Überleben.
  • Nährstoffaufnahme behindert: Die Wurzeln können bei tiefen Temperaturen Nährstoffe nicht mehr so gut aufnehmen.
  • Blütenfall: Blüten können abfallen, was zu weniger Früchten führt.
  • Fruchtschäden: Bereits vorhandene Früchte können Schaden nehmen und nicht mehr richtig reifen.
  • Erhöhte Krankheitsanfälligkeit: Geschwächte Pflanzen sind anfälliger für Krankheiten und Schädlinge.

Was tun, wenn die Temperaturen sinken?

Glücklicherweise gibt es einige Maßnahmen, die man ergreifen kann, um Tomatenpflanzen vor Kälte zu schützen:

  • Frühzeitiger Schutz: Bevor die Temperaturen sinken, sollten Sie bereits Vorkehrungen treffen.
  • Abdecken: Verwenden Sie Vlies, Folie oder andere Abdeckmaterialien, um die Pflanzen in der Nacht zu schützen. Achten Sie darauf, dass die Abdeckung nicht direkt auf den Blättern liegt, um Fäulnis zu vermeiden.
  • Umtopfen: Wenn die Pflanzen in Töpfen stehen, können Sie sie in der Nacht ins Haus oder in einen geschützten Bereich bringen.
  • Wärmespeicher: Steine oder Ziegelsteine in der Nähe der Pflanzen können tagsüber Wärme speichern und diese in der Nacht wieder abgeben.
  • Gießen: Gießen Sie die Pflanzen am Morgen, damit sie tagsüber abtrocknen können. Feuchte Blätter in der Nacht fördern Pilzkrankheiten.
  • Standortwahl: Pflanzen Sie Tomaten an einem sonnigen und windgeschützten Standort.

Fazit:

Tomaten sind empfindliche Pflanzen, die vor Kälte geschützt werden müssen. Achten Sie auf die Nachttemperaturen und ergreifen Sie rechtzeitig Maßnahmen, um Ihre Pflanzen vor Schäden zu bewahren. Mit der richtigen Pflege können Sie auch in Regionen mit kühleren Nächten eine reiche Tomatenernte genießen.