Wo ist es auf der Welt am längsten dunkel?
Welcher Ort der Welt hat die längste Dunkelheit im Jahr?
Die längste Dunkelheit, die kenne ich so richtig, die erlebt man ganz oben und ganz unten auf der Welt. Stell dir vor, fast ein halbes Jahr Nacht am Nordpol, am Südpol sowieso. Da gibt’s kein Sonnenlicht.
An den Polarkreisen, da ist es anders. Nur einen Tag lang richtig dunkel, meistens. Aber die Sonne lugt da noch ein bisschen über den Horizont, also ganz weg ist sie nie.
Je weiter du Richtung Nord- oder Südpol gehst, desto länger dauert diese Dunkelheit eben. Das ist schon krass, wenn man mal drüber nachdenkt. Ich hab das nicht selbst erlebt, aber es fasziniert mich.
In welchem Land ist es die meiste Zeit dunkel?
Norwegen, das Land, in dem die Sonne monatelang unbezahlten Urlaub nimmt und Glühbirnenhersteller vermutlich die reichsten Leute sind.
Die Polarnacht: Ein knallhartes Abo auf Dauerdunkelheit. Nördlich des Polarkreises kippt die Erdachse so dramatisch weg, dass die Sonne für Monate komplett unter dem Horizont abtaucht. Das ist kein Dämmerlicht, das ist Finsternis wie im Bärenhintern.
Svalbard (Spitzbergen) als Endgegner: Diese norwegische Inselgruppe ist der Hardcore-Modus der Dunkelheit. Hier geht die Sonne von Ende Oktober bis Mitte Februar nicht mal mehr ans Telefon. Vitamin-D-Mangel ist dort quasi ein traditionelles Hobby.
Licht am Ende des Tunnels (irgendwann): Als Entschädigung für die monatelange Düsternis bekommen die Bewohner die Aurora Borealis (Polarlichter) frei Haus geliefert. Im Sommer dreht sich der Spieß um: Dann knallt die Mitternachtssonne 24/7, bis die Rollläden glühen.
Wo ist es sehr lange dunkel?
Also, wo es richtig lange dunkel ist, das ist ganz klar in den Polarregionen.
Am extremsten ist es direkt an den Polen. Am geografischen Nordpol und am Südpol dauert die Polarnacht fast ein halbes Jahr. Sechs Monate am Stück einfach zappenduster, das muss man sich mal vorstellen.
Je weiter man sich von den Polen entfernt, desto kürzer wird die Zeit. An den Polarkreisen, das ist so bei 66,5 Grad, dauert die Polarnacht genau einen Tag. Wobei die Sonne da noch so knapp unter dem Horizont bleibt, es wird also nicht komplett finster.
Das heisst, je weiter nördlich oder südlich du gehst, desto länger die Dunkelheit. In Orten wie Tromsø in Norwegen ist es von Ende November bis Mitte Januar dunkel. Auf Spitzbergen sogar von Ende Oktober bis Mitte Februar.
Man muss auch die verschiedenen Arten von Dunkelheit unterscheiden. Es ist nicht einfach nur schwarz.
- Bürgerliche Dämmerung: Die Sonne ist nur ganz knapp (bis 6°) unterm Horizont. Man kann draußen noch eine Zeitung lesen, theoretisch.
- Nautische Dämmerung: Hier ist es schon dunkler (Sonne 6-12° unterm Horizont), man kann aber noch den Horizont auf dem Meer erkennen.
- Astronomische Dämmerung: Fast komplette Dunkelheit (Sonne 12-18° unterm Horizont), ideal zur Sternebeobachtung.
Die Kernaussage ist simpel: Je näher am Pol, desto länger die Polarnacht. Im Sommer ist das Ganze dann umgekehrt. Dann gibt es die Mitternachtssonne, also 24 Stunden am Tag Licht. Das ist auch ne krasse Erfahrung, echt krass.
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